Neue Schützenmatte

20. Mai 2015 15:00; Akt: 21.05.2015 08:53 Print

Kunstmeile und neuer Aaresteg für Bern

von Sonja Mühlemann - Die Hodlerstrasse, der Aarehang und die Schützenmatte sollen umgestaltet werden. Der Parkplatz wird im Sommer aufgehoben und multifunktional genutzt.

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Ein neuer Boulevard für Bern statt einer lärmigen Durchgangsstrasse: Die Hodlerstrasse soll zur Kunstmeile werden und einen «repräsentativen Charakter» erhalten – dies wünscht sich das Begleitgremium zur Umnutzung der Schützenmatte. «Es könnte etwa eine Baumallee gepflanzt und der Fussgängerbereich ausgebaut werden», sagt Juerg Luedi, Projektleiter von NEUstadt-lab 2015.

Drogenanlaufstelle soll bleiben

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Weiter sollen das Kunstmuseum und der Progr besser miteinander verbunden werden – etwa indem die Passerelle zwischen dem Progr und dem Haus der Kantone für Fussgänger geöffnet wird. Und weiter: «Wir wünschen uns einen neuen Aaresteg, der das Kunstmuseum mit dem Botanischen Garten verbindet», so Luedi. Zudem sollen sich mehr Läden und Boutiquen in die Gebäude an der Hodlerstrasse einmieten und Passanten anziehen. «Neben der Bundesgasse war die Hodlerstrasse schliesslich einst als repräsentativer Boulevard in der Bundesstadt geplant.» Die Pläne sollen aber nicht zu Lasten des Autoverkehrs gehen: «Das Verkehrsvolumen soll nicht reduziert, aber anders gelenkt werden», sagt Luedi. Weiter soll die Drogenanlaufstelle besser integriert werden. Es sei nicht die Idee, die Süchtigen auszugrenzen, sondern den Standort qualitativ zu unterstützen.

Konzerte und Bars

Die neue Nutzung der Hodlerstrasse ist Teil des neuen Nutzungskonzepts für die Schützenmatte – damit will die Stadt das Problem des «Drogen Drive-In» angehen. Eine Studie zur Reitschule kam zum Schluss, dass viele Probleme mit Dealern und dem Konsum harter Drogen daher rühren, dass das alternative Kulturzentrum an den grossen und unübersichtlichen Parkplatz grenzt. Eine Belebung des Platzes würde Abhilfe schaffen.

Und genau dies wird nun zwischen dem 30. Juli und dem 27. September geprobt: Die Parkplätze auf der Schützenmatte werden aufgehoben und die Stadtberner können sich auf der Fläche austoben. «Es können erste Erfahrungen gesammelt werden, wie der Platz einst von verschiedenen Interessengruppen als multifunktionaler Kunst- und Kulturraum für vielfältige Begegnungen genutzt werden könnte», beschreibt Luedi die Idee. Während 60 Tagen werden unter anderem Konzerte und Feste stattfinden, Künstler auf und es werden Cafés und Bars eingerichtet.

«Auf einem Teil des Platzes werden Kies und Sand für eine Urban Gardening-Komfortzone angehäuft und die ContainerCity wird ein offenes Klassenzimmer beherbergen», sagt Luedi. Die Ideen wurden beispielsweise im vergangenen Sommer während des dreitägigen Labors Schützenmatte gesammelt. Die Stadtberner seien nun eingeladen, auf den Parkfeldern Neues auszuprobieren: «Ideen können spontan eingebracht werden – von Theaterstücken bis zum mobilen Laden ist alles denkbar.»

Ab dem 1. Juni können sich Interessierte via Website und ab dem 30. Juli vor Ort anmelden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sandro Mueller am 20.05.2015 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Toll! Gut gemacht!

    Danke an die Rot-Grün Wähler Politik! Und wer bezahlt die Parkgebührausfälle wenn nicht geparkt werden darf? Ihr etwa? Wer bezahlt dann die Alternativen, welche dort stattfinden? Klar der Steuerzahler... und wenns längerfristig gebraucht wird, erhöht man die Parkgebühren um die Reithalle um die Ausfälle wieder rein zu kriegen und Tempo 30. dass die Alternativen auch ihre Ruhe haben, neben den Dealern und Junkies nicht gestört werden! Macht alles platt und ein grosses Einkaufszentrum mit Parking! Leider entscheiden in Bern nicht diejenigen, welche die meisten Steuern zahlen!!!

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  • Rene am 20.05.2015 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genau so

    Ja lasst uns den lieben Jungs aus der Reithalle noch mehr Raum bieten und sie belohnen für ihre Weigerung schon nur an der Mediation mit dem Gemeinderat teilzunehmen.

  • Dänu am 20.05.2015 12:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht einverstanden!

    Ist doch klar was da passiert... Alternativ Bierflaschen schmeissen? Alternativ Polizei ins Falsche Licht rücken? Alternativ das unschuldige Lamm spielen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Küsä am 21.05.2015 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Traumtänzer

    Wozu ein neuer Aaresteg und wo denn? Unten auf Aarehöhe oder oben auf Höhe Kunstmuseum? Ein bisschen weiter unten gibt es die Lorraine-Brücke. Mit dem Velo eh kein Problem die paar Zusatzmeter zu fahren. Wo sollen sich denn die Boutiquen bitteschön einmieten? Die Gebäude sind doch alle bis unter's Dach in Verwendung. Leute, das sind Utopien, nichts weiter.

  • E rächte Bärner am 21.05.2015 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    Demonstrationsfreiheit

    Bin ja gespannt, was passiert, wenn nach der nächsten Demo mit Ausschreitungen das Areal verwüstet wird .....dann können sich die Linken untereinander bekriegen und den schwarzen Peter zuschieben :-)

  • hans am 21.05.2015 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    Geld.Geld.Geld

    Woher kommt das Geld für die neue Instruktion? Der KantonBern und die Stadt Bern jammert es sei kein Geld vorhanden.

    • Burgerin am 21.05.2015 13:01 Report Diesen Beitrag melden

      Wir sind eben "öppis bessers"

      und müssen es bei anderen Kantonen eintreiben! Etwas kann nicht stimmen, was da abgeht. Beamte wie rote Hunde, Spitzengehälter, Frühpensionierung wie in keinem Kanton und leere Kassen trotz hoher Steuern. Wie machen wir das bloss?

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  • Tom am 20.05.2015 22:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hört auf mit der Kunst

    Mit dem Mist, werden ein paar. Nichtsnutze mit Millionen gefüttert. Die sogenannten Künstler sollen besser mal den Bremgartenwald säubern. Das würde sicher auch als Kunstprojekt durchgehen.

  • Grüner am 20.05.2015 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache für Velofahrer wird

    gesorgt. Wege und Parkplötze alles auf Kosten der Steuerzahler.