«Rendez-vous Bundesplatz»

12. Oktober 2017 22:13; Akt: 12.10.2017 22:16 Print

Wenn Skelette das Bundeshaus zieren

Das diesjährige Licht- und Tonspektakel auf dem Bundesplatz steht im Zeichen der Reformation und ihres 500-jährigen Jubiläums.

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Die Zuschauer des «Rendez-vous Bundesplatz» 2017 erwartet eine Reise vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Ab dem 13. Oktober werden Luther, Zwingli und Calvin während sechs Wochen auf der Fassade des Bundeshauses zu sehen sein. Zu entdecken ist etwa die Erfindung des Buchdrucks, die Spaltung der katholischen Kirche und das Betreten eines neuen Kontinents.

«Die Thematik ist wichtig, denn die Auswirkungen der Reformation wirken bis heute nach», sagte Brigitte Roux, Initiantin und Produzentin von «Rendez-vous Bundesplatz», am Donnerstag vor den Medien in Bern.

Dabei soll die Show kein Bekehrungsversuch sein. «Wir wollen mit unserer Kunst nicht missionieren, sondern zum Denken anregen», sagte Künstlerin Sabine Weissinger. Auch Gottfried Locher vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) betonte, der Event sei keine kirchliche PR-Aktion. «Wir wollen die Licht- und Schattenseiten der Reformation zeigen.»

So passe es etwa perfekt zur reformatorischen Bilderkritik, dass nun reformatorische Szenen auf die Fassade des Bundeshauses projiziert würden. Die Thematik wurde auf Initiative des Kirchenbundes ausgewählt.

Anlagen im Sandstein-Look getarnt

Titel des halbstündigen Spektakels ist «Reset» - zurück auf vorwärts. Den Reformatoren sei es immer wieder um das neue Aufsuchen des Anfangs gegangen, so Locher. Das sei sowohl für die Kirche als auch im eigenen Leben immer hilfreich.

Das Lichtspiel findet bis zum 25. November täglich jeweils um 19 Uhr und 20.30 Uhr statt. Von Donnerstag bis Samstag läuft zusätzlich eine Show um 21.30 Uhr. Bespielt wird das Bundeshaus durch acht Projektoren. Die Lautsprecheranlagen für den Ton befinden sich auf dem Balkon des Ständerats. «Dieser Standort wurde nur bewilligt, weil wir die Anlagen im Sandstein-Look getarnt haben», sagte Brigitte Roux. Nur bei ganz genauem Hinsehen seien die Anlagen zu entdecken.

Es ist bereits die 7. Ausgabe des «Rendez-vous Bundesplatz». Es hat letztes Jahr fast 600'000 Besucherinnen und Besucher angezogen. Das Sicherheitskonzept wurde für die diesjährigen Aufführungen verstärkt.

(flo/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Krachnuss am 12.10.2017 22:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Buntes an grauen Herbsttagen

    Dies ist ein Besuch in Bern wert. Täglich die schöne Light-Show. Eine Aufheiterung in den grauen Herbsttagen. Toll!

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  • Frögli am 12.10.2017 22:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mel ehrlich..

    Warum wurde das Sicherheits-Konzept für dieses Jahr ausgebaut. Haben die Skelette im Bundeshaus Angst vor jenen Leuten, die sie in unser Land, durch die offenen Grenzen lassen?

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  • äsä am 12.10.2017 23:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reset.....

    ......müsste man auch im Inneren des Bundeshauses durchführen. Den die Skelette sind sicher besser für unser Land, weder die, die im Inneren debattieren!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Michèle am 13.10.2017 10:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Könnt ihr die Show bitte für mich geniessen?

    Leider werde ich die Show dieses Jahr verpassen - kann sie bitte jemand für mich ansehen? ich liebe die bunten Bilder am Bundeshaus in der Herbst-/ Winterzeit. Da kommt doch ein we ig Heimweh auf.... aber nur ein ganz klein wenig ;)

  • Stone am 13.10.2017 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    7 Skelette hinter den 7 Bergen

    Die Skelette zeigen genau den Inhalt und die Qulität der Regierungsgeschäfte der Bundesräte. Luft und Blabbern , mehr Inhalt ist aus Bern schon seit Jahren nicht mehr gekommen.

  • Kathrin am 13.10.2017 09:25 Report Diesen Beitrag melden

    Was soll das?

    Wer lebt denn noch christlich von den sieben Bundesräten?Auch im Bundeshaus hat die light Ehe schon Tradition.

  • Patricia am 13.10.2017 01:05 Report Diesen Beitrag melden

    uiuiuiiii...

    Ist das Ganze nicht ZU schweizerisch und ZU christlich angehaucht? Wenn sich da nicht wieder mal welche diskriminiert fühlen.

  • Rösli Hösli am 12.10.2017 23:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja,

    Im Bundeshaus haben sie offenbar nichts besseres zu tun. Die Politiker überlassen die Probleme dem Volk.