Kaum genutzt

12. Dezember 2012 16:48; Akt: 12.12.2012 17:12 Print

SBB kippt SMS-Dienst aus dem Angebot

Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag ist der SMS-Dienst, der über Verspätungen im Zugverkehr informierte, verschwunden. Eine Alternative kommt im nächsten Jahr - aber nur für Smartphone-Nutzer.

storybild

Wer kein Smartphone hat, hat das Nachsehen: Der SMS-Alarmdienst wird durch Push-Nachrichten ersetzt. (Bild: Keystone/Michele Limina)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Für Martin Schelldorfer kam das Ende abrupt. Am Sonntag stellten die SBB den SMS-Alarmdienst ein. «Dieser Dienst hat mir in meinem Pendleralltag viele Minuten am kalten Bahnhof bei Wind, Regen und Schnee erspart und mein Pendlerleben viel angenehmer gemacht», so Schelldorfer. Er hat sich jeweils über die Verspätungen der Züge informieren lassen.

Umfrage
Stört es Sie, dass die SBB den SMS-Alarmdienst abgeschaltet haben?
24 %
76 %
Insgesamt 907 Teilnehmer

SBB-Sprecher Christian Ginsig sagt auf Anfrage: «Den SMS-Dienst haben nur noch sehr wenige Kunden genutzt.» Deshalb wurde das Angebot mit dem Fahrplanwechsel gestoppt. Ab kommendem Frühjahr führt die SBB als Alternative aber einen Push-Service ein. Den Push können all jene abonnieren, welche die SBB-Mobile-App auf ihrem Smartphone installiert haben. «Das sind momentan rund 2.5 Millionen», sagt Ginsig.

Hilfe im Internet

Eigentlich sollte der Push-Dienst schon mit dem Fahrplanwechsel eingeführt werden. «Es kam jedoch zu technischen Verzögerungen», so Ginsig. Bis der Push eingeführt wird, müssen sich die SBB-Kunden im Internet oder SBB Mobile noch manuell über Verspätungen informieren. Hat ein Zug mehr als zwei Minuten Verspätung, wird dies heute im Online Fahrplan oder bei SBB Mobile automatisch angezeigt.

Für Schelldorfer ist der Alarmdienst aber Geschichte. «Ich habe noch kein neustes Smartphone und will mir auch keines anschaffen.»

(bat)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • G. A. G. am 12.12.2012 17:09 Report Diesen Beitrag melden

    SMS wurde immer zu spät abgeschickt.

    Kein wunder wurde es nicht genutzt. Die SBB hat das SMS immer erst nach der planmässigen Abfahrtszeit abgeschickt, als sowieso klar war dass der Zug nicht da ist. Dafür braucht man keine Alarmmeldung. Es wäre nützlich gewesen wenn die Meldung vorgängig geschickt worden wäre.

    einklappen einklappen
  • Xaver am 12.12.2012 17:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Tool gibt es schon.

    Die alternative gibt es fuer Android. Das Oeffi von Schildbach. Da werden die Verspätungen von Zug S-Bahn und Bus angezeigt. Ist eine super App

  • Tinu am 12.12.2012 18:54 Report Diesen Beitrag melden

    Vernünftig wäre...

    Wenn man den dienst erst einstellt, wenn die alternative bereits verfügbar ist. Mir scheint aber, die sbb hat es in ihre strategie aufgenommen, die kunden zu verärgern...

Die neusten Leser-Kommentare

  • No ÖV-Fahrer Anymore am 12.12.2012 22:59 Report Diesen Beitrag melden

    Schlecht informiert

    Da die SBB ja sowieso sehr selten und sehr schlecht bei Verspätungen informieren - Beispiel Liestal 6.12. morgens 05:58 Basel-Zürich (wo blieb der Zug?), kann man getrost auch diesen Service streichen. Der Kluge steigt um vom Zuge (aufs Auto).

  • Tinu am 12.12.2012 18:54 Report Diesen Beitrag melden

    Vernünftig wäre...

    Wenn man den dienst erst einstellt, wenn die alternative bereits verfügbar ist. Mir scheint aber, die sbb hat es in ihre strategie aufgenommen, die kunden zu verärgern...

  • Angepi$$t am 12.12.2012 18:46 Report Diesen Beitrag melden

    Und das ist noch nicht alles ...

    Das Java-Fahrplan-App für nicht-iOS/Android/Windows-Handies gibts auch nicht mehr. So mag mans: Preise rauf, Leistung runter. Werde wohl vermehrt aufs Auto umsteigen, ist eh bequemer.

    • Martin Schelldorfer am 12.12.2012 22:17 Report Diesen Beitrag melden

      Nokia Store

      Im Nokia Store gibt es diese App noch. Auf der SBB Website konnte ich sie heute aber auch nicht mehr finden. Immerhin funktioniert sie bei mir auf dem Handy noch.

    • Angepi$$t am 13.12.2012 00:05 Report Diesen Beitrag melden

      Die SBB schreibt

      es würden keine neuen Informationen mehr dafür bereitgestellt - weiss von daher nicht, ob sie (im Moment) wirklich noch funktioniert oder veraltete Daten präsentiert ...

    einklappen einklappen
  • Hanspi am 12.12.2012 18:44 Report Diesen Beitrag melden

    Nobel muss die Welt zugrunde gehen

    Die Passagiere vorgängig über Verspätungen zu informieren, das bringt die SBB auch mit Steinzeit-HW, sprich Mikrofon und Lautsprecher am Bahnhof, nicht fertig.

  • Nici am 12.12.2012 18:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SMS Kosten

    Vermutlich waren die SMS Kosten zu hoch! Bei mir war fast täglich eine fällig! Schade habe schon gedacht das die SBB deshalb die Tarife erhöht hat! Wieder mal eine Leistung weniger!