Energy Challenge

08. Juni 2017 14:47; Akt: 19.06.2017 23:58 Print

So sparen Schweizer Promis Energie

Kalte Duschen und kompostierbare Jeans: Musiker, Sportler und Moderatorinnen verraten ihre Energiespartipps.

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Der Basler Popsänger, Rockstar und Synchron-Sprecher Baschi ist zufrieden mit seiner Energiebilanz: «In meinen vier Wänden, glaube ich, habe ich das Energiesparen gut im Griff. Ich lösche immer das Licht, lasse das Wasser nicht unnötig laufen und verwende Stromspar-Lampen.» Der persönliche Energiespartipp des 31-Jährigen: «Ich bin ein harter Hund und dusche kalt». «Geht nach draussen, anstatt vor dem Fernseher zu sitzen», fordert der Musiker seine Fans via Facebook auf. «Das spart Strom und ist erst noch gesünder.» Miss Schweiz Lauriane Sallin gibt abgesehen von den Lebenshaltungskosten weniger als 300 Franken pro Monat für den privaten Gebrauch aus. «Ich kaufe regelmässig in Secondhand-Läden ein. Ich mag es, aktuelle Mode mit alten Stücken zu kombinieren. So kann man alte Kleidungsstücke wiederverwenden», berichtet die modebewusste Studentin. Lauriane berechnete letzten Frühling für 20 Minuten ihren ökologischen Fussabdruck. Dabei wird mithilfe eines Fragebogens der eigene Umgang mit natürlichen Ressourcen in den Bereichen Ernährung, Mobilität, Wohnen und Energie sowie Konsum evaluiert und dem Angebot der Erde gegenübergestellt. Das Resultat zeigt auf, wie viele Planeten mit den Eigenheiten der Erde benötigt würden, wenn die gesamte Weltbevölkerung den gleichen Lebensstil hätte. Das Resultat: 2,3 Erden. Damit liegt die Schönheitskönigin einen halben Planeten unter dem Schweizer Durchschnitt. Da er aufgrund seines Berufs jeden Tag mit der Natur zusammenarbeitet, hat Landwirt und Mister Schweiz 2005 Renzo Blumenthal schon früh die Notwendigkeit von Umweltschutz aufgezeigt. «Bei der Ernährung setze ich auf Produkte aus der Region. Wir bauen selber Früchte und Gemüse an.» Als der 40-Jährige noch Artikel aus seinem hofeigenen Bioladen an Haushalte in der Nähe lieferte, war er dafür mit einem Elektrofahrzeug unterwegs. Auf seinem Hof in Vella (GR) produziert Blumenthal Solarstrom für 15 Haushalte. Auf dem Bild ist zu sehen, wie der Ex-Mister die Stromerzeugung der Solaranlage überwacht. Der Westschweizer Musiker Stress engagiert sich bereits seit mehreren Jahren für Natur sowie Umwelt und scheint die energieeffiziente Lebensweise längst verinnerlicht zu haben: «Mein Haus ist bereits auf einem guten Standard, was Heizung, Leuchtmittel und dergleichen anbelangt. Im Alltag nehme ich so oft wie möglich den Zug oder mache Car-Pooling, um an meine Shows und Meetings zu gelangen. Ich recycle alles, was geht. Mein aktuelles Ziel, das ich seit längerem verfolge, ist die Abfallreduktion.» «Jeder hat die Wahl, welche Produkte er kauft oder welche Glühbirnen er verwendet. Es geht vor allem darum, sich selber bewusst zu sein, dass man im Alltag viele kleine Dinge tun kann, um eine Verbesserung der Situation zu bewirken», findet Stress, der bereits zum zweiten Mal Botschafter der Energy Challenge ist (siehe Infobox). Nachdem Linda Gwerder damit begonnen hatte, Wettersendungen zu moderieren, setzte sie sich vermehrt mit dem Thema Klimawandel auseinander. Hier ist die Zürcher Moderatorin im Meteonews-Studio in Oerlikon zu sehen. Bereits als Kind sei ihr aufgezeigt worden, wie wichtig ein sorgsamer Umgang mit natürlichen Ressourcen sei. «Als kleines Mädchen badete ich oft mit meiner Schwester zusammen statt alleine, um Wasser zu sparen». Die 32-Jährige ist streng mit sich selber ist sie, wenn es um die Temperatur in ihren vier Wänden geht: «18 bis 20 Grad Celsius im Winter reichen völlig aus und im Hitzesommer letztes Jahr habe ich mir selbst eine Klimaanlage gebastelt», berichtet Gwerder. Mithilfe eines batteriebetriebenen Ventilators, mit Eis gefüllten PET-Flaschen und einer leeren Box mir einer Öffnung auf der Vorderseite habe die handgemachte Klimaanlage «tiptop funktioniert». Der vierfache Welt- und fünffache Europameister im Radsport Franco Marvulli spart Energie, indem er auch heute noch so oft wie möglich auf zwei statt auf vier Rädern unterwegs ist. Der Ex-Radprofi kauft praktisch nie Getränke in PET-Flaschen. «Normalerweise trinke ich Hahnenwasser oder Tee», so Marvulli. «Kaffee trinke ich nur selten und mit dem Kaffeesatz dünge ich meinen Garten», berichtete der 38-Jährige anlässlich eines Besuchs von 20 Minuten in seinen vier Wänden in Alten in der Zürcher Gemeinde Kleinandelfingen vor rund einem Jahr. Koch-Bloggerin und Moderatorin Zoe Torinesi möchte die Bevölkerung auf das Energiesparpotenzial im Bereich Ernährung aufmerksam machen. Sie habe schon als Kind nicht verstanden, weshalb sich einige Menschen in Umweltfragen keine Mühe geben möchten und der Meinung sind, sie könnten alleine ja nichts bewirken. «Dabei macht jedes noch so kleine Engagement einen Unterschied.» Auf ihrem Koch-Blog Cookinesi sowie auf 20 Minuten zeigt die 36-Jährige einfache und gesunde Gerichte. «Ein Grossteil der Rezepte ist vegetarisch, da ich Fleisch zwar gerne mag aber es aus ethischen und ökologischen Gründen eher zurückhaltend konsumiere», sagt Torinesi. Beim Einkaufen achte sie darauf, dass die Produkte aus der Region stammen und Saison haben. Moderatorin Miriam Rickli legt beim Einkaufen ebenfalls grossen Wert auf regionale Produkte. «Ich bin der Meinung, dass nicht alles jederzeit verfügbar sein muss.» Saisonale Früchte und Gemüse schmeckten in der Regel sowieso viel besser, findet sie. «Tomaten oder Erdbeeren haben im Winter bei uns ja fast keinen Geschmack, da sie in einem südlichen Land unreif gepflückt werden müssen, um bei uns noch frisch auszusehen.» Für die letztjährige Energy Challenge sammelte Rickli im ersten biologischen Lehrbienenstand der Schweiz in Kaltbrunn im Kanton Sankt Gallen Honig ein.

