Schützenmatte

12. März 2015 13:56; Akt: 12.03.2015 17:43 Print

Weg mit den Parkplätzen, her mit dem Labor

von Andrea Muff - Kunst und Kultur statt Autos und Reisebusse: Der Gemeinderat genehmigte für die Zeit von zwei Monaten eine multifunktionale Nutzung der Berner Schützenmatte.

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Vergangenen September wurde die SChützenmatte bereits für ein Kunstprojekt zur Verfügung gestellt. (Bild: Alessandro Meocci)

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Tummelfeld für Freidenker, Künstler und Kulturschaffende: Vom 30. Juli bis 27. September werden die Fahrzeuge von der Schützenmatte verbannt. Sie machen beim zweiten Labor Schützenmatte Platz für ein Experiment sowie Raum für Begegnungen. «Für die Zwischennutzung gibt es schon zahlreiche Ideen, die in den nächsten Monaten ausgewählt werden», erklärt Stadtpräsident Alexander Tschäppät. Auch die Bevölkerung konnte sich mit Vorschlägen beteiligen.

Schon im letzten September wurde auf der Schützenmatte gezeigt, wie der Platz ohne Autos aussehen könnte – allerdings nur für drei Tage. Bei dieser Gelegenheiten konnten die Besucher ihre Ideen und Bedürfnisse einbringen.

Labor Schützenmatte

Heuer stellen sich die Planer eine multifunktionale Nutzung vor. So wären ein Grümpelturnier, künstlerische Performances oder Sitzgelegenheiten denkbar. Zudem ist als Begrenzung zur Schützenmattstrasse ein Container geplant, der durch Lernende umgebaut wird und vor Ort bespielt werden kann. Doch damit nicht genug: Geplant sind auch das Antirassismus-Festival, eine Skaterrampe, das Sommerfest der Reitschule oder das UNA Festival. Das Labor Schützenmatte 2015 wird als Testlauf für eine künftige Nutzung des Platzes gesehen.

«Wir versuchen möglichst alle Beteiligten, darunter auch die Reitschule, in die Planung miteinzubeziehen, so dass wir ein breit abgestütztes Konzept ausarbeiten können», so Tschäppät. Ärgernisse wie die Sprayereien beim Labor 2014 sollen dadurch vermieden werden.

Mehr als ein Parkplatz

Mit dem Experiment will die Stadt zeigen, dass der Parkplatz durch eine Umnutzung an Wert gewinnt. «Die Schützenmatte hat mehr Qualitäten, als nur Parkplatz zu sein», sagt Stadtpräsident Tschäppät. Jetzt müssten noch allfällige Bewilligungen eingeholt werden, sobald das konkrete Konzept stehe. Für die Durchführung des Labors beantragt der Gemeinderat beim Stadtrat deshalb, den Kredit um 90'000 Franken aufzustocken.