Kanton Solothurn

13. September 2017 14:01; Akt: 13.09.2017 17:38 Print

Mysteriöser Diebstahl – wo stecken die sieben Schafe?

Von einem Hof im Kanton Solothurn sind am Samstag sieben wertvolle Schafe gestohlen worden. Die Diebe müssen sie professionell abtransportiert haben. Seither sind sie wie vom Erdboden verschluckt.

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Fünf der gestohlenen Schafe sind weiss, zwei gescheckt.

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Sie sind vom Aussterben bedroht, die Schafe der Rasse «Saaser Mutten». Doch auf einer Wiese bei einem solothurnischen Hof im Guldenthal zwischen Ramiswil und Schelten vermehrten sich die raren Wollknäueln in Windeseile – sechs der sieben dortigen Schafe waren trächtig.

Doch seit Sonntagmorgen sind alle sieben Schafe spurlos verschwunden. Die Gatter der Weide waren verschlossen und der Zaun unbeschädigt – die Tiere können also nicht einfach ausgebüxt sein. Unbekannte hätten die Saaser Mutten von der Weide gestohlen, glaubt deshalb die Solothurner Kantonspolizei.

Der Wert der Tiere beläuft sich auf mehrere tausend Franken. Doch weder die Suche des Landwirten noch die Nachforschungen der Polizei waren bislang erfolgreich. Die Täter dürften für den Abtransport ein Fahrzeug benutzt haben, so die Kantonspolizei.

Genetik der Tiere ist viel Wert

Nicole Egloff der Stiftung ProSpecieRara, die sich mit seltenen Arten auskennt, sagt zum aktuellen Fall zu 20 Minuten: «Der Wert der Tiere beträgt zwar nur einige hundert Franken pro Tier, aber viel grösser ist der Wert der Tiere hinsichtlich ihrer Genetik. Denn zur Zeit gibt es nur knapp 600 Tiere dieser Rasse.» Jedes einzelne Tier zähle deshalb umso mehr.

Über 100 gestohlene Schafe im Wallis

Der dreiste Diebstahl erinnert an einen ähnlichen Vorfall vor drei Jahen im Wallis. Dort wurden 2014 im Saastal 103 Saaser Mutten entwendet. «Einige Schäfer hatten kein einziges Schaf mehr, bei anderen fehlten einzelne», berichtete Philippe Ammann von der Stiftung ProSpecieRara damals im «Walliser Boten».

Um die Tiere aufzusuchen, wurde damals das gesamte Gebiet mit Helikoptern abgeflogen. Nach erfolgloser Suche im Saastal wurde die Suchaktion 2014 auf der italienischen Seite fortgesetzt. Augenzeugen sollen berichtet haben, wie jemand mit einem Hund eine Gruppe Schafe in Richtung Monte Moro trieb. Leider blieb die Suchaktion damals erfolglos.

Hoffnung stirbt zuletzt

Im aktuellen Fall aus dem Kanton Solothurn hofft der Besitzer, dass die Tiere diesmal aufgefunden werden. Die Polizei bittet nun die Bevölkerung um Mithilfe. Wer Beobachtungen gemacht hat oder wem etwas auffällt, das mit dem Schafsdiebstahl zusammenhängen könnten, soll sich bei der Solothurner Polizei melden.

(miw)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Demokratos am 13.09.2017 15:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unsichere CH !

    Sagt nicht, dass irgendwer sich darüber wundert ..... Nicht's ist mehr wie es war....

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  • Amina123 am 13.09.2017 14:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    suspekt

    hmmmm,komisch.erst verschwanden kaninchen und nun schafe....

  • sämi am 13.09.2017 15:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht

    wurden sie schon ins Ausland gekarrt. Hoffe aber sehr, daß man sie findet und dem Bauer wieder übergeben kann.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • such mal am 14.09.2017 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    chips

    ein kleine gps chip unter die haut und schon könnte man die tiere wiederfinden....

    • Anneli am 16.09.2017 19:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @such mal

      Naja, falls sie tatsächlich zu (Halal-)Fleisch verarbeitet wurden, hätten diese Chips auch nichts gebracht. Da bräuchte es schon einen GPS-Sender oder so...

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  • mrsmarple19 am 14.09.2017 12:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    grauenhafte menschheit

    traurig das ist wirklich nicht mehr die Schweiz in der ich aufgewachsen bin. falls sie vom dieb geschlachtet werden hoffe ich den essern bleibt jeder biss im hals stecken.

    • Slaughterhouse Humanity am 15.09.2017 13:39 Report Diesen Beitrag melden

      Egoistisch

      Stimmt, meine Schweiz war auch nie so egoistisch, wies die Leute von heute sind. Glauben Sie im Ernst, das Schaf interessiere es, wer ihm jetzt die Kehle durchschneidet und es danach in seinem Magen verdaut... Natürlich nicht, denn heutige Egoisten interessieren sich rein für den Besitz und haben, oder Abhandenkommen und nicht haben des Besitzes (hier Lebewesen mit Gefühlen)

    • Anneli am 16.09.2017 19:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @All

      Schon wieder der obligate "Der Mensch ist grausam"-Kommentar. Muss das wirklich sein?! Ja, diese Diebe sind offenbar sehr speziell. Es scheint auch kaum ums Fleisch zu gehen, sondern um eben diese spezielle Rasse. Und nein, DER Mensch ist nicht schlecht. Ich jedenfalls nicht, meine Umgebung auch nicht. Falls Sie sich meinen, dann formulieren Sie es doch bitte auch so!

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  • Gert Graf am 14.09.2017 11:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tier vor Religion

    Wie kommt man zu Halal Fleisch? Indem man sie klaut und selber schlachtet -diese Trampel haben keine Ahnung von Spezia Rara. Vielleicht hat jemand im Nachgang etwas gesehen oder gehört???

    • Leonie am 15.09.2017 00:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gert Graf

      Sicher waren die Afgahnen oder die Sirer die sin spezialisiert auf halal

    • Meli Melli am 15.09.2017 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gert Graf

      Könnte ich mir auch vorstellen.

    • Anneli am 16.09.2017 19:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gert Graf

      Nein, das stimmt so nicht. Halal-Fleisch darf importiert werden und wird es auch. Viele Kebab-Buden verwenden solches.

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  • Samuel Hofer am 14.09.2017 07:16 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Bei unserem Nachbarn wurden zwei Lämmer direkt neben der Weide im Wald geschlachtet, so weit sind wir, übrigens ich halte auch Saasermutten

  • Adrian Oban am 13.09.2017 23:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu viele Schafe

    Bin zurzeit in Nordengland in den Ferien. Hier hat es Schafe zu tausenden und die laufen frei auf der Strasse und im Dorf herum. Soll ich einige mitbringen?