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Bern
13. Dezember 2012 23:20; Akt: 14.12.2012 17:46 Print
Randständiger stirbt auf der Gasse
von Christian Holzer - Die klirrende Kälte hat in Bern ein Todesopfer gefordert. Punker «Mücke» erlag einer schweren Lungenentzündung.

Mücke war oft im Ryffligässchen in Bern anzutreffen, dort wo heute ein Kerzenmeer schimmert. (Bild: meo)
Grabkerzen und Abschiedskarten neben Bierdosen und Zigaretten. Eine Gedenkstätte im Zentrum Berns sorgt für Aufsehen. Randständige und Punks trauern um ihren Freund Mücke, der jahrelang an seinem Stammplatz im Ryffligässchen anzutreffen war. Neben dem Kerzenmeer steht Jarek: «Hier ist er vor einigen Tagen erfroren», sagt der Randständige betrübt. Eine doppelte Lungenentzündung habe dem Mittvierziger aus Deutschland das Leben gekostet. Eine Ambulanz lieferte ihn zwar noch ins Spital ein, dort starb er aber nach kurzer Zeit.
Passanten sind bestürzt: «Es ist beschämend, das heute in der Schweiz noch Leute erfrieren», meint eine ältere Dame. Laut Aussagen von Kollegen lebte Mücke in einem besetzten Haus im Wankdorf. Viele Randständige ziehen einen kalten Fussboden der Notschlafstelle vor. Einige schlagen sich sogar die Nacht im öffentlichen WC bei der Heiliggeistkirche um die Ohren. Denn in den kalten Nächten sind die Obdachlosenheime oft randvoll. «Wir mussten auch schon Leute abweisen», sagt Ueli Schürch vom Verein Sleeper.
Manfred Jegerlehner von der Heilsarmee hat Mücke mehrmals angetroffen und versucht, dessen Leben in geregeltere Bahnen zu lenken: «Er starb nicht nur wegen der Kälte, sondern wegen des vielen Alkohols und des harten Lebens auf der Strasse.»
Unfassbar...... Warum kann man diesen Menschen nicht einfach einen Platz zum schlafen anbieten. Warum muss man solche Menschn verändern wollen? Mein Gott stellt doch einfach Gebäude zur Verfügung und seht doch dass diese geheizt werden und Obdachlose so ein Unterschlupf finden ohne dass man sie in eine Rolle zwängen will sie sie gar nicht leben wollen. Geregelte Bahnen was ist das schon? Wer bestimmt was geregelt sein soll und was nicht? Muss es immer Arbeit sein? Kann es nicht einfach eine Lebenseinstellung sein? Verteilt lieber warme Schlafsäcke und warme Decken. RIP Mücke..... – Brigitte
Zumindest im Winter sollte sichergestellt werden, dass jeder Obdachlose einen Platz in einem beheizten Raum finden kann. Wenn jemand mit einem während Jahren extrem ungesunden Lebenswandel an einer Lungenentzündung stirbt, kann man allerdings nicht behaupten, er sei erfroren. Trotzdem ist dies ein tragischer Fall und ein Anlass zu hinterfragen, ob die heutigen Hilfsangebote optimiert werden sollten. – Peschä
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Alle 77 Kommentare

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Warum....
....gibt es in der Schweiz überhaupt Obdachlose? Wir sind doch ein so reiches Land. Was läuft da gewaltig schief?
Es ist wirklich beschämend,
in der reichen Schweiz erfrieren Obdachlose, es ist fast nicht zu glauben! Stellt Containerdörfer lieber im Winter für die Obdachlosen auf, damit sie ein Dach überm Kopf haben, stellt eine Armenküche rein und das Problem wäre gelöst. Als Arbeiter könnten Asylanten beschäftigt werden, dann wäre allen geholfen.
auch bei uns...
eigentlich schlimm, sowas. Habe aber "meine Erfahrungen" auch gemacht, das mit ".. versucht in geregelte Bahnen zu lenken.. " lebte damals auch lieber mit sfr 400 mtl, als dass ich mich mit der "Stadtverwaltung" und allem abgeben musste. - Die Idee vom Grundlohn mit sfr 2000 find ich gut, ( sofern nur für "Arme" mit weniger als 50 tsfr im Jahr ) Dieser Grundlohn dient allen, der Konsum und der Lebensstandart wird gehoben. Sehr viele leben mit sfr 2000 im Monat, wie soll das zum leben reichen ? Und alle welche hier "Einspruch" erheben wollt, schaut das Ganze an, nicht nur "Engstirnig".
Wer zahlen??
Haha SFR 2000 pro monat fuer alle "Armen" und wer bezahlt das?? Das sind ca 12 fr pro stunde einfach so fuer nichtstun?