Einbahn-Verkehr

09. Juni 2016 14:36; Akt: 09.06.2016 15:32 Print

SBB trennen Pendler in Bern nach Laufrichtung

Die Personenunterführung des Bahnhofs Bern ist zu Stosszeiten gestossen voll. Die SBB wollen nun untersuchen, ob getrennte Gehrichtungen das Problem verringern.

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Die SBB testen während sechs Monaten, ob getrennte Gehrichtungen das Pendlerchaos im Bahnhof Bern verringern. (Bild: zvg)

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Über 260'000 Personen durchqueren täglich den Bahnhof Bern. Zu Spitzenzeiten wird das Durchkommen auch mal zum Kampf. Besonders eng wird es in der Personenunterführung, die zu den Perrons führt: Eilige Fussgänger wuseln durcheinander und behindern sich gegenseitig im Fortkommen. Mit diesem Hühnerhaufen soll nun Schluss sein.

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Die SBB starten am 13. Juni einen Versuch mit getrennten Gehrichtungen, wie sie am Donnerstag mitteilten. Dabei werden die Fussgänger von gelben Pfeilen am Boden und an der Decke geleitet. Auch Sehbehinderte sollen besser vorankommen. Um die Pendler auf die neue «Verkehrsführung» zu sensibilisieren, wird die SBB in der Startphase unter anderem mit «Verkehrslenkern» auf die getrennten Gehrichtungen aufmerksam machen.

Das Pilotprojekt dauert sechs Monate. Dabei werden die Personenflüsse in der Unterführung elektronisch gemessen und mit den vor der Richtungstrennung erfassten Werten verglichen. Laut dem Unternehmen ist die Anonymität der Reisenden dabei stets gewährleistet.

(sda/miw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Miara am 09.06.2016 14:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Thank you :)

    Bitte bitte bitte ja!! Endlich! :D In einer zweiten Phase dann bitte auch noch eine Spur für Schnell-Geher vorsehen, sonst kann man nirgends überholen!

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  • Oli Dee am 09.06.2016 15:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Das ist eine gute Idee. Gerade in Bern dürfte das etwas bringen. Die Frage aber ist, ob es dann beim Abbiegen hoch zu den Zügen nicht zu einem Gemenge kommt.

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  • Ueli Ramseier am 09.06.2016 14:54 Report Diesen Beitrag melden

    endlich

    Eine gute Lösung. Erstaunlich, dass man das erst jetzt entdeckt. In England hätte man solche Lösungen schon vor Jahrzehnten abschauen können. In der Schweiz hat man fast keine Ahnung, was geordnetes, rücksichtsvolles Anstehen beim Einsteigen in den Zügen, Bussen, am Billetschalter, etc. für Vorteile hat. Dasselbe gilt auch für getrennte Fussgängerzonen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Berner Bär am 12.06.2016 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Das wird in Bern leider nie klappen!

    Das wird im tiefsten Kongo besser funktionieren als in Bern, wo dies vermutlich noch bewusst ignoriert/sabotiert wird!

  • Susi H. am 12.06.2016 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Optimistisch

    Als Landei aus Zürich bin ich zwar nicht so oft in der Hauptstadt aber jedesmal erstaunt über den enormen und chaotischen Pendlerstrom der im HB Bern herrscht. Guter Ansatz der hoffentlich die gewünschte Entspannung bringt. Bravo SBB!

  • Rudolf R. Blaser am 11.06.2016 22:24 Report Diesen Beitrag melden

    Gesunder Menschenverstand

    Ha, ha, ha! Planer waren wahrscheinlich noch nie in China, sonst wäre der 6-monatige Versuch nicht als Notwendig erklärt worden!

  • Inkognito am 11.06.2016 18:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt und Rücksicht

    Würde jeder mit seinen Mitmenschen respekt- und rücksichtsvoller umgehen wäre so etwas nicht nötig! Traurig was dies über uns aussagt.

  • Frau am 11.06.2016 16:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    O je...

    Da werden sich wieder etliche Mitmenschen legitimiert fühlen, andere zu belehren... Ich erinnere mich an die Ruhewagen, wenn man dort gehustet hat oder zu laut geatmet...

    • Berner Bär am 12.06.2016 20:30 Report Diesen Beitrag melden

      @Frau

      Wenn sie sich an die Regeln halten, werden sie nicht belehrt. Zugegeben bei den 2.Klasse-Ruhewagen gab es wirklich militante Extremisten, die einem schon (rüde) aufmerksam machten, wenn man das Abteil nur betrat.

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