Energy Challenge

16. Juni 2017 10:50; Akt: 07.07.2017 16:03 Print

Damit Waschen nicht zum Energiefresser wird

Ist es draussen heiss, fällt oftmals mehr schmutzige Wäsche an als gewöhnlich. So können Sie beim Waschen Energie sparen.

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Die Wäsche bei sommerlichen Temperaturen an der frischen Luft trocknen zu lassen, spart gegenüber Tumbler oder Raumlufttrockner Energie und nimmt nicht viel mehr Zeit in Anspruch. (Bild: flickr.com)

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Rund zwei Millionen Waschmaschinen stehen in Schweizer Haushalten. An warmen Tagen mit stickigen Büros, Outdoor-Sport oder Festivals fällt der Wäscheberg schon mal grösser aus. Die nachstehenden Tipps von Energie Schweiz zeigen auf, wo beim Waschen Energiesparpotenzial besteht.

Umfrage
Bei welchen Temperaturen waschen Sie den grössten Teil Ihrer Kleidung?
22 %
68 %
9 %
1 %
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Insgesamt 5362 Teilnehmer

Keine Vorwäsche: Vorwaschen ist nicht nötig. Flecken sollten allerdings sofort vorbehandelt und das Kleidungsstück so bald wie möglich gewaschen werden.

Wäschemenge: Die Waschmaschine sollte komplett gefüllt, die maximale Füllmenge aber nicht überschritten werden. Überfüllung reduziert die Waschwirkung, Unterfüllung beansprucht das Gewebe stark.

Waschtemperatur: Mit modernen Waschmitteln genügt für leicht bis mittelmässig verschmutzte Wäsche in vielen Fällen eine Waschtemperatur von 30 Grad. Zudem wird bei tiefen Temperaturen das Gewebe geschont. Alle modernen Waschmaschinen und die meisten angebotenen Waschmittel sind heute für Kaltwaschen geeignet. Mit 30 Grad lässt sich bis 70 Prozent Strom sparen gegenüber einer 90-Grad-Wäsche und bis 20 Prozent gegenüber einer 40-Grad-Wäsche. In Bezug auf die Hygiene spielt die Waschtemperatur eine untergeordnete Rolle, entscheidend ist gutes Trocknen.

Dosierung des Waschmittels: Bei 30 Grad ist eine Höherdosierung gegenüber wärmeren Waschtemperaturen nicht nötig, sie waschen sauber – und dies mit deutlich weniger Chemie als vor 20 Jahren.

Trocknen: Nach dem Waschgang sollten die sauberen Kleidungsstücke zum Trocknen schnell aus der Maschine entnommen werden. An sonnigen Tagen kann Wäsche im Freien trocknen. Alternativ bietet sich ein gut belüfteter Estrich an. In Kellern sind heute häufig Raumlufttrockner installiert, die die Trocknungszeit verkürzen. Die Geräte können ihre Aufgabe allerdings nur bei geschlossenen Türen und Fenstern im Trocknungsraum erfüllen. Komfortabel ist auch die Trocknung im Tumbler. Diese haben in den letzten Jahren mit dem Einzug der Wärmepumpen-Technologie sehr grosse Fortschritte in Bezug auf den Energieverbrauch gemacht. Der Stromverbrauch wurde gegenüber herkömmlichen Geräten mehr als halbiert.

Bügeln: Bügeleisen haben hohe Anschlussleistungen. Da sie aber meistens nur kurze Betriebszeiten aufweisen, ist ihr Energieverbrauch im Vergleich zu den grossen Haushaltsgeräten gering. Zwischen den einzelnen Modellen gibt es in Bezug auf die Energieeffizienz kaum Unterschiede.

(sts)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Miletta am 16.06.2017 12:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lieber fein duftende Wäsche

    Putzlappen, Bettwäsche, Frotteewäsche und Unterwäsche werden bei 30 Grad nicht hygienisch sauber, diese Sachen wasche ich bei 60 Grad. Der Rest bei 30 oder 40 Grad, je nach Material.

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  • Peter Moser am 16.06.2017 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Habe da mal eine Frage

    Meine Maschine wäscht im "normalen" Programm bei 40° die Wäsche in einer Stunde. Wähle ich aber das Eco-Programm werden daraus rund 3 Stunden. Warum soll das den Ökologischer sein? Braucht die Maschine in 3 h weniger Strom als in einer?

  • Rezeptheft am 16.06.2017 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Nein

    Die meisten Waschmaschinen waschen nicht mit der eingestellten Temperatur. Sie waschen immer mit tieferen Temperaturem. Ausserdem kann man nicht alles nur 30° waschen. Küchentücher müssen einml pro Monat mal ne 90° wäsche bekommen. Also mit 30° ist vielleicht der Schmutz raus , aber sicher nicht der Geruch.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • gross mutter am 17.06.2017 22:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sommerzeit kurz und

    wo kann der durchschnittsmieter im freien wäsche aufhängen?

  • Tizzi am 17.06.2017 19:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na sowas...

    Jetzt darf man alles wieder bei 30 Grad waschen? Und nächste Woche kommt wieder ein Artikel, wie unhygienisch das sei, da sämtliche Bakterien, inkl. Kolibakterien somit überleben und auch im Kleiderschrank und in der Waschmaschine weiterleben und sich sogar vermehren. So ein ähnlicher Artikel war vor wenigen Jahren hier zu lesen.

  • SonjaA am 17.06.2017 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waschtag

    Habe heute eine ziemlich gut gefüllte Maschine gewaschen, 40 Grad, inklusive Küchentücher und Bettwäsche, alles total sauber und schon an der frischen Luft getrocknet und wieder verrumt. Die Bettwäsche habe ich aber direkt von der Wäscheleine wieder angezogen, da fühlt man sich wie frisch geboren, bei dem traumhaften Duft! 40 Grad reicht für alles, wird sauber und rein. Auch Waschpulver dosiere ich nur ungefähr die Hälfte, wie auf der Packung angegeben, reicht völlig! Mein Tipp: Keinen Weichspüler, dafür eine halbe ausgepresste Zitrone oder einen Schnitz davon mitwaschen, frisch und weich!;)

  • Juraviper am 17.06.2017 18:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Waschen

    Haben sie noch nie etwas von Waschen mit Doris gehört. Ohne Strom mit Zuber und Waschbrett.

  • Bri am 17.06.2017 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Auf Weichspüler verzichten

    Das braucht weder die Umwelt noch die Maschine und die Wäsche schon gar nicht!! Isr nur Gewöhnungssache. Schliesslich genügt der duft des Waschmittels allemal.