Anklage

23. April 2014 09:28; Akt: 23.04.2014 11:10 Print

Pädagoge hatte sexuellen Kontakt mit 21 Kindern

Mit grossen Mengen Alkohol und Marihuana machte der 44-Jährige seine Opfer gefügig. Zudem hat er pornografisches Material über das Internet verbreitet. Nun wurde Anklage erhoben.

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Die Staatsanwaltschaft Berner Oberland hat beim Regionalgericht Anklage gegen einen 44-jährigen Mann erhoben. Er hat zwischen 1998 und Ende 2011 sexuelle Handlungen mit 21 Kinder und Jugendlichen vorgenommen. Die meisten der männlichen Opfer waren zum Zeitpunkt der ersten Kontakte zehn bis zwölf Jahre alt.

Mutter meldete sich 2012 bei der Polizei

Die Ermittlungen gerieten ins Rollen, als sich 2012 eine Mutter bei der Kantonspolizei Bern meldete. Ihre Kinder seien Opfer von sexuellen Übergriffen geworden. Daraufhin wurden umfangreiche Ermittlungen eingeleitet, in deren Rahmen weitere Opfer ausfindig gemacht werden konnten. Im Verlauf der Ermittlungen wurde in den USA zudem ein Bildertauschring gesprengt. «Dank der Kooperation derer, die in Amerika zu Rechenschaft gezogen wurden, konnten Personen dahinter identifiziert werden. Darunter befindet sich auch der Beschuldigte», sagt Christof Scheurer von der Berner Staatsanwaltschaft gegenüber 20 Minuten. Die Ermittlungsbehörde konnte den Angeklagten auf mehreren Bildserien identifizieren.

Übergriffe in Privatwohnung und Alphütten

Kennengelernt hat der 44-Jährige seine Opfer aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit als Sozialpädagoge in den Kantonen Basel-Landschaft, Bern und Solothurn. Die Übergriffe fanden in der Regel in seiner Privatwohnung oder auch in Alphütten statt. Zudem soll er mehreren Opfern Alkohol in grossen Mengen sowie Marihuana abgegeben und sie zum Konsum angehalten haben.

Der Mann wird sich wegen mehrfacher sexueller Nötigung, Schändung, sexueller Handlungen mit Kindern, Pornografie sowie Verabreichung von gesundheitsgefährdenden Stoffen an Kinder verantworten müssen. Der 44-Jährige befand sich bereits ab Anfang 2012 während rund zweier Jahre in Untersuchungshaft und ist seither im vorzeitigen Massnahmenvollzug. Er hat die Übergriffe grösstenteils zugegeben, wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilt.

(wed/nc)