Sprengsystem aus Reichenbach

08. Januar 2018 05:47; Akt: 08.01.2018 05:47 Print

Berner beschützen Kanadier vor Lawinen

von Mira Weingartner - Wegen Lawinengefahr musste der Trans Canada Highway in Kanada immer wieder gesperrt werden. Dank einer Firma aus Reichenbach ist die Gefahr nun massiv kleiner.

Hier wird mit dem System aus Reichenbach kontrolliert eine Lawine gesprengt. (Video: zvg)
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Der Trans Canada Highway #1 ist die wichtigste Ost-West- Strassenverbindung in Kanada. Die über 7000 Kilometer lange Autobahn – die längste Verkehrsachse der Welt – führt durch dichte Wälder, an Seen vorbei und über Pässe. Im Gebiet von Revelstoke, im Südosten der Provinz British Columbia, schlängelt sich die Staatsstrasse an steilen Abhängen vorbei. Während der Winterzeit besteht an vielen Stellen Lawinengefahr.

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Doch im wilden, steilen Gelände, wo unberechenbare Wetterbedingungen herrschen, gestaltet es sich äusserst schwierig, Sicherungsarbeiten vorzunehmen. So wurde ein Familienbetrieb aus dem Kandertal im Berner Oberland um Hilfe gebeten.

Sprengung per Fernsteuerung

Die Wyssen Avalanche Control AG installierte entlang des Trans Canada Highway Lawinensprengmasten – im Auftrag des kanadischen Staates. Mit dem patentierten System können Sprengsätze per Fernsteuerung gezündet und Lawinen ausgelöst werden. Besonders gefährliche Strassenabschnitte sind dank der Technologie aus Reichenbach nun entschärft. Auch werden die Einwohner weniger von der Umwelt abgeschnitten: Die Schliessungszeiten der wichtigen Verkehrsverbindung konnte seit der Installierung auf 50 Prozent reduziert werden.

Berner Betrieb löst in Kanada Lawinen aus

Erst am 29. Dezember wurde zum letzten Mal kontrolliert eine instabile Schneedecke gesprengt. «Unser System ermöglicht es, sehr einfach und schnell zu jeder Tages- und Nachtzeit und bei jedem Wetter Sprengungen durchzuführen», sagt Geschäftsführer Samuel Wyssen (47).

Vier Cousins führen Betrieb

Zusammen mit seinen drei Cousins führt er den 1926 gegründeten Betrieb. Anfänglich war die Wyssen AG hauptsächlich auf Seilbahnen, später auch auf Sprengseilbahnen spezialisiert. «Im Lawinenwinter 1999 gelang uns dann der Durchbruch mit den Sprengmasten», erzählt Wyssen. Damals habe man erstmals einen Prototypen der heutigen Vorrichtungen auf den Markt gebracht.

Dank grossem Einsatz des über 30-köpfigen Teams sei man mittlerweile zum Marktführer geworden. «Weltweit gibt es in dieser Nische nur drei ernsthafte Unternehmen, die solche Techniken anbieten», sagt Wyssen. So exportiert das Berner Unternehmen nicht nur in den Norden Amerikas, sondern auch nach Chile, Norwegen oder Österreich. Wyssen: «Da die Mobilität der Gesellschaft weltweit zunimmt, können wir weiterhin expandieren.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Böser Mann am 08.01.2018 06:28 Report Diesen Beitrag melden

    Sprengmasten

    Mit 12x 5Kg Sprengstoffvorrat also 60Kg hoch wirksamen Sprengstoff in der Gegend zu verteilen macht nur Sinn wenn niemand weiss was es ist oder wo es Steht. Nichts wissen ist in diesem Fall besser.

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  • Sch. Lecht am 08.01.2018 09:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Mit über 7000 km stellt der TCH sowohl die einzige durchgehende transkontinentale Straßenverbindung Kanadas als auch die drittlängste Straßenverbindung der Welt dar. Die Transsibirische Straße in Russland und der Highway 1 in Australien sind länger als der TCH.

