Parkplatzstreit

26. September 2017 14:47; Akt: 26.09.2017 15:19 Print

Bleiben Parkplätze auf der Schütz doch bestehen?

Eine Kompromisslösung über die zukünftige Nutzung der Schützenmatte zeichnet sich ab: Ein Drittel der Parkplätze soll erhalten bleiben – aber nicht für Private.

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Der Parkplatzstreit auf der Schützenmatte hat bald ein Ende. (Bild: Neustadtlab)

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Erst letztes Jahr beschloss der Gemeinderat, die Parkplätze auf der Schützenmatte dauerhaft aufzuheben. Durch Einsprachen der Wirtschaftsverbände wurde das Vorhaben jedoch blockiert. Nun hat sich die Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün mit den Einsprechern in zentralen Punkten geeinigt, wie die Zeitung «Der Bund» berichtet.

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Keine Parklätze für Privatpersonen

Der angepeilte Kompromiss beinhaltet, dass nicht alle Parkplätze aufgehoben werden, sondern ein Drittel noch als Parkmöglichkeit genutzt werden kann. Laut Thomas Balmer, Präsident des Gewerbeverbandes KMU, seien die Parkplätze jedoch nicht für die private Nutzung vorgesehen, sondern für Firmen und Reisecars. «Privatpersonen stehen auf der Schützenmatte künftig leider keine Parkplätze mehr zur Verfügung», so Balmer.

Die Verhandlungen sind aber noch nicht definitiv abgeschlossen sondern stehen laut der Stadt Bern kurz vor Abschluss. Stadtpräsident Alec von Graffenried macht deshalb noch keine Versprechungen: «Unterschrieben ist noch nichts». Bisher ist ausserdem noch unklar, wie die Parkplätze angeordnet werden. Eine Einigung in der Parkplatzfrage sei laut von Graffenried jederzeit möglich.

Weniger Autos, mehr Events

Ziel des Gemeinderats ist es, eine mehrheitlich autofreie Schützenmatte zu schaffen. So könnten kulturelle Events künftig auch die Schützenmatte in Anspruch nehmen und damit Bundes- und Waisenhausplatz gleichzeitig entlasten. «Der Bundesplatz kann heute nicht mehr alle Veranstaltungen aufnehmen», sagt von Graffenried. Auch Juerg Luedi, der bei allen bisherigen Neustadt-Labs involviert war, begrüsst dieses Abkommen. Er hofft auf einen künftig multifunktionalen Platz für Kunst und Kultur. Wichtig sei hierbei aber auch, dass die Parkplätze geschickt angeordnet würden.

Am Wochenende ging das diesjährige Neustadt-Lab zu Ende. Ob es nächstes Jahr auf der Schützenmatte erneut stattfinden wird, ist noch nicht klar. 2018 konnte die Organisation nicht mit einem finanziellen Zustupf des Gemeinderats rechnen. Auf eine weitere Ausgabe ohne finanzielle Unterstützung der Stadt Bern hat das Organisationskomitee keine Lust.


(nla)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter L. am 26.09.2017 15:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwachsinn

    Weniger Parkplätze = Mehr Suchverkehr = Grössere Umweltbelastung. Wer mit dem Auto kommt, wird halt so lange rumkurven, bis sich eine Parkmöglichkeit bietet. Das ist wohl nicht im Sinne des Erfinders!

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  • Silvano Ghielmetti-Graber am 26.09.2017 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    Oh ja, gerne!

    Noch ein "Eventli", schön finanziert vom Steuerzahler und ermöglicht durch den Abbau von Infrastruktur. Das Ganze als Beitrag an die Kultur-Narzissten, die zwar nichts auf die Reihe kriegen, aber sehr gut wissen, wie man Kohle bei der Stadt abzockt. Dazu die bünzlige Schrebergarten-Isolation der rot-grünen Quartiere. Die Welt dreht sich, Bern dreht sich mit Vorliebe um sich selber. Hier ist rot-grün mehr SVP, als es die SVP je war!

