Mikrochips implantiert

10. November 2014 07:59; Akt: 10.11.2014 13:34 Print

Der Berner mit den Computer-Händen

von Mira Weingartner - Sandro Portner kann Türen ohne Schlüssel öffnen. Der 19-Jährige aus dem Kanton Bern ist schweizweit einer der Ersten, der mit Mikrochips ausgestattet ist.

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«Freak» wurde Sandro Portner schon öfter genannt, wenn er von seinen Mikrochips erzählt. Das stört ihn aber nicht. «In Amerika sind die in die Haut implantierten Chips bereits ein Renner», sagt der 19-Jährige aus Riggisberg, der mit seinen Tattoos und Ohren-Plugs alles andere als ein Nerd ist. Mit seinen futuristischen Computerhänden lassen sich nun die alltäglichsten Dinge vereinfachen: «Der Chip in der rechten Hand öffnet zu Hause meine Eingangstür, mit der linken kann ich etwa mein Handy entsperren und Apps bedienen», erzählt der angehende Informatiker. Das etwa zwei Millimeter lange Stäbchen ist zudem auch ein Liebesbeweis, der unter die Haut geht: «Wenn ich meine gechipte Hand an ein fremdes Handy halte, erscheint dort der Name meiner Freundin Meret.»

Inspiriert durch 20 Minuten

Auf die Idee kam Sandro Portner durch 20 Minuten. So liess sich der Technik-Interessierte, von dem Artikel inspiriert, zwei Mikrochips implantieren. «Der erste Chip wurde von einem Zürcher Tattoostudio eingesetzt, den zweiten habe ich für 30 Franken via Internet bestellt und gemeinsam mit einem Freund unter die Haut gespritzt.» Schädlich seien die Implantate nicht. «Das ganze Mikro-System ist in ein Bioglas verpackt», sagt Portner. Sein Körper hat den Fremdkörper denn auch ohne Probleme aufgenommen. Auch sonst bereitet er ihm keine Probleme: «Der Chip würde nicht einmal die Scanner an der Sicherheitskontrolle am Flughafen zum Leuchten bringen.»

«Mich kann man nicht orten»

Trotzdem erweckt er durch die magischen Stäbchen viel Aufmerksamkeit: «Die Leute interessieren sich sehr dafür und löchern mich oft mit Fragen.» So ist sich Portner das Erklären gewohnt: «Die Chips reagieren auf externen Strom. Sobald mein Mobiltelefon oder das extra an der Türe installierte Gerät in der Nähe sind, senden sie Magnetwellen, welche die Stäbchen aktivieren und die programmierten Befehle auslösen.» Kritikern kann er widersprechen: «Durch das System kann man mich weder orten noch in meine Privatsphäre eindringen.» Ein Hacker müsste mindestens zwei Sekunden mit seiner Hand in Berührung kommen. Ob Sandro Portner mit seiner Idee allen andern Bernern eine Handlänge voraus ist, wird sich in Zukunft zeigen.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hfggh am 10.11.2014 08:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gtjbdtj

    Implantiert euch auf keinen fall diese chips!

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  • FAIL am 10.11.2014 08:34 Report Diesen Beitrag melden

    Soll sich jetzt keiner wundern...

    ..wenn der Sandro ab sofort niemandem mehr die Hand reicht zur Begrüssung..... 21.... 22.... hack... :-D

  • andi m am 10.11.2014 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    wie bei RFID

    Ich denke sobald das gang und gäbe wird geht es nicht lange bis einbrecher mit einem scanner durch die strassen laufen. Die rfid chips auf diversen karten etc galten auch als sicher. Das waren sie gerademal 2wochen. Heute reicht ein kontaktloses vorbeigehen mit einem scanner um date abzufischen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus Meier am 11.11.2014 15:27 Report Diesen Beitrag melden

    Unsinnig!

    Solche Technik steckt noch in den Kinderschuhen! Die Entwicklung geht weiter, in 3 Jahren ist es veraltert.

  • Mario am 11.11.2014 08:48 Report Diesen Beitrag melden

    Wer keinen trägt wird nicht existieren.

    Wie blöd können wir noch werden..? Durch wenige Dumme oder auch "Bezahlte" soll es unters Volk der Europäer gebracht werden. Bis die Chips in naher Zukunft Pflicht sind. Bis da hin funkt es dann auch mit der Ortung. Identifikation und Finanzwirtschaft wird dann nur noch darüber funktionieren. Der Datenmissbrauch wird wahrscheinlich erheblich sein und unsere Kinder werden bereits nach der Geburt gechipt. Wer sich dagegen auflehnen möchte wird keine Chance haben weil unsere Kinder nicht uns gehören, sondern den "Staat". Daher "werden wir nicht dazu befugt sein rechtswiedrig zu handeln"..

    • Scorpionne am 11.11.2014 10:28 Report Diesen Beitrag melden

      @Mario

      Ja, das mit den Kindern sehe ich genauso, Mario. Willigen die Eltern nicht ein ihr Baby chipen zu lassen , werden die Kinder abgeholt. Deshalb rate ich allen jungen Leuten besser keine Kinder mehr in die Welt zu setzen. Denn der Horror hier ist einfach zu abartig geworden! Denn mit Kindern wird ein allfälliges Untertauchen , Revolte oder was auch immer um ein Vielfaches schwieriger und man kann durch Kinder besonders gut erpresst werden!

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  • F/ch am 11.11.2014 01:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Georg orwell

    Georg Orwell lässt grüßen Bald können Sie alle Orten Aufenthaltsorte bestimmen usw Dann kann ich mir gleich nen Kabel in den Allerwertesten stecken! Dann gehen Zahlungen auch darüber und wenn du nicht ins system passt dann schalten Sie dich ab

  • P.Hunter am 10.11.2014 22:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Cyborg

    So etwas nenne ich keinen Menschen mehr sondern einen "Cyborg"

  • franz am 10.11.2014 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht alle rfid chips sind unsicher

    kommt immer draufan welche anwendung. du kannst die uid lesen, aber vielleicht nicht die applikation auf dem chip. es gibt sichere anwendungen mit rfid chips (legic, öv karte, kreditkarte) und unsichere (mobility usw)