Wahlresultate verzögert

26. November 2012 13:08; Akt: 26.11.2012 13:17 Print

Diesmal waren die Berner wirklich langsam

Mit einer Auszählpanne bei den Wahlen hat die Stadt Bern am Sonntag die Nerven der Kandidierenden strapaziert. Aber auch in Ostermundigen gabs eine Wahlpanne.

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(Bild: Screenshot Twitter)

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«Herzlichen Dank! Für die Hilfe, die Geduld, das Ausharren, das Wählen, die Tweets, das Verständnis, die Berichte,... Danke», twitterte @bern_stadt am Montagmittag. Das war auch nötig, zumal es am späten Sonntagabend auf Twitter ironische Kommentare zur langen Warterei im Berner Rathaus gehandelt hatte. «Ist Florida noch nicht ausgezählt?», fragte ein Twitterer. «Gerüchten zufolge sind die Auszähler verzweifelt auf der Suche nach der bürgerlichen Wende», zwitscherte ein anderer.

Eine technische Panne hatte am späten Sonntagabend die Bekanntgabe der Stadtratsresultat stark verzögert. Angekündigt waren die Ergebnisse für 22 Uhr, bekannt wurden sie schliesslich kurz vor ein Uhr früh.

Mühe mit Computersystem

Der Grund für die Verzögerung habe in der Anwendung des Computersystems gelegen, sagte Vizestadtschreiberin Christa Hostettler am Montag auf Anfrage. Bei der Auszählung habe es keinerlei Probleme gegeben.

Hingegen habe man bei der Plausibilisierung, der Kontrolle und Bereinigung deutlich mehr Zeit gebraucht. Das Computersystem nehme es eben sehr genau und melde jede kleinste Abweichung als Fehler, führte Hostettler aus. Diese vom System gemeldeten Fehler hätten sich alle erklären lassen, «doch das brauchte eben seine Zeit». Nun werde man die Ausmittlung analysieren und schauen, was allenfalls verbessert werden könne, sagte Hostettler.

Fälschlicherweise EVP-Gemeinderat gewählt

Eine folgenreichere Panne gabs in Ostermundigen. Hier wurden zunächst 162 unveränderte Listen der CVP/GLP der EVP zugerechnet. Nach einer nochmaligen Auszählung der Stimmen gewinnt nun das CVP/GLP-Bündnis einen Gemeinderatssitz, nicht die EVP.

Anders als am Sonntag gemeldet ist deshalb nicht Gerhard Baumgartner von der EVP in den Gemeinderat gewählt worden, sondern Synes Ernst von der Liste «Nachhaltig für Ostermundigen: CVP/ Grünliberale». Das teilte die Gemeindeverwaltung am Montag mit.

Sie schreibt, einem CVP-Mitglied sei aufgefallen, dass der CVP/ GLP-Liste im Wahlprotokoll nur 15 unveränderte Wahlzettel zugeschrieben worden seien. Er habe die Gemeinde darauf aufmerksam gemacht. Gemeindeschreiberin Marianne Meyer und ihr Team entdeckten dann im Couvert der EVP-Wahlzettel 162 unveränderte CVP/GLP-Listen.

Danach nahmen der Präsident und der Sekretär des Wahlausschusses eine erneute Auszählung und eine neue Ausmittlung der Gemeinderatswahlen mit den veränderten Zahlen vor.

Sowohl Baumgartner als auch Ernst sind heute Mitglieder des Ostermundiger Gemeinderats, der ab nächstem Jahr nur noch sieben statt neun Mitglieder zählt.

Unter Vorbehalt der Stichwahl vom 16. Dezember fürs Gemeindepräsidium sind somit gewählt: Ursula Lüthy (Grüne), Regula Unteregger (SP), Norbert Riesen (SP), Aliki Panayides (SVP), Erich Blaser (SVP), Henrik Schoop (FDP) und eben Synes Ernst (CVP/GLP). Unter Vorbehalt deshalb, weil der Ausgang der Gemeindepräsidiumswahl Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Gemeinderats haben kann.

(sda)

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