Dählhölzli Bern

08. März 2018 18:02; Akt: 12.03.2018 17:34 Print

Wölfe erhalten dank Sturm Burglind neues Gehege

Der Sturm Burglind wütete Anfang Januar im Berner Tierpark Dählhölzli. Besonders stark traf es die Wolfsanlage. Am Donnerstag erhielten die Wölfe ihr neues Gehege.

Das Berner Wolfsrudel kann nun in die neue Anlage einziehen. (Video:rc)
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Die Wölfe aus dem Berner Tierpark erhielten am Donnerstag ihr neu saniertes Gehege zurück. Die Reparatur und Neugestaltung der Wolfsanlage kostete rund 230 000 Franken.

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Für Jürg Hadorn, stellvertretender Direktor des Tierparks Bern, waren die Auswirkungen des Sturms ein Tiefpunkt in seiner 25-jährigen Karriere im Dählhölzli. Doch das Engagement seiner Mitarbeiter rührte ihn: «Es war sehr schön zu sehen, wie plötzlich Personen aus dem Büro, von der Kasse, der Zoopädagogik und Administration mit Gummistiefeln im Gehege standen und aktiv dazu beitrugen, dass die Anlage heute so gut aussieht.»

Bei Sturm bleibt Wolf im Revier

Für Aufregung sorgten Anfang Januar die Nachrichten von der Zerstörung des Wolfgeheges, weil eine Zeit lang unklar blieb, ob alle sechs Wölfe in der Anlage geblieben waren: Tierpark-Angestellte hatten in einer ersten Zählung nur fünf Tiere gesichtet.

Tierparkdirektor Bernd Schildger äusserte sich in der letzten Ausgabe von «Bärn!Magazin» dazu: Aus Sicht der Wölfe sei es bei einem Sturm wie Burglind «extrem unvernünftig», das angestammte Revier zu verlassen. Für Wölfe sei es ein Leichtes, einem umstürzenden Baum auszuweichen. Im Januar hatte Burglind 25 grosse Bäume umgeweht.

Schaden schlägt aufs Budget

Das verwüstete Wolfsgelände wurde nun neu modelliert und bepflanzt, damit die Tiere auch Rückzugsmöglichkeiten haben. Insgesamt 45 grosse Bäume sowie Sträucher und Büsche wurden angepflanzt.

Zusammen mit anderen Schäden an den Anlagen für Bären, Luchse und Wildschweine sowie an Wegen und Leitsystemen rechnen die Tierparkverantwortlichen mit einem Gesamtschaden von etwa 500'000 Franken, die durch den Sturm verursacht wurden.

Schildger sagte gestern vor Ort, dass für etwa die Hälfte des Schadens die Versicherungen aufkämen. Die andere Hälfte decke der Tierpark aus Rückstellungen und aus dem laufenden Budget. Die Wolfsanlage des Berner Tierparks war 2013 eingeweiht worden.

(rc / sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ChriguBern am 08.03.2018 19:49 Report Diesen Beitrag melden

    Doch keine Killer

    Oh Wunder, die Wölfe sind nicht ausgerissen und haben die halbe Stadt Bern tot gebissen. / Ironie off. Wölfe sind eben weder Kuscheltiere noch Bestien, gut so. Und herzlichen Dank all denen, die den Berner Wölfen geholfen haben.

  • Peter Kernen am 08.03.2018 18:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Urberner

    Neues Gehhege ? Wölfe sind doch lieb gemäss Herrn Schildger , der Dählhölzliwald ist sicher gross Genus damit sich die Städter mit den Wölfen arrangieren können. Oder ist es doch etwas zu gefährlich und wird deshalb nur den Bewohnerinnen in der Aglomeration zugemutet........

Die neusten Leser-Kommentare

  • ChriguBern am 08.03.2018 19:49 Report Diesen Beitrag melden

    Doch keine Killer

    Oh Wunder, die Wölfe sind nicht ausgerissen und haben die halbe Stadt Bern tot gebissen. / Ironie off. Wölfe sind eben weder Kuscheltiere noch Bestien, gut so. Und herzlichen Dank all denen, die den Berner Wölfen geholfen haben.

  • Peter Kernen am 08.03.2018 18:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Urberner

    Neues Gehhege ? Wölfe sind doch lieb gemäss Herrn Schildger , der Dählhölzliwald ist sicher gross Genus damit sich die Städter mit den Wölfen arrangieren können. Oder ist es doch etwas zu gefährlich und wird deshalb nur den Bewohnerinnen in der Aglomeration zugemutet........