Zum Thema
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Julia Roberts duscht nur alle paar Tage, um Wasser zu sparen. Auch Schauspielkollege Leonardo DiCaprio soll sich aus Umweltschutzgründen nur zweimal pro Woche unter die Dusche stellen. Ex-Partner, ehemalige Bodyguards und Freunde der beiden Schauspieler haben sich schon mehrmals in der Presse über unangenehme Ausdünstungen von Roberts und DiCaprio beklagt.

Umfrage
Wie oft duschen Sie?
4 %
50 %
18 %
16 %
6 %
6 %
Insgesamt 231 Teilnehmer

Dass Energie- und Wassersparen nicht immer mit schlechtem Körpergeruch einhergehen muss, beweisen Schweizer Promis. Ex-Radprofi Franco Marvulli beispielsweise duscht jeweils nur eine Minute lang, während Baschi für die Körperhygiene auf Warmwasser verzichtet und Moderatorin Miriam Rickli aufgrund ihrer Schwäche für ausgiebige Duschen einen wassersparenden Duschkopf installiert hat. In der obigen Bildstrecke zeigen wir, wie Schweizer Promis Energie sparen.

Verraten Sie uns Ihre Energiespartipps im Kommentarfeld.

(sts)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mona Manora am 08.06.2017 16:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und wieviel fliegt Ihr?

    Liebe Promis Und wer von Euch fliegt wie oft und wie weit pro Jahr? DA könntet Ihr RICHTIG sparen.

  • simisa am 08.06.2017 15:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bin leider kein Promi

    Ich habe in meinem Leben schon mehrere Liter Benzin gespart, weil ich mit dem Auto die Kurven schneide.

    einklappen einklappen
  • Bartli am 08.06.2017 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    Arm wer das braucht

    Ich benötigte nie Promis als Vorzeigebeispiel, um mein Leben zu gestalten oder was gutes zu tun.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Stromer am 09.06.2017 20:51 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Frage nicht

    Was soll Energiesparen den Energieverteilern nutzen? Das ist eine gute Frage. Das Energiesparen nutzt den Verteilern in sofern, das diese keine grösser dimensionierten Verteiler-Netze bauen müssen. Denn die Verteiler-Netze sind jetzt schon völlig überlastet. Und der überflüssig produzierte Strom macht ja jetzt schon Windturbinen kaput, weil der Strom nicht aus den Generatoren abtransportiert wird. So werden induktive Überlagerungen im Gerät entstehen was letztendlich zum überhitzen der Feldwicklungen führt und zu Zerstörung der Windmühle. Also wird der gesparte Strom dann doch teurer als erwartet und das zulasten der Konsumenten.

  • Sandro am 08.06.2017 23:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na ja

    Promis als Vorzeigebeispiel - na ja....fragt mal eine Frau oder ein Mann der einen normalen Job hat und die Familie durchbringen muss Das sind wahre Sparer.

  • Reto Signorell am 08.06.2017 21:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Äh wie bitte?

    Und wo sind jetzt die Promis?

  • Bartli am 08.06.2017 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    Arm wer das braucht

    Ich benötigte nie Promis als Vorzeigebeispiel, um mein Leben zu gestalten oder was gutes zu tun.

  • maja naef am 08.06.2017 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    alle sollen sparen

    Wie hoch ist der ökologische Fussabdruck der reichen Kinder, die angeberische Selfies verbreiten. Es darf nicht sein, dass nur das Fussvolk sparen muss.