Asylunterkünfte

23. Dezember 2015 10:27; Akt: 23.12.2015 15:26 Print

Mehr Asylplätze in der Agglomeration Bern

Vorübergehend sollen hundert weitere Flüchtlinge im Berner Zieglerspital einquartiert. Auch in Köniz wird die Kapazität von 100 auf 150 erhöht, zusätzlich ziehen 30 UMA's in ein Pfadiheim.

storybild

Ab Ende Jahr sollen hundert zusätzliche Flüchtlinge im Zieglerspital untergebracht werden. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

Zum Thema
Fehler gesehen?

In der Region Bern werden in den nächsten Tagen rund 180 zusätzliche Plätze für Asylsuchende geschaffen. Ins Berner Zieglerspital ziehen weitere 100 Asylsuchende, das Aslyzentrum in Niederscherli nimmt 50 weitere Personen auf. Im Berner Pfadiheim Nydegg finden 30 Kinder und Jugendliche Unterschlupf.

Der Kanton Bern benötigt zurzeit dringend rund 800 zusätzliche Plätze im Asylbereich. Vor diesem Hintergrund will unter anderem die Berner Stadtregierung Hand bieten für weitere Unterkunftsplätze, wie sie am Mittwoch in einer Mitteilung schreibt.

Bundesasylzentrum ab Mitte 2016

Die Aufnahmekapazität im Berner Zieglerspital kann kurzfristig auf 200 Personen verdoppelt werden. Für die zusätzlichen Asylsuchenden wird ein weiteres Geschoss im sogenannten Renferhaus hergerichtet. Dafür sind Investitionen für den Brand- und Personenschutz an, die vom Kanton übernommen werden.

Die ersten zusätzlichen Asylsuchenden werden voraussichtlich schon vor Ende Jahr einziehen. Die Unterbringung ist auf sechs Monate befristet. Bereits im Herbst einigten sich Stadt und Kanton Bern, dass in dem leerstehenden Spital Flüchtlinge untergebracht werden sollen.

Ab Mitte 2016 soll im ehemaligen Betten- und Behandlungstrakt ein Bundesasylzentrum den Betrieb aufnehmen. Bis dahin wird das Renferhaus auf dem Gelände als temporäre Kollektivunterkunft zwischengenutzt.

Gute Erfahrungen in Köniz

In Köniz lobt man die guten Erfahrungen mit dem bisherigen Betrieb eines Asylzentrums in der Zivilschutzanlage Bodengässli im Ortsteil Niederscherli. Dies und die weiterhin herausfordernde Situation im Asylwesen habe die Gemeinde zu ihrem Entscheid bewogen, heisst es in einer Mitteilung der Behörden vom Mittwoch.

Schliesslich werden im Pfadiheim Nydegg in Bern ab Januar bis zu 30 unbegleitete, minderjährige Asylsuchende (UMA's) vorübergehend Unterschlupf finden, wie die für die Betreuung der jungen Asylsuchenden zuständige Zentrum Bäregg AG am Mittwoch mitteilte.

Die Kinder und Jugendlichen sollen im Pfadiheim in altersgerechten Tagesstrukturen betreut werden. Der Pfadibetrieb soll in gewohntem Rhythmus weitergeführt werden. Die jugendlichen Asylsuchenden können bis maximal Ende Juni im Pfadiheim bleiben.

(sda)