«Tanz dich frei»

26. November 2012 18:12; Akt: 26.11.2012 18:22 Print

Junge Berner liessen Party-Politiker hängen

Grosser Rückschlag für Pro Nachtleben Bern: Präsident Thomas Berger verpasste den Einzug in den Stadtrat - und nicht nur er. Jetzt ist die Enttäuschung gross.

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Tausende junge Leute an der «Tanz dich frei»-Demo in Bern.

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18' 000 junge Leute konnte Pro Nachtleben Bern für die «Tanz dich frei»-Demo im Juni mobilisieren. Die jungen Berner an die Urne zu locken, ist ihnen aber bei den Gemeindewahlen nicht gelungen. Besonders bitter: Nicht einmal Thomas Berger, Präsident von Pro Nacht­leben Bern, hat den Einzug in den Stadtrat geschafft.

«Ich bin sehr enttäuscht, das ist eine Niederlage für eine ganze Generation», meint der junge Freisinnige, der nur 1266 Stimmen erhielt. Auch die Juso erhielt zu wenig Stimmen, um einen Sitz im Stadtrat zu ­ergattern – die Junge Alternative verlor sogar einen.

«Die Jungen tragen eine Mitschuld»

Dabei hätten die jungen Politiker die Werbetrommel lautstark geschwungen, meint Politikexperte Mark Balsiger: «Thomas Berger ist ein überzeugender Wahlkampf gelungen, er gab alles.» Doch die ­18- bis 24-Jährigen würden sich seit langem deutlich schwächer an Wahlen beteiligen als alle anderen Alterskategorien.

«Die Jungen tragen eine Mitschuld daran, dass Leute aus ihren Reihen nicht im Stadtparlament mitmischen können», meint Balsiger. Auch ­Daniel Wyss (CVP), Mitglied von Pro Nachtleben, bleibt im Stadtrat aussen vor. «Wir lassen den Kopf aber jetzt nicht hängen und kämpfen weiter für ein attraktives Nacht­leben.»

(sie)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Stef Berner am 28.11.2012 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    Party nicht weit

    Bern ist und bleibt eine gemütliche kleine Touristenstadt. Wer wirklich Party machen will geht in die Metropolen Zürich oder Genf. Zum Glück leben wir in einem so kleinen Land wo die Städte nicht weit Auseinander liegen.

  • Dominik am 27.11.2012 15:27 Report Diesen Beitrag melden

    Schon mal daran gedacht, dass

    nicht alle Jugendlichen genau das wollen, was Pro Nachtleben Bern die ganze Zeit fordert? Ausgang und Party machen ist ja grundsätzlich durchaus super, aber nicht jeder Jugendliche steht drauf ständig unter Party-wütigem Volk seine Freizeit zu verbringen. Ausserdem empfinde ich diese ganze Diskussion um Einschränkungen im Nachtleben langsam aber sicher als "Jammern auf hohem Niveau." Uns geht es hier in der Schweiz und auch in Bern sehr gut. Wir sind und bleiben bez. Nachtleben immer noch sehr priviligiert. Darum hat auch nicht jeder Jugendliche entsprechend der generellen Erwartung abgestimmt

    • Könizer am 28.11.2012 16:23 Report Diesen Beitrag melden

      Schon mal daran gedacht, dass

      nicht alle die in Bern in den Ausgang gehen, auch abstimmen konnten? Ich wohne in der Gemeinde Köniz (40'000 Einwohner), mit dem ÖV in 10 Minuten am Bahnhof Bern, leider kann ich nicht abstimmen in der Stadt... Genau gleich wie Jugendliche aus Ostermundigen, Ittigen, Bolligen, Belp etc. Aber Sie haben schon recht, es muss nicht heissen, dass das auch alle wollen... Aber viele!

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  • Hans Kummerbueb am 27.11.2012 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    Pro was?

    Glaub doch alles ihr Schäfchen! Das "Tanz dich Frei" wurde doch nicht von Pro Nachtleben organisiert und auch die 18`000 Leute wurden doch nicht von Pro Nachtleben mobilisiert sondern von einer eigenständigen Organisation Tanzdichfrei: oder war das auch etwa Pro Nachtleben Bern?

  • Roger S. am 27.11.2012 09:02 Report Diesen Beitrag melden

    Willkommen

    Von den 18'000 waren 16'734 Leute aus purer Sensationslust dabei, welche schlicht und einfach die Situation ausgenutzt haben. Da war nichts mit Demo und politischem Engagement. Willkommen am Boden, Herr Berger.

  • Silvio Foiera am 26.11.2012 23:31 Report Diesen Beitrag melden

    Naives Denken

    Was hat er denn erwartet? Das eine Horde Leute welche schnell mal "Party" machen wollen und sich danach einen Dreck darum scheren, ob es Schäden gab und wie der Abfall wegkommt, tatsächlich Verantwortung übernehmen und sich politisch engagieren? Da kennt Thomas Berger seine Klientel wohl schlecht.

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