Photoshop oder echt?

04. Mai 2017 11:20; Akt: 04.05.2017 11:20 Print

Busen-Rätsel bei Werbung für Casino

Leser-Reporter Timo Müller ist überzeugt: Bei dieser Werbung für das Casino Bern wurde am Bild geschummelt. Was meinen Sie?

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«Photoshop für Fortgeschrittene», schreibt Leser-Reporter Timo Müller (24) zum Bild. Achsel, Arm und Busen des braunhaarigen Models machten ihn nämlich besonders stutzig. Und er ist sich sicher: Da war ein Bildbearbeiter am Werk. Laut Patrick Cupelin, Marketingdirektor des Berner Casinos, ist die Pose des Models schuld an der Optik: «Da war kein Photoshop im Spiel.» Was meinen Sie? Hier das aufgehellte Bild: Darauf wird die Perspektive klar ersichtlich. Während man sich bei der Berner Werbung nicht ganz einig werden kann, ist hier der Fall um einiges klarer: Auf der Webseite SimplyBe.com ist den Bildredakteuren ein peinlicher Fehler unterlaufen. Immerhin: Sie haben das Malheur gesehen und korrigiert. Das Model wird sich freuen. Immer mal wieder passieren fiese Photoshop-Fehler: Ein Blog sammelt die grössten Photoshop-Fehler: Wir zeigen Ihnen hier Best-of, dass laufend aktualisiert wird. Alle Bilder finden Sie unter «www.photoshopdisasters.com». Dem «Season»-Magazin ist beim Beyoncé-Cover offensichtlich ein klitzekleiner Fehler unterlaufen. Dreimal derselbe Mann im Publikum? Ein Fall für Mulder und Scully. Diese Wohnung muss man einfach lieben: Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zur selben Zeit? Fantastisch! Welcher Mann träumt nicht von einer Freundin mit drei Händen? Apropos Hand: Auch hier ist eine zuviel. Der arme Jeremy ist ganz verwirrt. Hat er nun gewonnen oder nicht? Der fehlende Bauchnabel - ein Paradebeispiel für Photoshop-Pannen. Was denn nun: 8GB? 4GB? Oder vielleicht 12GB? Entweder hat Madame ein zu kurzes Bein oder der Grafiker hat einfach vergessen, ihren Fuss wieder hinzustempeln. Mit Photoshop werden dünne Menschen noch dünner. Toll. Hier hat ein Photoshop-Künstler die Lichtreflexe nicht beachtet. Jetzt hat Eminem eben einen Hitler-Schnauz. «Hilfe, ich kriege meine Hände nicht mehr auseinander!» Das eiskalte Händchen schleicht sich wieder mal aufs Bild. Dieser Oberarm ist einer perfekten Bildsymmetrie zum Opfer gefallen. Beyoncé kann ihre Arme offensichtlich so schnell in die Höhe werfen, dass jede Kamera der Welt zum Scheitern verdammt ist. Diese Dame reisst ihren Mund aber ganz, ganz, ganz schön weit auf. Tut so was nicht weh? Wem gehört dieses Bein hinter Sarkozy? Gäbe es Photoshop nicht, wäre das neues Futter für Verschwörungstheoretiker. So ist es einfach nur Nachlässigkeit. Entweder wurde das jüngste Kind von Brangelina geklont. Oder es ist irgendwas mit Photoshop schiefgegangen. Wir tippen auf Letzteres. Beyoncé! Was ist nur mit deinen Armen passiert? «Suche Nippel. Bin bereit zu zahlen.» Das eiskalte Händchen ist mit den grössten Promis per du. Hier sehen wir, wie es mit Kate Moss durch London flaniert. Auch Amy Winehouse lässt sich vom eiskalten Händchen trösten. Für einmal hält sich das eiskalte Händchen diskret im Hintergrund. Was fehlt auf diesem Bild? Was für sexy Kurven! Bleibt nur die Frage, wer diesen üppigen Schatten an der Wand wirft... Autsch! Diese Swimmingpool-Kante scheint ziemlich scharf zu sein. Und wieder fehlt ein entscheidendes anatomisches Detail. Finden Sie heraus, welches? Die Streifen an der Wand verraten: Hier wurde Maus angelegt. Eine kleine Photoshop-Kur wirkt Wunder. Ausser man vergisst, dass eine Glasplatte spiegelt. Was ist hier passiert? Heisst das Unterwäsche-Model vielleicht Barbie? Nein, diese Hände stecken nicht im Hosensack, sondern im Photoshop-Papierkorb. «Uh, wie kriegen wir diesen Beinknoten wieder auseinander?» «Ich finde, ich sehe in diesem Bikini ein wenig ungesund aus.» Pssst: Miley Cyrus hat drei Hände! Bei uns haben Sie es zuerst erfahren. Wo ist der Bauchnabel hin? Die Spiegelung enthüllt: So freizügig war das Fotoshooting gar nicht. Die Dame im blauen Kleid ist offenbar eine Zauberkünstlerin. Schöner Trick mit dem fliegenden Teller. Ab zu Uri Geller. Wer versteckt sich hier in diesem Maisfeld? Diese Dame macht einen verhältnismässig ruhigen Eindruck, wenn man bedenkt, dass eines ihrer Beine fehlt. Smile! Manchmal wäre es besser, man würde gewisse Details wegretuschieren. Extrem-Silhouette. Mutantenbaby mit sieben Fingern geboren!

