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Leistungsvertrag
15. November 2012 20:25; Akt: 16.11.2012 11:56 Print
Stadt Bern unterstützt die Reithalle weiterhin
von Adrian Müller/Markus Ehinger - Überraschend ruhig verlief die Debatte zum Leistungsvertrag mit der Reitschule. Mit 47 zu 31 Stimmen kam er durch. Dafür soll die Reitschule einen Sicherheitsdienst stellen.

Zankapfel Reitschule: Es gibt weiter Unterstützung der Stadt. (Bild: 20 Minuten/am)
Richtig emotional wurde es gestern im Stadtrat nicht. Die rot-grüne Mehrheit inklusive Grüne Freie Liste stellte sich hinter die Reitschule, während sich die Bürgerlichen und die Mitteparteien gegen den neuen Leistungsvertrag wehrten. Mit 47 gegen 31 Stimmen wurde der Vertrag angenommen. Die Stadt unterstützt die Reitschule somit in den nächsten vier Jahren finanziell (siehe Box).
Bildstrecken Stadt Bern reagiert auf «Tanz dich frei» Reitschule: Was bisher geschahBERN. Mit dem Ja des Stadtrats zum neuen Leistungsvertrag, wo die Aspekte Kultur und Sicherheit explizit getrennt sind, nimmt ein jahrelanges Polit-Theater (vorerst) ein Ende: Im März 2011 wies der Stadtrat mit Unterstützung der GFL einen Leistungsvertrag zurück, im November 2011 genehmigte er einen einjährigen Vertrag, den wiederum die Reitschule nicht unterzeichnete. Seit Januar 2012 herrschte zwischen der Stadt und der Reitschule ein vertragsloser Zustand. Nun übernimmt die Stadt für weitere vier Jahre die Miete in der Höhe von 1,1 Millionen Franken. AM
Dafür muss die Reitschule einen Sicherheitsdienst stellen und mit der Polizei kooperieren – ohne in heiklen Situationen das grosse Tor schliessen zu müssen. Kritische Stimmen gabs aber auch von der SP. «Wir würden es begrüssen, wenn sich die Reitschule expliziter von Gewalt distanzieren würde», sagte SP-Fraktionschefin Annette Lehmann.
Peter Wasserfallen: «Reitschule sprengen»
Die Bürgerlichen forderten strengere Vorgaben – vor allem bei der Sicherheit. «Die Reitschule soll nicht mehr als Fluchtort für Drogendealer und Gewalttätige dienen», sagte Bernhard Eicher (FDP).
Eine Brandrede hielt der parteilose Peter Wasserfallen. Er bezeichnete die Reitschüler als «Terroristen-Rattenpack» und sprach davon, dass man die Reitschule sprengen sollte. Prompt gabs einen Verweis von Ratspräsidentin Ursula Marti (SP).
Stapi Alexander Tschäppät stellte sich hinter die Reitschule: «Aber die gravierenden Probleme rund um die Reitschule sind inakzeptabel. Sie darf keine Angriffe mehr auf Polizisten zulassen.»
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Alle 85 Kommentare

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Jede Stadt wählt seine Regierung selbst...
Es ist doch ziemlich erstaunlich wie die rot/grüne Mehrheit so rechtsfreie Räume tolerieren kann. Eine Schande für die Stadt Bern, wenn ihre Besucher mit dem Zug in den Bahnhof einfahren.
Demokratie
Das ist grundsätzlich Sache der Stadtberner. Wenn eine Mehrheit halt dafür ist, dann ist das so. Sie als nicht Stadtberner müssen sich deswegen zuletzt schämen. Schauen Sie bei der Zugseinfahrt besser Fahrtrichtung links, da sehen sie die Aare, die Altstadt mit den vielen Kirchtürmen und die Berner Alpen im Hintergrund.
Es lebe die Reithalle als toller kulturort nicht a
Es ist ja unglaublich, dass einer wie der Wasserfallen für solch Parolen nicht bestraft wird! Und einen solchen Menschen haben wir in der Politik, so weit hat es die Schweiz gebracht,!, Ich danke allen andren Politikerinnen und Politiker für den positiven Entscheig
Unverbesserlich
Die provisorischen Suizid-Zäune sollen weg, der Schandfleck Reithalle bleibt, soviel zum Thema Unesco-Weltkulturerbe. Das Affentheater geht in die nächste Runde. Muss erst ein Polizist sterben, bevor die Linken handeln?