Drei Rappen Zinsen?

24. Januar 2018 16:43; Akt: 24.01.2018 16:43 Print

Kursaal-Schriftzug nach 6 Jahren wieder zurück

Vor sechs Jahren wurden die berühmten Buchstaben des Kursaal-Schriftzugs für 54 Franken versteigert. Nun kauft sie der Kursaal zurück. Sie könnten bald als Kunstobjekte gebraucht werden.

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Im Januar 2012 machte der Kursaal Bern mit dem Verkauf der Buchstaben des legendären Kursaal-Schriftzugs Schlagzeilen. Jetzt sind die Lettern wieder zurück beim ursprünglichen Besitzer, wie «Telebärn» am Dienstag berichtete.

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Jeder konnte Ende 2011 auf Ricardo mitbieten und sich die Buchstaben des Kursaal-Schilds unter den Nagel reissen. Den Zuschlag erhielt damals Valentin Pfisterer. Für lächerlich wirkende 54 Franken ersteigerte sich der Lasertechniker aus Bern den Schriftzug.

«Wert ist im Kursaal am grössten»

Die Lettern wurden eingelagert und keiner Zwischennutzung zugeführt, bis sie knapp sechs Jahre später wieder unter den Hammer kamen.

Als der Kursaal Wind davon bekam, unterbreiteten sie Pfisterer ein Angebot, das er annahm. «Den grössten Wert haben die Buchstaben, wenn sie im Besitz des ursprünglichen Eigentümers sind», erklärte Pfisterer gegenüber dem Fernsehsender.

Preis bleibt geheim

Aber wie viel waren dem ursprünglichen Besitzer die Buchstaben nun genau wert? Kevin Kunz, CEO des Kursaals: «Wir haben uns gütlich geeinigt. Es sind aber Zinsen und Zinsenzinsen zum ursprünglichen Betrag dazu gekommen.»

20 Minuten hat nachgerechnet: Wären die 54 Franken vor sechs Jahren auf ein Sparkonto mit einem Zinssatz von 0,01 Prozent eingezahlt und dort gelassen worden, hätten sich während der Jahre ganze drei Rappen Zinsen angehäuft.

Es ist aber anzunehmen, dass der Preis höher als 54,03 Franken, zumal Pfisterer damals auch noch die Demontage des zwei Tonnen schweren Schriftzugs berappen musste. Wie hoch die Kaufsumme effektiv ist wollen aber beide Parteien nicht angeben.

Bald Kunstobjekt?

Auf Anfrage sagt Kunz: «Der Preis stimmt für beide Seiten und das ist gut so.» Denn der Kursaal plane für Teile der zukünftigen Anlässe eine Zusammenarbeit mit Pfisterer.

Wie die heimgekehrten Buchstaben nun eingesetzt werden, ist noch nicht bekannt. «Eine Verwendung als Wegweiser oder Kunstobjekte ist denkbar», so Kunz. Zurzeit sind die Lettern im Kursaal eingelagert – wie die letzten sechs Jahre wieder in einem Keller.

(ber)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • lol am 24.01.2018 20:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    fact.

    praktisch keine Komentare, für das dass schon einige die Letzte auswahlmöglichkeit von der Umfrage gewählt haben.

  • Tanner Gödu am 26.01.2018 06:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieder nichts!

    Jetzt ist dieser Schriftzug schon wieder verkauft worden, ohne dass ich berücksichtigt worden wäre! Dabei möchte ich schon lange unbedingt solche Lettern haben, Gopfriedschtutz!

  • kiki am 25.01.2018 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Strom

    Die hätte ich nie und nimmer gekauft. Ich will doch keine Eucherstromrechnung!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tanner Gödu am 26.01.2018 06:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieder nichts!

    Jetzt ist dieser Schriftzug schon wieder verkauft worden, ohne dass ich berücksichtigt worden wäre! Dabei möchte ich schon lange unbedingt solche Lettern haben, Gopfriedschtutz!

  • kiki am 25.01.2018 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Strom

    Die hätte ich nie und nimmer gekauft. Ich will doch keine Eucherstromrechnung!

  • lol am 24.01.2018 20:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    fact.

    praktisch keine Komentare, für das dass schon einige die Letzte auswahlmöglichkeit von der Umfrage gewählt haben.

  • Gerald Bindt am 24.01.2018 18:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Materialwert höher.

    Aber ein Ausschreibungswettbewerb mit einer neuen Schrift wäre sinnvoller.