Fast 59'000 Franken

25. März 2014 16:36; Akt: 26.03.2014 08:47 Print

Drei Inhaftierte kosten Bern mehr als Carlos

Sondersettings wie im Fall Carlos gibt es im Kanton Bern keine. Dennoch kostet ein einzelner Inhaftierter den Kanton fast 59'000 Franken pro Monat.

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Im Kanton Bern sind laut Polizeidirektor Hans-Jürg Käser (FDP) jugendliche Straftäter «in keinem Fall in Settings anzutreffen, wie sie im Fall Carlos publik geworden sind». Am 31. Januar dieses Jahres hätten aber 23 erwachsene Personen im Straf- oder Massnahmenvollzug dem Kanton Bern Kosten von mehr als 15'000 Franken pro Monat verursacht. Dies gab Käser in der Fragestunde des Grossen Rates bekannt.

Besonders stechen dabei drei Fälle heraus: In einem Fall handelt es sich um eine Person, die den Kanton Bern pro Monat 58'249 Franken kostet, gefolgt von zwei Personen, deren Inhaftierung und Betreuung je 50'000 Franken ausmachen. Diese drei befinden sich im Rahmen einer stationären Massnahme in einer psychiatrisch-forensischen Klinik im Kanton Zürich. Käser beantwortete mit diesen Aussagen eine Frage von Daniel Steiner-Brütsch (EVP/Langenthal). Laut Käser steigen die Kosten für die Inhaftierung und Betreuung von Straftätern aber immer mehr an, weil die Gerichte je länger, je mehr stationäre Massnahmen verhängten.

(sda/nc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patrick am 25.03.2014 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    Stoppt diesen Therapiewahnsinn

    Es wird Zeit, den Strafvollzug zu entpsychologisieren und die Täter wieder zu bestrafen.

  • Werner Sommer am 25.03.2014 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Milliardengeschäft Soziales

    Unser Sozialwesen ist der grösste Wirtschaftszweig in der Schweiz und fest in linker Hand. Es besteht in keinster Weise ein Interesse, dass das Sozialwesen kleiner warden sollte. So würden ja die Linken den Ast absägen auf dem sie sitzen. So heisst die Devise, mehr mehr mehr

  • Patrick am 25.03.2014 16:51 Report Diesen Beitrag melden

    Politik

    Es ist einfach immer noch nicht bei den Politikern angekommen. Es geht nicht um die Kosten per se, es geht darum was in diesen Kosten enthalten sind. Und meiner Meinung nach gehören Hobbies wie Thaiboxen, Luxusgüter wie Armani Deo und Rindsfilet nicht dazu. Von mir aus könnte Carlos im Monat 100'000Fr kosten wenn dies beinhaltet dass er in einem Steinbruch Steine Klopft!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Denise am 25.03.2014 19:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verbrechergerecht

    Schmeisst doch die Straftäter einfach in eine Zelle, zu dritt oder viert. Fernseher mit höchstens 10 Sendern und fertig. Am Tag sollen die Arbeiten und wenn sie nicht wollen, kein TV und Einzelhaft.

  • Dani Keller am 25.03.2014 19:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    masslos

    Wenns nicht das eigene Geld ist (sondern Steuergelder) , scheinen manche Beamten jedes Mass zu verlieren. KEINE Betreuung darf soviel kosten.

  • Stefan B am 25.03.2014 19:17 Report Diesen Beitrag melden

    Steuern

    Man muss sich das mal vorstellen. ca. 100 Durchschnittsverdiener zahlen einzig alleine Steuern um die Kosten eines einzelnen Straftäters abzudecken. Ich habe das Gefühl die Verantwortlichen hätten eine stationäre Behandlung nötiger als die Täter.

  • Bidetmeier am 25.03.2014 19:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kontrollgrenze

    Es soll Schweizweit eine obergrenze geben was ein krimineler kosten darfa. Ich wäre für 1000-15000 pro monat, alles was therapie kostet muss er selber berappen, ansonsten gibts keine. Auch kein sondersetting. Ist jemand schwerst psychisch krank lebenslange Verwahrung u punkt. Psychiater Überflüssig da er nicht mehr raus kommt. Taschengeld gibt es auch keins mehr. Und essen brauchts auch nicht immer fleisch u bestea bio produkt!

  • Rudi Richtig am 25.03.2014 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Knast auslagern

    am Beispiel unserer Konzerne lernen. Was in CH zu teuer wird ausgelagert. Es gäbe sicher Länder, die den Auftrag gegen gute SFr. gerne übernehmen würden. Die Erwartungen die Zeit dort absitzen zu müssen könnte manchen "Carlos " blitzartig resozialisieren!