Urban Gardening

15. April 2013 18:49; Akt: 15.04.2013 18:49 Print

In Bern entsteht ein mobiler Garten

von Claudio Gagliardi - Innerstädtisches Gärtnern liegt auch in Bern im Trend: Die Stadt fördert dies mit einem Pilotprojekt.

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Elena (3) und Maia (2) Wullenmann sind ganz begeistert von ihrem kleinen Garten. (Bild: Christian Holzer)

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Rüebli statt Margritli: Was in Zürich bereits begonnen hat, soll nun auch in Bern Realität werden – das Urban Gardening, das Bepflanzen frei stehender Flächen in Grossstädten mit Gemüse.
Am Samstag ist es so weit: Beim alten Tramdepot im Burgerenziel wird der erste mobile Garten der Stadt eröffnet. Mobil deshalb, weil nicht in die Erde sondern in grossen Säcken Gemüse und Kräuter angepflanzt wird. «So können wir den Garten, wenn in zwei Jahren der Umbau des Areals beginnt, bequem weitertransportieren», sagt Walter Glauser von Stadtgrün Bern. Pläne wie in Zürich, Verkehrsinseln und Flächen bei Tram-Endhaltestellen zu bepflanzen, gibt es in Bern hingegen nicht. «Es gibt sicher angenehmere Jobs als auf Verkehrsinseln Unkraut zu jäten», so Glauser. Er bezweifelt auch, dass das Gemüse wegen des vorbeifahrenden Verkehrs besonders geniessbar sei.

Urban Gardening als Legislaturziel

SP-Gemeinderätin Ursula Wyss hat das Urban Gardening zu einem Kernziel ihrer Amtszeit gemacht. Sie ist begeistert vom Pilotprojekt und hofft, dass bald andere Flächen von urbanen Gärtnern in Beschlag genommen werden. Sie appelliert aber an die Bevölkerung: «Die Stadtregierung kann nicht aus eigenem Antrieb in der ganzen Stadt Gemüse anpflanzen lassen. Es braucht die Initiative und die Mitarbeit der Bevölkerung.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leser am 15.04.2013 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    Naiv

    Für Kinder mag das ja eine tolle Erfahrung sein, im grossen Stil lässt sich in einer Stadt aber kaum Gemüse anbauen. Es wäre leider sowieso damit zu rechnen, dass diejenigen, die das Gemüse anpflanzen, es kaum selber werden ernten können, weil das Gemüse von anderen gestohlen würde. Es gibt wichtigere politische Kernziele, als Hobbygärtnerei in ein paar städtischen Blumenbeeten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Leser am 15.04.2013 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    Naiv

    Für Kinder mag das ja eine tolle Erfahrung sein, im grossen Stil lässt sich in einer Stadt aber kaum Gemüse anbauen. Es wäre leider sowieso damit zu rechnen, dass diejenigen, die das Gemüse anpflanzen, es kaum selber werden ernten können, weil das Gemüse von anderen gestohlen würde. Es gibt wichtigere politische Kernziele, als Hobbygärtnerei in ein paar städtischen Blumenbeeten.

    • Pia ZumBrunn am 16.04.2013 09:44 Report Diesen Beitrag melden

      Leben

      Ich habe schon Hochhäuser gesehen, die an der ganzen Aussenwand mit Kisten versehen begartnet werden. Oder all die Flachdächer...da ist noch ein riesen Potential und dadurch Freiheit, ein bisschen.

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