Energy Challenge

11. Mai 2017 14:19; Akt: 20.06.2017 00:13 Print

«Es muss nicht jeder ein Energiesparkönig werden»

Stress nimmt am Startschuss der Energy Challenge 2017 teil. 20 Minuten sprach mit dem Musiker über seine Energiebilanz.

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Stress dürfte sich bereits gewohnt sein, in die Pedale zu treten: Der Rapper und Musiker war einer der Hauptbotschafter der letztjährigen Energy Challenge und strampelte sich mehrfach auf Energie generierenden Velos ab. (Bild: Keystone/Marcel Bieri)

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Der Westschweizer Rapper und Musiker Stress ist zusammen mit Mountainbike-Olympiasieger Nino Schurter Botschafter der Energy Challenge 2017, deren Startschuss am morgigen Freitag, 12. Mai 2017, an der Mustermesse Basel (Muba) fällt. Im Interview spricht Stress über seinen Energiekonsum und gibt Energiespartipps.

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Du bist bereits zum zweiten Mal Botschafter der Energy Challenge. Was motiviert dich dazu, wieder dabei zu sein?
Als ich mich vor Jahren mit dem Thema zu befassen begann, habe ich schon gemerkt, dass das kein Sprint wird, sondern ein Marathon. Es braucht Zeit, bis die Leute das Thema beachten und merken, wie es sie selber betrifft. Darum bin ich wieder dabei. Letztes Jahr war ein guter erster Schritt, aber wir müssen darauf aufbauen und beharrlich weitermachen.

Welche Botschaften möchtest du mit der Teilnahme vermitteln?
Am wichtigsten ist mir, dass alle merken, dass sie selber wirklich einen Beitrag leisten können. Jeder hat die Wahl, welche Produkte er kauft oder welche Glühbirnen er verwendet. Es geht vor allem darum, sich selber bewusst zu sein, dass man im Alltag viele kleine Dinge tun kann, um eine Verbesserung der Situation zu bewirken.

In welchen Bereichen gelingt es dir gut, Energie zu sparen? Wie machst du das?
Mein Haus ist bereits auf einem guten Standard, was Heizung, Leuchtmittel und dergleichen anbelangt. Im Alltag nehme ich so oft wie möglich den Zug oder mache Car-Pooling, um an meine Shows und Meetings zu gelangen. Ich recycle alles, was geht. Mein aktuelles Ziel, das ich seit längerem verfolge, ist die Abfallreduktion. Dazu gehört insbesondere, nur das zu kaufen, was ich auch konsumiere. Bewusst einzukaufen und zu shoppen und nicht aus Launen heraus Dinge anzuschaffen, die ich eigentlich gar nicht brauche.

Wie haben sich deine Wahrnehmung und Energiebilanz seit Beginn der ersten Energy Challenge verändert? Was konntest du persönlich mitnehmen?
Bevor ich die erste Energiebilanz von mir selbst sah, hatte ich diese als gut eingeschätzt. Ich musste aber merken, dass ich zu oft reise und einen hohen Wert im Bereich Konsum aufweise. Die Bilanz hat mir gezeigt, wo ich optimieren kann. Ich bin heute in der glücklichen Situation, dass ich mir ein umweltfreundliches Auto und eine Heizung mit Erdwärme leisten kann. Aber es sind auch Sachen, die jeder für sich machen kann, die mir bewusster geworden sind: zum Beispiel vor allem saisonale und regionale Produkte kaufen, die nicht um die halbe Welt gefahren wurden, oder sich vor dem Einkaufen fragen, was man wirklich braucht.

Was rätst du unseren Lesern, die ihren Energieverbrauch zwar senken möchten, aber noch unsicher sind, ob dies ohne allzu grosse Einschränkungen möglich ist?
Man hat heutzutage so viele Möglichkeiten, sich zu engagieren. Sei es unser Einkaufsverhalten, wie wir unser Haus beleuchten, wie wir von A nach B kommen oder keine Plastiksäcke zu nutzen und stattdessen einen Rucksack zum Einkaufen mitzunehmen: Solche Massnahmen lassen sich einfach umsetzen. Ich empfinde es nicht als eine Einschränkung. Ich reise ja auch trotzdem und das Ziel ist es auch nicht, Energiesparkönig zu werden. Es geht vielmehr darum, neue Wege zu gehen. Wer es ausprobiert, wird sehen, dass die Umstellungen für einen selber eigentlich nur kleine Auswirkungen haben. Für unseren Planeten macht es aber viel aus.

(sts)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Donald Duck am 11.05.2017 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ironie

    Nichts gegen Fernbeziehungen, aber ein Energiebotschafter, welcher immer wieder um die halbe Welt der Liebe wegen fliegt, ist für mich ein wenig ironisch...

  • lightning 6 am 11.05.2017 14:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genau

    Genau Energie Botschafter und zuhause stehen mehrere Mustangs von Ihm :-)

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  • GrünUndFrei am 11.05.2017 14:48 Report Diesen Beitrag melden

    Wichtigster Punkt in der Energiebilanz!

    Und wie viel mal ist er im letzten Jahr geflogen? Nur ein Flug nach Paris verbraucht mehr Energie als eine Person im Jahr die nicht fliegt!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mündiger Bürger am 17.05.2017 02:54 Report Diesen Beitrag melden

    Energy Challenge zu gross

    Offenbar ist für die Behörden und Politiker der Energy Challenge mit der Energie Strategie 2050 zu gross, weshalb sie uns eine nicht tragbare und nicht richtig ausgearbeitete Scheinlösung unterzujubeln versuchen. Die Energiestrategie 2050 des BFE ist so unnütz wie diese Energy Challenge!!!

  • Perez am 14.05.2017 19:03 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Meinung

    Je Promi desto überflüssig - Ich denke die Menschen haben genug von diesen lehrerhaften möchtegern Gutpromis. Die sollen ihren Job - unsere Belustigung - machen und sonst einfach Ruhe geben.

  • Tom am 13.05.2017 23:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nicht ernst nehmen!

    Isch habe auch eine gute Idee. Keine Freundin haben die in New York ihr Lebensmittelpunkt hat schpaart schampaar Enerschi.

  • Andy am 13.05.2017 22:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soso stress

    Ähhh ja stress, hat der nicht mal werbung für die "sauberen" vw gemacht....

  • Ueli V. am 13.05.2017 21:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    NEIN zum Energie-Wahnsinn 2050

    ES 2050: Zurück zum Absender und nochmals über die Bücher bitte! Darum: NEIN stimmen. Jede Stimme zählt.