Teure Stilllegung

21. November 2012 07:23; Akt: 21.11.2012 11:14 Print

AKW-Betreiber werden zur Kasse gebeten

Die Schweizer Betreiber von Atomkraftwerken müssen kräftig nachzahlen. Die Kosten der Stilllegung werden auf 20,6 Milliarden geschätzt, 10 Prozent mehr als vor sechs Jahren.

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Die AKW-Betreiber müssen mehr in den Stilllegungs- und Entsorgungsfonds einbezahlen. Dies haben die Kommissionen der Fonds an ihrer Sitzung vom Dienstag entschieden. Insgesamt sollen sich die Kosten für die Stilllegung der Kraftwerke auf 20,6 Milliarden Franken belaufen.

Das sind rund 10 Prozent mehr als die bisherigen Kostenschätzungen aus dem Jahr 2006, wie das Bundesamt für Energie (BFE) am frühen Mittwochmorgen mitteilte. Die nun von den Kommissionen neu festgelegten Jahresbeiträge gelten für die Jahre 2012 bis 2016.

Fonds stellen Finanzierung und Entsorgung sicher

Grundlage für die Berechnung der Beiträge der AKW-Betreiber bilden laut BFE Kostenstudien, die alle fünf Jahre aufgrund des neusten Wissens- und Technikstands aktualisiert werden müssen. Als Berechnungsgrundlage wird eine Laufzeit der AKW von 50 Jahren angenommen.

Die beiden unabhängigen Fonds stellen die Finanzierung der Stilllegung der AKW und die Entsorgung der radioaktiven Abfälle nach deren Ausserbetriebnahme sicher.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bergschlumpf am 21.11.2012 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Man staune

    wie billig die Entsorgung in der Schweiz ist. Die Deutschen zahlen pro Reaktor 6 Milliarden Euro für den Abbau der ehemaligen KKWs mit russicher Technik.

  • P. Wasser am 21.11.2012 08:01 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    Langsam aber sicher kommen die wahren Kosten zum Vorschein!

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  • Atomstromkonsument am 21.11.2012 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Kernkraft ist absolut notwendig

    Die Stillegungskosten müssen diejenigen bezahlen die den ganzen Unsinn beschlossen und Unterstützt haben. Jeder einigermassen normaldenkende Schweizer unterstützt die Kernkraft, da umweltfreundlich und ohne Kulturlandverlust effektiv Strom produziert werden kann. Aber wahrscheinlich wollen sie lieber Strom aus ausländischen, unsicheren KKW beziehen statt im eigenen Land unsere supersicheren KKW zu betreiben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • N. A. am 21.11.2012 15:17 Report Diesen Beitrag melden

    Je länger, umso teurer

    Sowohl was den Rückbau der alten betrifft als auch der Bau eines neuen auf dem aktuellen Stand der Technik. Können wir wirklich darauf verzichten?

  • Bergschlumpf am 21.11.2012 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Man staune

    wie billig die Entsorgung in der Schweiz ist. Die Deutschen zahlen pro Reaktor 6 Milliarden Euro für den Abbau der ehemaligen KKWs mit russicher Technik.

  • Kurth am 21.11.2012 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Gratis ist nichts

    Positiv ist, dass die künftigen Kosten für Stilllegung und Entsorgung der KKWs und deren Abfälle periodisch nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik geschätzt werden. Ganz im Gegensatz dazu wird beim nationalen Projekt der Energiewende von Frau BR Leuthard und ihrem UVEK die Kostenfolge ganz bewusst weggelassen. Weshalb wohl? Eben weil die Kosten sehr hoch sind! Allein für den Netzausbau wird von 100 Mia. geredet. Die Befürworter der Energiewende reden dauernd davon, dass Wind und Sonne gratis sind. Keineswegs!

  • Atomstromkonsument am 21.11.2012 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Kernkraft ist absolut notwendig

    Die Stillegungskosten müssen diejenigen bezahlen die den ganzen Unsinn beschlossen und Unterstützt haben. Jeder einigermassen normaldenkende Schweizer unterstützt die Kernkraft, da umweltfreundlich und ohne Kulturlandverlust effektiv Strom produziert werden kann. Aber wahrscheinlich wollen sie lieber Strom aus ausländischen, unsicheren KKW beziehen statt im eigenen Land unsere supersicheren KKW zu betreiben.

    • Martin Hauser am 21.11.2012 14:48 Report Diesen Beitrag melden

      Auch die Schweizer KKW sind überaltert.

      "...Aber wahrscheinlich wollen sie lieber Strom aus ausländischen, unsicheren KKW beziehen statt im eigenen Land unsere supersicheren KKW zu betreiben...." Ja, wollen wir. *Augenverdreh*

    • herr atomi am 21.11.2012 14:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      ach ja?

      und sie meinen also ernsthaft es gäbe keine stilllegungskosten wenn weiter auf kernkraft gesetzt wird? na dann... alles klar ;-)

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  • ich wars am 21.11.2012 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    zu billig

    klar ist dass seit die AKW's gebaut wurden der Strom viel zu günstig ist. hätte man alles von anfang an eingerechnet, hätte kein AKW je einen Gewinn auszahlen dürfen, das hätte alles für die Stilllegung in einem Fonds geäuffnet werden sollen.