Siloah

28. Juli 2015 14:48; Akt: 28.07.2015 14:48 Print

Muri bietet Kanton zusätzliche Asylunterkunft

Der Gemeinderat Muri zeigt Eigeninitiative und hilft dem Kanton Bern aus der Patsche: In Gümligen entstehen weitere Plätze für Asylsuchende.

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Anfang August ziehen 100 Asylsuchende in die Zivilschutzanlage in Gümligen. (Bild: Google Streetview)

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Ab Anfang August stehen in der Zivilschutzanlage Siloah in Gümligen zusätzlich 100 Plätze für die Unterbringung von Asylsuchenden zur Verfügung. Der Gemeinderat Muri hat die Notunterkunft dem Kanton aus eigener Initiative angeboten.

Die Suche nach zusätzlichen Unterkünften für die überdurchschnittlich hohe Zahl an vom Bund neu zugewiesenen Asylsuchenden könne der Kanton Bern nur mit Unterstützung der Gemeinden bewältigen, teilte der Gemeinderat Muri am Dienstag mit. Die 26 Asylunterkünfte im Kanton Bern sind derzeit vollständig belegt.

Schon früher kurzfristig als Notunterkunft genutzt

Der Kanton Bern nahm das Angebot gerne an: Muri ermögliche damit erneut, «dass zahlreiche Menschen, die nach ihrer Flucht in der Schweiz ein Asylverfahren durchlaufen, eine Unterbringungsmöglichkeit erhalten», schreibt der Kanton seinerseits in einer Mitteilung. Bereits bei früheren Engpässen konnte der Kanton die Zivilschutzanlage in Gümligen kurzfristig als Notunterkunft nutzen. Betreut werden die Asylsuchenden durch die Heilsarmee Flüchtlingshilfe. Zur Gewährleistung der Sicherheit werden sie durch die Kantonspolizei unterstützt.

Die Anwohner der Zivilschutzanlage sind laut Behördenangaben persönlich über die Öffnung der Unterkunft informiert worden. Für Fragen aus der Bevölkerung ist unter der Nummer 031 380 18 80 eine Hotline in Betrieb.

(sda)