  • Michi Weber am 08.01.2018 08:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aber nein

    Blödsinn. Es ist soch Gott der solche Bergstürze verursacht um die Menschen für Ihr Bosheit zu bestrafen. Dass sollte ein christliches Volk wissen. Darum soll man aufhörn fürs Geld zu arbeiten wie s die Bibel sagt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sch. Lecht am 08.01.2018 09:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Mit über 7000 km stellt der TCH sowohl die einzige durchgehende transkontinentale Straßenverbindung Kanadas als auch die drittlängste Straßenverbindung der Welt dar. Die Transsibirische Straße in Russland und der Highway 1 in Australien sind länger als der TCH.

  • Michi Weber am 08.01.2018 08:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aber nein

    Blödsinn. Es ist soch Gott der solche Bergstürze verursacht um die Menschen für Ihr Bosheit zu bestrafen. Dass sollte ein christliches Volk wissen. Darum soll man aufhörn fürs Geld zu arbeiten wie s die Bibel sagt.

    • M.K. am 08.01.2018 09:29 Report Diesen Beitrag melden

      Gott

      Hallo Michi, in der Bibel steht, dass wir fleissig wie die Ameisen arbeiten sollen. Im heutigen System geschieht dies um Geld zu verdienen. Zudem ist im NT von einem liebenden, nicht von einem strafenden Gott die Rede. Gott bestraft uns nicht, er lässt allenfalls Leid zu und wir müssen für unser Handeln die Konsequenzen tragen.

    • Blue Angel am 08.01.2018 10:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Michi Weber

      Ich frage mich, ob Gott dich arbeitslos gemacht hat? Ob Gott oben am Berg steht und den Berg runterstupft? Und warum Gott denn nicht alle Menschen für ihre sog. Bosheit straft? Er straft dich jedoch kaum, einen solchen Artikel zu posten?

    • Thora Berger am 08.01.2018 19:19 Report Diesen Beitrag melden

      Aber nein

      Ich hoffe dich trifft nie eine Lawine.

    • Chrümel am 08.01.2018 22:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Michi Weber

      Und du bist sicher der Erste welcher arbeitet ohne Geld zu erhalten. Träume weiter. Aber aufpassen wenn du erwachst - nicht dass dir die Bibel noch auf den Kopf fällt

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  • Böser Mann am 08.01.2018 06:28 Report Diesen Beitrag melden

    Sprengmasten

    Mit 12x 5Kg Sprengstoffvorrat also 60Kg hoch wirksamen Sprengstoff in der Gegend zu verteilen macht nur Sinn wenn niemand weiss was es ist oder wo es Steht. Nichts wissen ist in diesem Fall besser.

    • P lehmann am 08.01.2018 07:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Böser Mann

      Quatsch man geht dort in den Baumarkt und nimmt es aus dem Regal. Hochwirksam sind die dort verwendeten Sprengstoffe eher selten, für Lawinen benutzt man normal den langsamen mit 5800 m/s Ausdehnung. Und böse Männer die sich informieren googlen, ist einfacher.

    • Tamara am 08.01.2018 08:34 Report Diesen Beitrag melden

      Böse Frau

      Auch Frauen können böse sein. Gleichberechtigung und so.

    • Joachim am 08.01.2018 08:57 Report Diesen Beitrag melden

      Hey, Kanada!

      Wir reden hier von Kanada, wo man nett beschimpft wird und sich jeder 1000x entschuldigt. Ich hätte gar keine Angst, diesen Sprengstoff in der Gegend rumliegen zu lassen...

    • Heiri am 08.01.2018 10:37 Report Diesen Beitrag melden

      Ach was

      Die Türme sind garantiert gesichert, und wenn sich doch jemand nähert, kann man ihn oder sie ganz einfach die Felswand runtersprengen.

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