Kirchdorf BE

04. Oktober 2017 15:35; Akt: 04.10.2017 15:35 Print

Entwichener Nasenbär schleicht durch die Wälder

Nachdem ein Baum auf sein Gehege gestürzt war, büxte ein Nasenbär aus. Er ist nun schon einen Monat unterwegs – und hat gute Überlebenschancen.

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Ein Nasenbär erlebt derzeit ein Abenteuer in der Freiheit. (Symbolbild / Keystone, Steffen Schmidt)

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Das Tier von der Grösse einer Hauskatze mit der rüsselartigen verlängerten Schnauze schleicht auf dem südlichen Ausläufer des Belpbergs, berichtet heute das «Thuner Tagblatt». Die Besitzerin Christine von Steiger vermisst den Nasenbär mittlerweile schon gut einen Monat.

Ein Baum war wegen eines heftigen Sturms auf das Gehege gestürzt, was dem kleinen Abenteurer die Flucht ermöglichte. Die anderen vier Nasenbären (ursprünglich aus Mittel- und Südamerika) fühlten sich anscheinend wohl in ihrem Zuhause und blieben dort. Das Suchen hat die Besitzerin bereits aufgegeben: Die Tiere seien zu flink und liessen sich draussen praktisch nicht einfangen. «Die Allesfresser sind eher scheu, aber sehr intelligent. Oft klettern sie auf Bäume, was das Einfangen zusätzlich erschwert» bestätigt Toni Röösli, Besitzer des Toni Zoos in Rothenburg LU. Auch er besitzt mehrere Nasenbären.

Gute Aussichten bis in den Winter

So wie es aussieht, kann der Aussreisser noch etwas in der Freiheit bleiben. Wenn der Winter beginnt, wird es für den Kleinen jedoch ungemütlich. Die Tiere wühlen sich nämlich mit der beweglichen Nase die Nahrung aus der Erde. Dennoch: «Ich habe schon von einem ausgebüxten Nasenbären in Luzern gehört, der anderthalb Jahre überlebt habe» erzählt Röösli. Der Nasenbär komme alleine gut klar. Er werde sich bei Winterbeginn einen Unterschlupf suchen, zum Beispiel bei einem Bauernhof.

(gro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Cira1206 am 04.10.2017 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Artgerecht Haltung?

    Es sollte verboten werden solche Tiere privat zu halten. Über Zoo's wird wird immer negativ komentiert da nicht artgerechte Haltung. Ist private Haltung artgerecht? Nein, nich weniger als im Zoo.

  • Ganzgenau am 04.10.2017 21:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frei oder gefährdet

    Soll man sich nun freuen, dass dieses Tier in Freiheit lebt, oder soll man sich Sorgen um den Nasenbär machen? hmmmm....

  • Naturia am 04.10.2017 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Die Freiheit...

    ...bedeutet mehr als nur täglich die Gewohnten Mahlzeiten zu erhalten. Und das kleine Tierchen ist eine Kämpfer-Natur, wie es ja schon bewiesen hat. Gerade von Menschen in Gefangenschaft weiss man ja auch, dass sie zu Hungerstreiks führen können. Insbesondere dann, wenn man zu Unrecht der Freiheit beraubt wurde!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Grummelstilzchen am 05.10.2017 13:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kuuuuul

    gut gemacht kleiner Nasenbär. Ich hoffe du hast noch eine frohe Zeit in Freiheit trotz Winter und kannst es geniessen frei zu Leben ich wünsch dir das dich keiner findet.

    • Martin am 06.10.2017 11:26 Report Diesen Beitrag melden

      Give me Liberty, or give me Death!

      Sie haben den Text schon gelesen, oder? Im Winter verhungert das Tier wahrscheinlich. Kein schöner Tod.

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  • Ganzgenau am 04.10.2017 21:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frei oder gefährdet

    Soll man sich nun freuen, dass dieses Tier in Freiheit lebt, oder soll man sich Sorgen um den Nasenbär machen? hmmmm....

  • Cira1206 am 04.10.2017 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Artgerecht Haltung?

    Es sollte verboten werden solche Tiere privat zu halten. Über Zoo's wird wird immer negativ komentiert da nicht artgerechte Haltung. Ist private Haltung artgerecht? Nein, nich weniger als im Zoo.

  • Naturia am 04.10.2017 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Die Freiheit...

    ...bedeutet mehr als nur täglich die Gewohnten Mahlzeiten zu erhalten. Und das kleine Tierchen ist eine Kämpfer-Natur, wie es ja schon bewiesen hat. Gerade von Menschen in Gefangenschaft weiss man ja auch, dass sie zu Hungerstreiks führen können. Insbesondere dann, wenn man zu Unrecht der Freiheit beraubt wurde!