Bern-Belp

20. November 2012 00:06; Akt: 20.11.2012 08:49 Print

Nebelsuppe legt Flughafen lahm

von Adrian Müller - Seit Tagen behindert der dichte Nebel den Flugverkehr. Auch die Rega hat Probleme.

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Die meisten Flieger mussten am Montag statt ab Bern ab Basel fliegen: Die Schafe können am Flughafen Belp für einmal ungestört grasen. (Bild: Adrian Müller)

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Das trübe Novemberwetter spielt dem «Möösli» in diesen Tagen einen Streich: Wegen des dichten Nebels konnten gestern mit einer Ausnahme keine Flugzeuge landen und starten. Skywork wickelte ihre Flüge über den Euroairport in Basel ab und fuhr die Passagiere von dort mit dem Car nach Belp und umgekehrt.

So auch Nikos Nifudis (32) aus Thessaloniki. Aufgrund eines Missverständnisses steht der griechische ­Geschäftsmann etwas verloren im Terminal herum. «Eigentlich hätte ich in Basel statt in Bern nach London umsteigen sollen, bin aber in den Bus nach Belp gewiesen worden.» Zu dumm: Sein ­Anschlussflug nach London wurde später erneut ab Basel statt ab Bern geführt.

Seit Donnerstag musste Skywork wegen Nebels vier Flüge ganz streichen: «Wir ­entscheiden von Flug zu Flug, ob wir in Bern landen oder starten können», sagt Skywork-Sprecherin Alexandra Sordakis. Man biete den Passagieren schnell und flexibel eine Alternative, das unterscheide Skywork von grossen Fluggesellschaften. «Wir drücken unseren Passagieren nicht nur ein Zugticket in die Hand». Abfliegende Passagiere sollten sich aber so oder so in Belp einfinden.

Keine Blindlandungen möglich

Doch warum können die Maschinen trotz Instrumentenlandesystems nicht landen? «Die Sicht ist schlicht zu gering», sagt Flughafensprecher Daniel Steffen. Sowohl der Flughafen wie auch die ­Regionalflugzeuge seien für Blindlandungen nicht ausgerüstet. Betroffen ist auch die Rega: «Wir fliegen die Einsätze für die Region Bern ab anderen Basen. Von Belp starten wir nur im absoluten Notfall», sagt Rega-Sprecherin Ariane Güngerich.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • DSS.S am 21.11.2012 23:22 Report Diesen Beitrag melden

    Skywork

    Einmal ab Bern, immer ab Bern! Absolut die genialste Airline für die Hauptstadt! Nicht zu gross, angenehme Flugzeuge und tolle Verbindungen nach ganz Europa. Da bleibt einem der Gang in die überfüllten Flughäfen samt Verkehr erspart. Ich fliege stressfrei ab Bern, und erst noch in kurzen Check-In Zeiten. Weiter so Skywork! Grüsse nach Basel *gähn*

  • Barbara am 21.11.2012 11:01 Report Diesen Beitrag melden

    Es geht wirklich auch ohne!

    Wie wunderbar ist doch die Ruhe, die wir seit ein paar Tagen geniessen. Kein Fluglärm mehr, wir können wieder schlafen! Einmal mehr zeigt es sich, dass der Ausbau des Flugplatzes Belpmoos völlig überflüssig ist: wir haben mehr als genügend Flugplätze in der Schweiz.

    • Anonymer Beileser am 21.11.2012 20:13 Report Diesen Beitrag melden

      Lärm in Bääärn?

      Ich wohne seit einigen Jahren in der Nähe des Flughafens und sogar direkt in der Einflugschneise. Um den Schlaf gebracht hat uns der Fluglärm noch nie!! Völlig überflüssig sind demnach auch die Arbeitsplätze die durch das Wachstum der Skywork Airlines und des Flughafens entstehen?

    • Bernhard Ünzli am 22.11.2012 10:30 Report Diesen Beitrag melden

      Immer die selbe Leier...

      ...wer war wohl früher da; "Barbara" oder der Flughafen?

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  • Passagier Basel am 20.11.2012 13:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schliessen

    Schliesst diesen Provinzflughafen doch ganz für Passagierflugzeug. Wir haben ja bereits 3 int. Flughäfen, mit guten Anbindungen an den öffentlichen Verkehr, was wollen wir mehr für unsere kleine Schweiz.

    • Moritz Baumann am 20.11.2012 21:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Skywork @ Basel?

      wiso fliegt eigd. skywork nur ab Bern? sie könnten nähmlich eine gute Alternative zu den low-cost carrier bieten. ab Basel existieren praktisch keine Verbindungen mit herkömlichen Airlines mehr, somit man gezwungen ist easyJet und co. zu fliegen. was nicht heissen soll das deren Angebot schlecht ist, wobei es eine gute Ergänzung wäre.

    • Bäupmoos am 21.11.2012 08:59 Report Diesen Beitrag melden

      Ein Witz?

      Nur weil mal wegen dickem Nebel nicht geflogen werden kann schliessen? Sie haben offenbar keine Ahnug wieviele Leute ab Belp fliegen. Es werden immer mehr

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  • Erich am 20.11.2012 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    Danke für den Bericht!

    Aber für die Rega gelten andere vom BAZL bewilligte Sichtregeln. Diese erlauben sogar bei extrem dichtem Nebel z.B. am Inselspital zu landen. Der Pilot steuert den Heli mit Satellitennavigation bis zu einem definierten Punkt im dreidimensionalen Raum, wo er Sichtkontakt zur Landestelle haben muss, um den Anflug bzw. dann die Landung fortsetzten zu dürfen.

  • John McIntyre am 20.11.2012 06:40 Report Diesen Beitrag melden

    Krisenmanagement bei Skyworks = Theorie

    Dass Skyworks-Sprecherin Alexandra Sordakis das Firmenwording runterleiert ist verständlich. Nur leider ist die Realität eine andere: Dass Nikos Nifudis konzeptlos in der halben Schweiz herumgekarrt wird zeigt doch grade, dass bei Skyworks das Krisenmanagement nicht funktioniert. Ein anderes Beispiel sind die Passagiere vom 19.11. abends 17:15 nach London: zuerst wird man von Bern nach Basel gekarrt, um 21:00 wird man informiert, dass man nun nicht mehr fliegen kann, man aber nicht sagen kann, wann und ob man nun nach London fliegt. Nicht grad "schnell und flexibel", was aktuell geboten wird.

    • Passagier am 20.11.2012 10:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Wenn man keine ahnung hat....

      Sie verstehen wohl nichts vom flugverkehr, hm?

    • John McIntyre am 20.11.2012 12:41 Report Diesen Beitrag melden

      Muss ich als Kunde eine Airline managen?

      Ich als Kunde muss keine Ahnung haben, wie eine Airline funktioniert. Für mich zählt aber die Leistung im Krisenfall, die hier schlecht war. Primär muss man den Kunden rasch und möglichst präzise informieren. Da helfen vorbereitete Entschlüsse. Es ist na nicht das erste Mal gewesen, dass es auf dem Mösli Nebel hat. Und da braucht es eben einen Plan B.

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