Zum Thema
Fehler gesehen?

Als Leser-Reporter Timo Müller (24) den Werbeflyer des Grand Casino Bern zum ersten Mal sah, wurde er stutzig: «Bei dieser Dame stimmt die Anatomie ja überhaupt nicht», sagt er. Deren Arm, Achsel und Busen schienen ihm ziemlich verdreht und gar am falschen Platz gewachsen zu sein. «Da ist wohl etwas zu viel des Guten gephotoshoppt worden», meint Müller zum Werbe-Girl.

Auch Werbefachleuten ist der Flyer suspekt. «Das Foto wirkt eigenartig verzogen», findet André Benker, Creative Director bei der Berner Agentur Komet. Eine missglückte Bearbeitung mit Photoshop hält er für möglich. «Die Wirkung könnte aber auch durch die Bildperspektive entstehen», meint er. Überhaupt erachtet Benker die Casino-Werbung als wenig gelungen. «Sie wirkt wie ein plumper Altherrenwitz», so der Werbefachmann.

«Kein Photoshop im Spiel»

Sogar bei den Mitarbeitenden des Casinos gab das Bild Rätsel auf: «Es haben sich Kollegen bei mir gemeldet, die die Werbung ebenfalls stutzig machte», so Patrick Cupelin, Marketingdirektor des Berner Casinos. Doch für ihn ist klar: «Da war kein Photoshop im Spiel.» Höchstens sei die Pose des Models und die Perspektive des Fotografen unglücklich gewählt worden. «Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass die Dame eigentlich steht und sich nach vorn gebeugt auf dem Tisch abstützt», erklärt Cupelin. Dies sorge auf den ersten Blick für Verwirrung. Würde man das Bild aber etwas aufhellen, sehe es besser aus.

Faszinierenden Modelkörper anschauen gehen

Für Müller ist diese Erklärung aber nicht genug: «Am Körper dieser Dame ist trotzdem etwas faul.» So will er bald selber vor Ort einen Augenschein nehmen, um das Rätsel um die gelenkige Brünette vor Ort zu klären – «die Frau will ich mit eigenen Augen sehen.»

Doch bei allem Ehrgeiz des Leser-Reporters: Er wird auch im Berner Grand Casino keine befriedigende Antwort erhalten. «Das Shooting fand nicht bei uns statt, wir haben das Bild des Models von einer internationalen Agentur abgekauft», so Cupelin. Die Dame wird sich so wohl kaum zufällig an einem der Berner Spieltische verrenken.

(miw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pat am 04.05.2017 11:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aber hallo..

    Eure Berichterstattung sind nur noch SEMI-PROFESSIONELL Und langweilig. Wo bleibt der stolz auf euren Beruf?

  • Roger am 04.05.2017 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Billig

    Die ganze Werbestrategie ist sehr billig. Wirkt eher wie Werbung für eine Seitensprung-Veranstaltung.

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  • Rob L. am 04.05.2017 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Relevante Frage

    in schwierigen Zeiten. Bin immer noch am Grübeln... (Grundsätzlich, und über den Sinn des medialen Alltages)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Herrcool.es am 04.05.2017 16:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Timo hat Recht

    ist aber sowas von egal...

  • Fridolin am 04.05.2017 16:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein grosser Busen

    Ich sehe ein grosser Busen. Oder woe ist die Einzahl? Ich sehe ein Buse (Eine Rundung)

    • Herrcool.es am 04.05.2017 17:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fridolin

      Und wenn du ein grosser Busen siehst, wirst du dann geil?

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  • Kevin am 04.05.2017 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    Bild 8

    Diese Bild ist katastrophal, nicht nur eine Mann gibts dreimal sondern die ganzen Menschen um den Mann herum gibt es 3 mal.

    • @Kevin am 04.05.2017 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Klarer Fall von "trumpscher" Wahrnehmung!

      Hey, das gibt es im Fall echt! Der Trampel ennet dem Deich hat's gesagt, und dann ist's auch so! Wirklich! Und sonst lebenslänglich, oder schlimmer, schließlich müssen auch die Knäste rentieren!

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  • Pfotodan am 04.05.2017 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wirklichkeit

    Keiner will die Wirklichkeit sehen, die neuen Kameras bearbeiten sogar das Bild selber, so das es gleich als super Modell in Facebook, Inst u.s.w. gestellt werden kann.

  • Maximus am 04.05.2017 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    Träger

    Beim Bild mit der Dame wurde höchstwahrscheinlich der rechte Träger des Kleides wegretouchiert. Man sieht offenbar noch spuren davon "unter" dem Haar. Das ganze sieht dann ein wenig asymetrisch aus. Vielleicht sollte es so sexier wirken. Kann man machen. Muss man nicht.