Berner Reitschule

08. Februar 2018 17:09; Akt: 08.02.2018 18:13 Print

Polizei nimmt in 15 Tagen 19 Drogendealer fest

Die Kapo hat am Mittwoch zwei Männer im Raum Schützenmatte und Reitschule festgenommen. Einer führte Drogen im Körper mit. Innert rund zwei Wochen wurden 19 Dealer verhaftet.

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Die Kapo Bern hat derzeit die Dealer-Szene vor der Reitschule im Fokus. (Bild: Keystone/Lukas Lehmann)

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Bei einer Drogenrazzia auf der Schützenmatte und in der Reitschule hat die Kantonspolizei Bern am Mittwochabend elf Personen angehalten.

Wie eine medizinische Untersuchung ergab, führte einer der Festgenommenen zwei mit Kokainkugeln gefüllte Objekte im Körper mit sich. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich dabei um eine Menge von rund 23 Gramm.

19 Drogendealer verhaftet

Ein weiterer, 29-jähriger Angehaltener war zu einer Haftstrafe ausgeschrieben. Die beiden Männer wurden festgenommen. Von den anderen neun Angehaltenen werden sieben Personen wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie teilweise wegen Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz
angezeigt. Im Rahmen der Aktion wurde zudem Marihuana
sichergestellt.

Die neue Aktion gegen den Drogenhandel auf der Schützenmatte reiht sich ein in eine ganze Reihe von ähnlichen Einsätzen seit Mitte Januar. Am 23. und 26. Januar verhaftete die Polizei insgesamt 16 mutmassliche Drogendealer. Am 1. Februar wurden auf der Schützenmatte zwei Personen festgenommen, die Kokainkugeln respektive -fingerlinge in sich trugen. Den Einsatz vom letzten Mittwoch eingerechnet, hat die Polizei innert 15 Tagen somit 19 Dealer festgenommen. Daneben wurden andere Personen verhaftet, weil sie gegen das Ausländergesetz verstiessen.

Kein rigoroseres Vorgehen

Geht die Polizei nun also rigoroser gegen Drogendealer rund um die Reitschule vor? Die Kapo verneint. In den vergangenen Wochen und Monaten hätten immer wieder koordinierte Kontrollen stattgefunden. «Die Bekämpfung des Drogenhandels ist ein Schwerpunkt, den der Gemeinderat schon vor Längerem definiert hat», sagt Sprecher Dominik Jäggi. Den Einsätzen gingen stets vorgängige Beobachtungen voraus, die zu den gezielten Anhaltungen führen würden, so Jäggi.

(sul)