Versuchter Betrug

29. Dezember 2017 10:32; Akt: 30.12.2017 00:30 Print

«Polizei» ruft an und will Geld

In der Region Bern konnten Betrüger, die mit der Nummer 117 anrufen, bisher rund 180'000 Franken erbeuten. Nun sind auch Fälle aus dem Oberland bekannt geworden.

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Spricht der Anrufer akzentfrei Hochdeutsch oder stellt er Fragen nach den finanziellen Verhältnissen, sollte man Verdacht schöpfen. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

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Wenn jemand mit der Nummer 117 anruft, sollte man stutzig werden. Die nationale Notrufnummer der Polizei kann nämlich von den Behören nicht dazu benutzt werden, Anrufe zu tätigen. Dennoch erschien in den letzten Tagen in der Region Bern die 117 mehrmals auf dem Display von Handybesitzern. Bei den Anrufern handelte es sich aber nicht um deinen Freund und Helfer, sondern um dreiste Betrüger.

Vor zehn Tagen warnte die Kantonspolizei Bern vor «falschen Polizisten», die in der Agglomeration Bern ihr Unwesen treiben. Nun sind die Betrüger auch im Berner Oberland aktiv, wie die «Jungfrau Zeitung» berichtet.

Bisher seien die Fake-Polizisten im Oberland aber leer ausgegangen, erklärt die Kapo. Anders als in der Stadtregion: Rund 180'000 Franken konnten die Betrüger dort bisher erbeuten.

Den grössten Teil des Geldes erschwindelten sich die Möchtegern-Polizisten in der Stadt Bern: «So hatten die Anrufer eine Frau im Verlauf mehrerer Telefonate aufgefordert, grosse Summen Bargeld abzuheben und diese an der Haustür angeblichen Interpol-Mitarbeitern zu übergeben. Die Frau kam dieser Aufforderung nach», wie einer Meldung der Kantonspolizei zu entnehmen ist.

Kapo gibt Tipps

Wer sich hinter den illegalen Machenschaften verbirgt, ist bisher nicht bekannt. Den Tipps der Kantonspolizei ist aber zu entnehmen, dass Misstrauen angebracht ist, wenn der Anrufer in akzentfreiem Hochdeutsch spricht und dazu auffordert, Bargeld abzuheben. Zudem sollten keinesfalls persönliche Angaben oder Informationen über die eigene finanzielle Lage am Telefon preisgegeben werden.

(ber)