Taxi-Reglement

26. Mai 2017 10:58; Akt: 26.05.2017 10:58 Print

Uber fährt weiterhin einen Bogen um Bern

Der US-Fahrdienstvermittler Uber wird seine Dienste vorerst nicht in Bern anbieten. Das Taxi-Reglement halte mit der Digitalisierung nicht Schritt, meint ein Uber-Manager.

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Verschiedene Anforderungen des Berner Taxi-Reglements würden mit der App von Uber erfüllt, sagt Uber-Manager Fabian Ladda. (Bild: Keystone/Christian Beutler)

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Im Gegensatz zu Zürich, Basel und Genf ist der US-Fahrdienstvermittler Uber in Bern noch nicht in Erscheinung getreten – und das bleibt vorerst auch so, wie der «Bund» vermeldet. Grund ist das Berner Taxi-Reglement, das vor Kurzem gesamterneuert wurde. Trotzdem sei es «leider nicht an die Digitalisierung angepasst» worden, meinte Uber-Manager Fabian Ladda am Mittwoch an einem Referat vor dem Business Club Bern.

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Er stiess sich etwa an dem per Reglement vorgesehenen Ortskunde-Test, bei dem Taxifahrer ihre Ortskenntnisse unter Beweis stellen müssen. Als Hilfsmittel ist ein Stadtplan erlaubt, jedoch kein Navi. «In Zeiten von Navigationsgeräten ist es nicht mehr unbedingt nötig, alle Strassennamen auswendig zu können», sagte Ladda vor den Berner Wirtschaftsvertretern.

Personentransporte per Drohne

Weiter seien Forderungen verankert, denen Uber bereits mit seiner App gerecht werde. So schreibe das Berner Reglement vor, wo und wie gross die Preise am Fahrzeug angeschrieben sein müssten. Die App gebe ja an, wie teuer die gewünschte Strecke werde, sagte Ladda. Auch der Passus, dass nur «saubere und betriebssichere Taxis ohne grobe Beschädigungen» zum Fahrdienst zugelassen sind, erledige sich über die App. Dort könnten sich Kunde und Chauffeur mit der Vergabe von Sternen gegenseitig bewerten.

Uber ist heute weltweit in über 450 Städten vertreten und tätigt täglich mehr als 5 Millionen Fahrten. Damit will sich das Unternehmen aber nicht begnügen. Künftig schweben ihm gar Personentransporte via Drohne vor. Ladda: «Wenn es die Regulatoren denn zulassen.»

(sul)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • james mc'neil am 26.05.2017 11:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Uber

    Das Problem ist die Fahrer von Uber keine Angestellten sind, weshalb die Fahrten aufkosten der Sozialleistungen günstiger sind. Taxifahrer verdienen sonst schon kaum etwas und haben einen tiefen Lohn. Das Mitleid hält sich wohl bei den CH-Preisen in Grenzen. Tagsüber hätten die Taxis auch mehr zu tun, wären die Preise nicht so exorbitant hoch. Das Motto ist lieber nur wenige lukrative Fahrten, anstatt viele günstigere. Zudem sind viele Taxifahrer auch nicht gerade für den freundlichen Umgang bekannt. Die Taxifahrer haben kein gutes Ansehen, was Uber zu mehr Popularität verhilft.

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  • Peter K. am 26.05.2017 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Geiz ist immer noch geil

    Die tiefen Löhne über die Fahrer, fehlende Arbeitszeitregelungen und fehlenden Sozialleistungen stören die 58% Uber-Benutzer also nicht. Tja, das ist es wieder, das mit dem Geiz.

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  • PDD am 26.05.2017 13:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Uberistsuper

    Ich bezahle nach taxometer von zürich nach Hause ca 240.-. Mit Uber zahle ich zwischen 60-90.-. Für das Zug Billet zahle ich 19.80. Noch Fragen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • www.diverfamily.ch am 28.05.2017 09:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie machen es den die Täxeler?

    da Frage ich mich wie den die diversen Taxifahrer den Test bestehen... bei 4 von 6 Fahrten musste ich den Fahrer navigieren. sonst währe ich wohl nie ans Ziel gekommen. Einer fuhr sogar einen Umweg = doppelte km....hab mich geweigert zu bezahlen, hab sogar Polizei auf Platz bestellt!

    • arnold gasser am 28.05.2017 13:46 Report Diesen Beitrag melden

      @diver

      Strassen, die man nicht regelmässig anfährt kennt man nicht unbedingt auf anhieb. Es arbeiten auch nicht alle TaxifahrerInnen schon seit 25 Jahren in diesem Beruf. Gelernte Strassen, die man nie anfährt, vergisst man wie eine einmal gelernte Sprache, die man nie spricht.

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  • fredi gurtrner am 27.05.2017 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    UBER

    Die Kantone und der Bund müssen UBER sofort verbieten. Es gibt für alle massive Steuerverluste und die Sozialen Kosten werden sicher auch nicht gerecht abgerechnet.

  • PROLLTRASH am 27.05.2017 06:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    einfache rechnung

    der uberfahrer spricht meine sprache. der uberfahrer ist anständig. ich würde auch doppelt soviel bezahlen!

    • Subi am 27.05.2017 14:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @PROLLTRASH

      ich lehne mich jetzt mal aus dem fenster und behaubte sie sind auch ein überteuerter Taxifahrer! Überlegen sie mal was ist mit all den Dvd theken passiert? Hat Swisscom,Cablecom usw. rücksicht genommen? Hört auf zu Jammer! Hättet ihr was anschtändiges gelehrt müsstet ihr nicht so rumjammern! Es war nur eine Frage der Zeit bis ihr abgelöst werdet.

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  • Nocturnius am 27.05.2017 03:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ???

    Müssen Uber-Fahrer eigentlich auch den erforderlichen Führerschein für gewerbsmässige Personentransporte nachweisen, einen Tachographen im Fahrzeug sowie eine Fahrerkarte besitzen? Oder setze ich mich zu einem ungeschulten Studenten ins Auto?

    • gloria derungs am 27.05.2017 08:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nocturnius

      viele taxi fahrer sind noch für uber tätig, hören sie auf von "studenten" zu sprechen.

    • Nocturnius am 27.05.2017 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @gloria derungs

      Okay, einige sind Taxifahrer... aber wie sieht es mit den anderen Fahrern aus? (Studenten oder nicht...)

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  • T. am 26.05.2017 21:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chauffeur

    Uberfahrer sind Studenten, die mit dem Auto vom Papi schnell etwas Kleingeld dazuverdienen wollen. Taxis werden von den Behörden geschröpft, indem die Maximalpreise für die Grundtaxe und die Kilometerpreise amtlich vorgegeben werden, zusätzlich bezahlen die Taxis Standgebühren für die Taxiplätze an die Behörden. Uber Fahrer haben keine Vorschriften von den Behörden. Frei von Verpflichtungen, ohne Insassenversicherung, ohne Maximalpreise, ohne Sozialabgaben, ohne Leumundkontr. Taxifahrer verdienen CHF 18.- Brutto pro Stunde. Für einen Lohn von 3800.- muss mind. 50h pro Woche gearbeitet werden.