Bettenhausen BE

09. Februar 2018 11:50; Akt: 09.02.2018 13:17 Print

«Mächtigster Bauer im Dorf» baute Gras an

Ein Oberaargauer Landwirt soll in seinem Maisfeld Hanf angebaut haben. Laut einem Medienbericht hat ihn wohl ein Ortsansässiger verpfiffen.

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In einem Maisfeld wurden letzten Herbst Hanfpflanzen sichergestellt. Im Dorf scheint jeder zu wissen, wessen Maisfeld es war. (Bild: Keystone/Mathew Sumner)

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Erst vor wenigen Tagen kam heraus, dass im September in Madiswil 70 Kilo Gras und Haschisch gefunden wurden. Jetzt macht der Oberaargau in Sachen Drogen erneut Schlagzeilen: Beim «mächtigsten Bauern des Dorfes Bettenhausen» sei etwa zur gleichen Zeit ein Hanffeld ausgehoben worden.

Wie das «Langenthaler Tagblatt» am Freitag berichtet, hat die Kantonspolizei Bern im vergangenen September in Bettenhausen eine Hausdurchsuchung durchgeführt, bei der unter anderem mehrere Hanfpflanzen sowie Betäubungsmittel sichergestellt wurden.

Hunde und büschelweise Pflanzen

Die Polizei informierte erst im Januar, doch eine anonyme Quelle habe sich bereits im Oktober 2017 gegenüber dem «Langenthaler Tagblatt» geäussert. Es sei von einem polizeilichen Grossaufgebot mit Hunden und dem büschelweisen Abtransport von Pflanzen berichtet worden.

Auf Nachfrage nach Beweisen und nicht anonymisierten Auskünften folgte lediglich ein verwackeltes Bild. Als Grund für die Anonymität wurde angegeben, der beschuldigte Landwirt verfüge über viel Macht im Dorf – so viel Macht anscheinend, dass er die «Existenzgrundlage des Absenders gefährden könnte», wie die Zeitung weiter schreibt.

Doch trotz der Angst vor dem mutmasslichen Hanf-Bauern sei es wahrscheinlich jemand aus dem Dorf, der sich an die Polizei gewendet und den Landwirt verpfiffen habe, berichtet das Tagblatt. Die polizeilichen Ermittlungen laufen, und solange nichts bewiesen ist, gilt für den Bauern die Unschuldsvermutung.

(ber)