SVP Solothurn

21. April 2017 09:06; Akt: 21.04.2017 11:11 Print

Nationalräte sollen neuen Präsidenten suchen

Nach dem abrupten Rücktritt von Silvio Jeker übernehmen die Nationalräte Walter Wobmann und Christian Imark vorübergehend das Co-Präsidium der SVP Solothurn.

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Das vorübergehende Co-Präsidium will bis nach den Sommerferien einen neuen Parteipräsidenten, ein Vizepräsidium sowie einen Kassier finden. Wobmann und Imark sollen gemeinsam mit den verbleibenden Vorstandsmitgliedern Vorschläge zur Reform der Parteistrukturen machen.

Jeker tritt nach vier Amtsjahren zurück, nachdem er parteiintern unter Druck geraten ist. Der ehemalige Kantonsrat teilte Dienstag mit, dass er sich an der Generalversammlung vom Donnerstag nicht mehr zur Wiederwahl stellen würde.

Vorwürfe via Medien

Der KMU-Unternehmer Jeker reagierte auf die Kritik vereinzelter Mitglieder sowie auf eine Rücktrittsforderung durch Kantonsrat Walter Gurtner nach den kantonalen Wahlen vom 12. März. Getroffen habe ihn vor allem, so Jeker, dass Vorwürfe gegen ihn nicht parteiintern, sondern gleich in den Medien erhoben worden seien. «Wenn jemand ein Problem mit mir hat, kann man mir dies zuerst persönlich sagen», wird Jeker von der «Solothurner Zeitung» zitiert.

Doch Jeker übte an der Mitgliederversammlung auch Selbstkritik. So sei es «ungeschickt» gewesen, am Wahltag der Kantonsratswahlen in den Ferien in Thailand zu weilen. «Aber wenn wir die Wahlen in den letzten zwei Wochen verloren haben, haben wir sonst etwas falsch gemacht.»

SVP-Niederlage bei Wahlen

Die SVP verfehlte bei den Erneuerungswahlen das Ziel klar, erstmals einen Sitz in der Kantonsregierung zu erobern. Die Partei nahm ihren Kandidaten, Kantonsrat Manfred Küng, nach dem schlechten Stimmenresultat aus dem Rennen. Im Kantonsrat verlor die SVP ein Mandat und hält nun noch 18 Sitze.

(sul/sda)