  • lore am 26.09.2017 15:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    frage!

    wer geht schon in der stadt bern einkaufen? private von ausserhalb sind ja eh nicht erwünscht und die stadtberner sollen doch die stadtmauer wieder hochziehen.für die intellektuellen und rot-grünbürger sind wir ja eh alles hillibilly's und nichts versteher.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Felix W am 28.09.2017 08:42 Report Diesen Beitrag melden

    Noch mehr vom Gleichen

    Noch mehr Reitschule auf der Schützenmatte halt. Der Berner Gemeinderat würde das Konzept seiner Reitschule wohl liebend gerne auf das gesamte Stadtgebiet ausbreiten.

  • Radnabe am 28.09.2017 08:16 Report Diesen Beitrag melden

    Kassierplatz

    Nein! Ein riesiger Veloparkplatz mit Stromsäulen natürlich. Grundgebühr Fr. 3.00 plus jede weitere angebrochene Std. Fr. 2.50.!

  • Jäger am 28.09.2017 08:13 Report Diesen Beitrag melden

    Alternativen?

    Würde meinen Wagen wegen den Reitschulrandlierern sowieso nie dort parken. Alternativ könnte dort doch ein Pistolenschützenstand errichtet werden oder?

  • Peter Baumann am 27.09.2017 11:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einkauf in der Stadt: Nein danke, zu kompliziert

    Tja. Immer weniger Parkplätze in der Stadt Bern. Das Gewerbe ist sicher dankbar, wenn es dank weniger lästiger Kunden ein ruhigeres Leben führen kann. Wer kauft denn noch in der Stadt ein? Wohl nur noch ÖV-Benutzer und Velofahrer. Wohl bekomms.

    • Mario Saurer am 27.09.2017 16:02 Report Diesen Beitrag melden

      Wieso brauchts immer gleich ein Auto?

      Was ist schlimm an ÖV-Benutzern und Velofahrern? Also ich kaufe nie mit einem Auto ein, ausser ich brauche Möbel. Wieso braucht man ein Auto um Kleider oder Lebensmittel einzukaufen? Ich habe nichts gegen Autos, aber sie werden für zu viele alltägliche Dinge "missbraucht", so dass sie einander den Platz auf der Strasse und die Parkplätze weg nehmen. Würden weniger Leute mit dem Auto einkaufen, gäbe es mehr Platz auf unseren Strassen für die, die das Auto wirklich benötigen.

    • Peter Baumann am 27.09.2017 16:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mario Saurer

      Genau. Bin ich absolut einverstanden. Nur gibt es eben auch Menschen, die gesundheitlich angeschlagen oder gar behindert und nicht in der Lage sind, mit dem ÖV, zu Fuss oder dem Fahrrad einkaufen zu gehen. Zudem gibt es auch immer mehr Leute, die aus organisatorischen oder aus Zeitgründen nur einmal pro Woche einen Grosseinkauf machen. Aber wie gesagt, all diese Leute werden einfach das Gewerbe in der Stadt weniger belästigen und sich in den Shopping-Centers der Region eindecken. Ein Hoch auf den Umweltschutz!

    • Urs M. am 29.09.2017 19:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Baumann

      Faule Ausrede. Jeder Grossist liefert vor die Haustüre . Das ist noch besser, als mit dem Auto zu fahren.

    • Aendu am 30.09.2017 01:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Urs M.

      Und was hat das jetzt mit einem Grossisten zu tun?

    • Peter Baumann am 30.09.2017 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Urs M.

      Bin ich Grossist, wenn ich einkaufen oder etwas in der Stadt erledigen will? Etwas weit hergeholt, finden Sue nicht auch?

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  • fredi gurtner am 27.09.2017 09:24 Report Diesen Beitrag melden

    Parkplätze

    Es wäre begehrenswert, wenn alle Parkplätze auf der Schützenmatt weg kämen. Auf dem Bundesplatz ist es ja auch gelungen.

    • Peter Baumann am 27.09.2017 12:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @fredi gurtner

      Nein. Es sollten alle Parkplätze im Umkreis von mindestens 10 km vom Stadtzentrum aufgehoben werden, damit unsere rot-grünen endlich die Stadt für sich allein haben und weitere Tramlinien bauen könnten. Aber bitte konsequent! Das heisst auch keine Lastwagen, Waren bitte mit Leiterwägeli transportieren!

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