Uni Freiburg

08. November 2017 17:52; Akt: 09.11.2017 11:49 Print

Gebühren steigen um 200 Franken – Studis empört

Die Semestergebühren der Universität Freiburg kosten bald 850 statt 650 Franken. Das sorgt für grossen Unmut unter den Studis.

storybild

Die Stemestergebühren sollen bis zu 200 Franken teurer werden. (Bild: Google Maps)

Fehler gesehen?

«Zur Verbesserung und Weiterentwicklung des Studiums» in der Universität Freiburg brauche es ein grösseres Budget, teilte die Rektorin kürzlich den Studenten via Studizeitung mit. Der Staat hat sich bereit erklärt, 17 Millionen Franken beizusteuern. Doch nun müssen auch Studenten tiefer in die Taschen greifen.

Umfrage
Sollen Studis für Erneuerungen an der Uni selbst aufkommen?

Studierende zahlen nur einen Bruchteil

Dass auch die Studis etwas zu Verbesserungen der Universität beisteuern müssen, war dem Rektorat von Anfang an klar,wie die Unizeitung Freiburg berichtet. «Alle Studierenden bezahlen bereits heute nur einen Bruchteil ihrer Ausbildung selbst», begründet Rektorin Astrid Epiney. Die Erhöhung der Gebühren betrage rund 35 Prozent, was der Uni immerhin vier Millionen Franken pro Jahr zusätzlich einbringt.

Mehr Nebenbeschäftigung – weniger Fokus aufs Studium

Die Studierendenschaft der Universität Freiburg (AGEF) trat nun mit einer Petition an die Öffentlichkeit, in der dazu aufgerufen wird, sich für die Studenten zu engagieren. Jean-Thomas Vacher, Co-Präsident der AGEF, sagt: «Ein Studium kostet bereits heute sehr viel Geld. Neben den Semestergebühren sind auch weitere Gebühren für die Prüfungseinschreibung fällig.» Er befürchtet, dass die Studenten – die ohnehin schon nebenbei arbeiten müssen – künftig noch mehr Beschäftigung suchen, um sich das finanziell leisten zu können. «Das kann zu einer Vernachlässigung des Studiums führen», sagt Vacher.

Teuerste Uni in der Westschweiz

Ein Vergleich zeigt, dass die Uni Freiburg nach der geplanten Gebürenerhöhung die teuerste Uni der Westschweiz wäre. Das gesteht auch Epiney ein, sie rechtfertigt es aber damit, dass in anderen Städten dafür die Lebens- und Wohnkosten deutlich teurer seien.

Ein höheres Budget werde investiert in die Schaffung von neuen Stellen in Lehrbereichen oder in Dienstleistungen wie ein Career Center. Das Rektorat ist demnach überzeugt, dass das investierte Geld den Studenten direkt oder indirekt wieder zugute komme.

Weiteres Vorgehen

In den kommenden Tagen wird das Rektorat den definitiven Antrag an den Staatsrat übermitteln. Im Verlauf vom November kann dann mit einem definitiven Entscheid der Politik gerechnet werden. Die AGEF will weiterhin mit Briefen und Demonstrationen gegen das Vorhaben vorgehen.

(nla)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vreni am 09.11.2017 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ewige Studenten

    Ja die lieben Studenten wollen immer alles gratis, die teuersten Ausbildungsplätze geschenkt und dann sahnen sie ab, jede Handbewegung wird verrechnet

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Vreni am 09.11.2017 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ewige Studenten

    Ja die lieben Studenten wollen immer alles gratis, die teuersten Ausbildungsplätze geschenkt und dann sahnen sie ab, jede Handbewegung wird verrechnet

    • Babedibubedi am 10.11.2017 01:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Vreni

      Sorry, aber sie haben keine Ahnung! Ein Studium kostet sehr viel Geld, sowohl den Staat als auch den Studierenden oder seinen Eltern. Ein sehr grosser Teil der Studenten arbeitet nebenbei. Es ist ein extrem kleiner Teil der ständig auf der faulen Haut liegt und ich bin mir sicher, dass es auch einzelne Büezer gibt, die das machen. Ich verstehe nicht, wieso man immer gegen Studenten oder eben Arbeiter hetzt. Leben und leben lassen, es braucht sowieso beides!

    einklappen einklappen