Delfin-Hetzjagd

18. November 2012 17:54; Akt: 18.11.2012 17:54 Print

Berner kämpft gegen Delfinkiller in Japan

von Stefanie Nopper - Ein Berner kämpft gegen die brutale Delfinjagd in Japan. Bei seinen Missionen wurde er bereits selbst zum Opfer. Doch ans Aufgeben denkt er nicht.

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Solche brutalen Treibjagd-Bilder sollen der Vergangenheit angehören. (Bild: ZVG)

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Im japanischen Küstendorf Taiji treiben Fischer Hunderte Delfine mit Eisenstangen in eine Bucht: «Ich hörte die Schreie der Tiere und sah, wie sich das Meer rot verfärbte», schildert Hans Peter Roth aus Sigriswil die schreckliche Szene.

Letzte Woche ist er von einem einmonatigen Japan-Aufenthalt zurückgekehrt. Der 45-Jährige setzt sich dort seit 2008 gegen das Abschlachten von Delfinen ein. Nun sieht er erste Fortschritte: Noch vor drei Jahren seien in Taiji pro Jahr fast 2000 Tiere getötet worden – heute seien es weniger als 900. «Das macht mir Mut.»

Seine Mission: Er zeigt Einheimischen auf, wie sie die Delfinjagd stoppen können. Angetrieben wird Roth von der Empörung über die Treibjagden. Er selbst wurde auch schon Opfer der brutalen Jäger: «Ich habe gefilmt, wie sie die Tiere quälen. Da haben mich die Jäger verprügelt», so der freie Journalist.

Per Zufall filmte der deutsche TV-Sender ARD den Vorfall: «Der Ausschnitt schaffte es dann in den Dok-Film ‹Die Bucht›.» Der Film bekam 2010 den Oscar und hat Roth in seinem Engagement bestärkt: «Ich werde so lange weiterkämpfen, bis die Delfinjagd aufhört.» Spätestens im Herbst 2013 will er wieder nach Japan zurückkehren.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Susanne Reich am 21.11.2012 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo! Toll!

    Wow, ich bewundere diesen Mann! Toll, dass es solche Leute gibt. Ich wünsche ihm viel Kraft bei seinem tollen Kampf für diese edlen und liebenswerten Tiere. Manchem Menschen haben diese Tiere schon geholfen, sei's durch Therapie und habe auch schon gelesen, dass sie Menschen an den Strand zurück "bugsiert" haben. Gibt es ein Spendenkonto?

  • Andreas W am 18.11.2012 21:45 Report Diesen Beitrag melden

    und Greenpeace schaut seit Jahren zu

    Genau aus diesem Grund habe ich vor 3 Jahren meine Greenpeace Mitgliedschaft gekündigt und zu "Sea Shepherd" gewechselt. Eine Organisation die nicht zahlreiche Millionen an Spendengeldern für Werbung ausgibt, sondern diese vor Ort einsetzt und handelt.

  • André Gubelmann Brasilien am 18.11.2012 22:21 Report Diesen Beitrag melden

    Boykott

    Wenn ganz Europa japanische Produkte boykottieren würde,dann hat dieses Delfinabschlachten ein schnelles Ende.Da aber die meisten Politiker in Europa wie überall auf dieser Welt den finanziellen Interessen den Vorzug geben,wird dies ein Traum bleiben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Susanne Reich am 21.11.2012 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo! Toll!

    Wow, ich bewundere diesen Mann! Toll, dass es solche Leute gibt. Ich wünsche ihm viel Kraft bei seinem tollen Kampf für diese edlen und liebenswerten Tiere. Manchem Menschen haben diese Tiere schon geholfen, sei's durch Therapie und habe auch schon gelesen, dass sie Menschen an den Strand zurück "bugsiert" haben. Gibt es ein Spendenkonto?

  • Antonietta/Tumminello am 19.11.2012 22:47 Report Diesen Beitrag melden

    Artgerecht isr nur die Freiheit !!!

    Auch heute noch werden jedes Jahr viele Waltiere gefangen und ihrem Lebensraum entrissen. Ihre Endstation: Betonbecken. Allein in Japan werden jährlich 75-100 Tiere gefangen, weitere Delfine werden auf den Salomonen, in Russland oder in Kuba eingefangen. Viele Tiere sterben bereits während des stressigen Fangs oder an den Folgen des Transports. Doch das Geschäft boomt: Bis zu 150.000 US$ und mehr zahlen Delfinarien für einen bereits trainierten Delfin.

  • Melanie H. am 19.11.2012 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich in den Medien

    Respekt für den Einsatz, der mit Sicherheit auch eine grosse Belastung ist. Und Danke, dass endlich auch mal in den Medien etwas zu lesen ist. Leider ist dies viel zu wenig präsent.

  • G. Berg am 19.11.2012 10:16 Report Diesen Beitrag melden

    Schluss mit Spenden

    Greenpeace unterstütze ich auch schon lange nicht mehr und kann das jedem Menschen empfehlen, sich besser zu überlegen, wohin sie spenden. Ein Berner rettet die Japanischen Wale. Ist das so wichtig?

    • Hans Meier am 19.11.2012 13:30 Report Diesen Beitrag melden

      Falsch

      Er rettet Delphine, die Wale sind dem Berner egal.

    • Susanne Reich am 21.11.2012 13:21 Report Diesen Beitrag melden

      bin froh, dass es diesen Menschen gibt

      Bin froh, dass es noch Menschen gibt, welche nicht gleichgültig sind und sich die passenden Argumente, weshalb nicht spenden zu müssen, bereit legen... Klar soll man schauen wem man spendet, doch gibt es in der Zwischenzeit einige seriöse Institutionen, bei welchen das Geld resp. die Hilfe die Bedürftigen wirklich erreicht. Dieser Mensch bewegt etwas und hat anscheinend vielen Tieren geholfen. Ein positives Beispiel für andere Menschen.

    einklappen einklappen
  • André Gubelmann Brasilien am 18.11.2012 22:21 Report Diesen Beitrag melden

    Boykott

    Wenn ganz Europa japanische Produkte boykottieren würde,dann hat dieses Delfinabschlachten ein schnelles Ende.Da aber die meisten Politiker in Europa wie überall auf dieser Welt den finanziellen Interessen den Vorzug geben,wird dies ein Traum bleiben.

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