Früher als erwartet

14. Februar 2018 17:06; Akt: 14.02.2018 17:06 Print

Berner Storch aus den Spanien-Ferien zurück

Webcam-Bilder zeigen: Der Berner Storch ist ins Breitenrain-Quartier zurückgekehrt. Noch ist er allein – bis das Weibchen folgt, richtet er das Nest her.

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Hurra, hurra, der Berner Storch ist wieder da! Letzten September hatte er sein Nest auf dem Kamin des Pferdezentrums im Breitenrain-Quartier verlassen. Am Dienstag um etwa 10.45 Uhr – dies ist den Bildern der Storchennest-Webcam zu entnehmen – ist das Tier nun an seinen angestammten Ort zurückgekehrt, wie die «Berner Zeitung» berichtet.

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Mit grösster Wahrscheinlichkeit handelt es sich um denselben Vogel wie in den letzten Jahren. «Störche kehren in der Regel ins gleiche Nest zurück», weiss Margrith Enggist, Sekretärin bei der Gesellschaft Storch Schweiz.

Herr Storch kehrt früher zurück

Heuer ist der Weissstorch gar zwei Wochen früher zurückgekehrt als letztes Jahr – trotz eisiger Kälte. «Das sind aber bei Weitem noch keine Temperaturen, bei denen man sich um den Storch sorgen machen müsste», sagt Enggist.

Noch ist Herr Storch allein in seinem Strohheim. Auch das ist Usus bei den Gefiederten. «Das Männlein kehrt früher zurück und richtet das Nest her, bis das Weiblein nachkommt», erklärt die Storchen-Kennerin. Dann wird gemeinsam gebrütet, eventuell verlässt man noch zusammen das Nest. In den Wintermonaten gehen Mutter und Vater aber getrennte Wege.

Müllkippen versiegen als Futterquelle

Sein Winterquartier dürfte der Storch im warmen Spanien bezogen haben – obschon Weissstörche eigentlich Langstreckenzugvögel sind, die bis nach Westafrika fliegen. Doch Enggist weiss: «Die grosse Mehrheit der Störche zieht maximal noch bis nach Südspanien, nicht mehr bis Afrika.» Die genauen Ursachen für das veränderte Zugverhalten seien derzeit noch unbekannt. «Es könnte mit dem Klimawandel zusammenhängen, aber auch mit den Mülldeponien in Spanien, welche die Tiere als Futterquelle nutzen», sagt sie.

Weil der organische Anteil des deponierten Mülls gemäss EU-Richtlinien mittlerweile aber nur noch drei Prozent betragen darf und offene Mülldeponien nach und nach zugedeckt werden, finden die Störche immer weniger Nahrung. «Möglich ist, dass künftig deshalb wieder mehr Störche nach Afrika fliegen», sagt Enggist. Ein zweites Szenario: Die Störche machen sich gar nicht erst in den Süden auf. Bereits heute bleiben rund 300 Tiere auch im Winter in der Schweiz.


(sul)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sabine am 14.02.2018 19:20 Report Diesen Beitrag melden

    Willkommen zurück

    Bei uns im Dorf ist auch schon ein Storch beim Einrichten seines Hochsitzes. Ich freu mich immer wenn er so stolz auf seinem Nest steht, hoffe aber auch, dass er nicht zu kalt hat. Mach mir schon etwas Sorgen.

  • Romi am 14.02.2018 18:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Störche

    Super freue mich schon wenn dass Webcam wieder los geht,schaue mehrmals im Tag dass an

    einklappen einklappen
  • Herz am 14.02.2018 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Berner Storchennest

    Viele Störche gehen auch nicht in Müllhalden nach Spanien sondern einige auch in den Süden Portugals in die natürlichen Lagunen, die Salzlagunen und Natur dort ! Habe es vorgestern zufällig gesehen dass der Storch zurück ist was wunderschön ist, es auf der live-cam zu beobachten !

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Meier am 16.02.2018 07:38 Report Diesen Beitrag melden

    Nur Enten

    Schade sehe nur Enten im Garten ;-)

  • Spanier am 15.02.2018 16:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Portugiese

    Der kam nicht aus Spanien, ich habe ihn in Portugal gesehen

  • ft am 15.02.2018 00:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    solothurner storch

    der berner ist langsamer als der solothurner storch. der ist nämlich schon eine zeitlang hier.

  • angelina am 14.02.2018 23:42 Report Diesen Beitrag melden

    zu kalt

    leider kommen sie sehr früh, die temperaturen sind noch nicht geeignet,für die brut ist das gefährlich aber wir drücken die daumen und hoffen das beste!

  • marko 33 am 14.02.2018 23:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Willkommen

    Willkommen zurück