Shooting auf 3000 m ü. M.

08. März 2018 05:47; Akt: 08.03.2018 07:29 Print

Studis hängen sich für Klassenfoto an Felswand

Um für ihre eigene Hochschule zu werben, haben sich Walliser Studenten per Heli zum Pierre Avoi in Verbier transportieren lassen. Doch das war erst der Anfang der Herausforderung.

Das Making-Off vom aufwändigen Foto-Shooting auf 3000 m. ü, M. (Video: Marco Pietrocola)
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Die Walliser Hochschule HES-SO hat schon zweimal mit ihrer Eigenwerbung für Aufsehen gesorgt: Vor einem Jahr publizierte sie ein Video, in dem ein Skifahrer eine rasante Abfahrt bis zum Schulhaus macht. Sie endet aber nicht vor den Türen der Schule, sondern er setzt seine Fahrt bis in den Hörsaal fort.

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Das Video sorgte für Millionen Klicks, Medien im In- und Ausland berichteten darüber. Dann folgte der zweite Coup mit einem Biker – erneut endete der Höllenritt in der Vorlesung.

Darauf antwortete die Hochschule in Rapperswil mit einem eigenen Video: Dort wiederholte ein Wakeboarder den Stunt.

Per Heli zum Shooting geflogen

Nun mussten sich die Werbemacher für den neusten Clip wieder übertreffen. «Die Messlatte lag sehr hoch», sagt Vincent Eichenberger, Kampagnenmanager von Franz&René. 14 Studenten wurden gecastet – doch was sie erwarten würde, wussten die Studis bis zum Tag des grossen Shootings nicht.

20 Minuten begleitete die Werbemacher und Statisten im Februar zum Shooting. Per Heli ging es ab Le Chable für alle Studierenden und Helfer in luftige Höhe. Ziel: Der 2473 Meter hohe Pierre Avoi, ein markantes Felsmassiv bei Verbier.

«Unvergessliches Erlebnis»

Dort mussten sich alle Studenten abseilen und für ein vertikales Klassenfoto Position einnehmen. «Es war etwas anstrengend für den Rücken», sagt einer der Teilnehmer. «Aber sonst konnten wir eigentlich sehr angenehm dort stehen.» Vom Physischen her habe das Shooting zwar sehr gut geklappt. Aber: «Es gab schon ein paar intensive Momente.»

Eine Mitstudentin meint, sie hätten es nicht besser treffen können. «Wir waren ja über nichts informiert. Allein schon, dass wir mit dem Helikopter hier raufkamen, war unglaublich.» Das Abseilen danach habe sie dann noch toller gefunden. «Wir haben zwar auch ein bisschen gelitten, das muss ich zugeben, aber insgesamt war es ein unvergessliches Erlebnis.»

Das kam dabei heraus

Auch der Fotograf musste sich fürs Shooting abseilen. Was dabei herausgekommen ist, sehen Sie im heute publizierten Video der Hochschule:

Kampagnenmanager Eichenberger erklärt: «Wir haben uns einfach überlegt, warum zum Beispiel Deutschschweizer im Wallis studieren sollen. Die Antwort war einfach: Wegen der unglaublichen Natur. Das versuchen wir in den Kampagnen herauszustreichen.»

(ct)

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