Eiseskälte

12. Dezember 2012 18:30; Akt: 12.12.2012 18:30 Print

Knochenbrüche wegen vereisten Trottoirs in Bern

Knochenbrüche und Schädelbrummen: Die Berner Trottoirs sind zurzeit die  reinsten Eisfelder. In der Bevölkerung regt sich Widerstand. Die Behörden wollen Handeln.

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Rutschige Angelegenheit: Berns Gehwege in den Quartieren sind vereist. (Bild: CHO)

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Durch die Kältewelle haben sich in Berns Quartieren die Trottoirs in rutschige Eisbahnen verwandelt. Diese prekären Strassenverhältnisse verärgern Passanten: «Ich muss im Schneckentempo gehen, damit ich nicht ausrutsche. Es ist kaum gesalzen. Ich habe das Gefühl, es wird von Jahr zu Jahr schlimmer», so Reinold Hauswirth (74) aus Bern.

Beim Tiefbauamt ist das Problem ­bekannt: «Ein Grund kann sein, dass der Splitt im angetauten Eis eingesunken ist und dadurch nicht mehr richtig wirkt», so Martin Schneider, Leiter Winterdienst. Gibt es zu wenig Fussgängerverkehr auf dem Trottoir, greife man eher zu Splitt – Salz wirke nicht schnell genug. Der Winterdienst ist aber zurzeit daran, vor allem bei den gefährlichen Stellen, bedarfsorientiert beides zu streuen.

«Wir mussten schon Büroangestellte abberufen»

Gefährlich bleiben die Gehwege trotzdem. Die daraus ­resultierenden Stürze verliefen nicht immer glimpflich. «Wir verzeichneten in den letzten ­Tagen saisonal bedingte Arm, Rippen- sowie Beinbrüche und Kopfverletzungen wegen Stürzen auf Eis», so Aris Exadaktylos, Leitender Arzt am Notfallzentrum des Inselspitals.

Besser sieht es in Thun aus, hier sind laut Stadtingenieur Rolf Maurer die Trottoirs nicht vereist. Damit das so bleibt, wird unter Hochdruck gearbeitet: «Wir mussten schon Büroangestellte abberufen, um uns zu unterstützen.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Der Rütsch-Turi am 12.12.2012 20:21 Report Diesen Beitrag melden

    Auch bei uns nicht besser

    Auch in Bremgarten BE haben wir tolle Hechte, die keine Trottoirs vom Eis befreien

  • Susanne am 13.12.2012 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Fortsetzung

    2. Teil: Zudem versperrt der aufgetürmte Schnee mir öfters den Zugang zu den Fussgängerstreifen. Also muss ich zuerst mühsam über diese Berge klettern - ohne Seil! - nur mit Winterstiefeln ;-) um dann nach vorsichtigem Überqueren, möglichst ohne Überfahren zu werden, auf der anderen Seite den anderen Schneeberg vorfinde. Ist nicht gut durchdacht das ganze System.

  • Chris von Swiss am 13.12.2012 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    Logisch

    Die Reitschule muss halt auch finanziert werden, da bleibt kein Geld mehr übrig für Strassenräumung!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • florance am 14.12.2012 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Trottoirreinigung

    Vergessen Sie BITTE nicht die Talackerstrasse, die Trottoirs sind sehr schlecht von Eis befreit

  • Fredy am 13.12.2012 22:46 Report Diesen Beitrag melden

    Rechnung

    gute Winterschuhe mit spikes gibts ab ca 60-100 Franken und halten wenn man viel läuft locker 10 jahre (wenn man sie pflegt. ich denke es käme den Staat billiger, jedem gratis schuhe abzugeben und ein Winterschuhobligatorium einzuführen. Die Rechten sind zufrieden weil der Staat Geld spart, die Linken sind zufrieden weil wieder etwas staatlich reguliert worden ist, und irgendein Grosskonzern ist zufrieden weil er 8 Millionen Schuhe herstellen darf. nicht ganz ernst gemeint, löst aber das Problem kostengünstig und wird nie durchgesetzt, weil man sich nicht auf eine Schuhfarbe einigen kan

  • Dr Bärner am 13.12.2012 20:01 Report Diesen Beitrag melden

    Madame De Meuron

    "Dir sit aus verwöhnti Jammeri!" würde Madame De Meuron wohl sagen. Und ich meine:"Lüpfet doch eifach d Scheiche u lueget wo dir häre stoglet!" Bei dieser Kälte gibt es halt Eis ist jedes Jahr so. Und jedes Jahr frage ich mich was in den hübschen Köpfen gewisser Geschöpfe vor sich geht, die Winterschuhe mit hohen Absätzen kaufen. Turnschuhe ist ja das eine aber Winterschuhe die Nutzlos sind... na ja: Vielleicht warten diese auf den Prinzen der sie übers Eis trägt.

    • Kritiker am 15.12.2012 21:49 Report Diesen Beitrag melden

      Keine anderen Sorgen

      Ganz Ihrer Meinung! Auf der Welt hungern viele Menschen und wir (ich nicht, aber zumindest viele Schweizer) beschweren sich, weil die Strassen nicht eisfrei sind? Bitte liebe Schweizer, beschwert euch über Dinge, über die es sich zu beschweren lohnt. P.S.: Wird in der Schweiz schwierig, da wir (verglichen mit anderen Staaten) in einem Paradies leben.

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  • Alex am 13.12.2012 18:21 Report Diesen Beitrag melden

    Eigenverantwortung!?

    Es ist Winter, leute. In der frühen 80igern gabt's ordentlich Eisregen, und es ging trotzem. Heute gibt's diverse Spikes/Ketten für Schuhe, das gab's damals nur in Form von Ungetümen. Wie wär's mit Eigenverantwortung?!

  • R.W. am 13.12.2012 14:16 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur falsches Schuhwerk

    Dies verwundert mich nicht. Ich bin kürzlich vom Obergericht die Schanzenstrasse Richtung Bubenbergplatz spatziert und umgefallen. Ich habe Winterschuhe mit dicken profilierten Sohlen getragen und dennoch bin ich auf dem eisigen trottoir umgefallen. Ich frage mich oft, wo der Kanton sein Geld verlocht.. Jetz wos eisig kalt ist und alles gefriert, sollte man doch handeln. Vorallem auf dieser vielbenutzten Strecke: Länggasse - Bubenbergplatz.