Energy Challenge

05. Oktober 2017 06:38; Akt: 05.10.2017 06:38 Print

So geht beim Kochen weniger Energie verloren

Anna-Katharina macht sich Gedanken über den Stromverbrauch bei der Pasta-Zubereitung. Dr. Energy gibt Tipps, wie man beim Kochen Energie spart.

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Während das Wasser auf der Platte zum Kochen gebracht wird und auch während des eigentlichen Kochvorganges fliesst ein Teil der Energie nicht in das Kochgut, sondern in die Umgebung. Dr. Energy erklärt, wie diese Energieverluste vermindert werden können. (Bild: Pexels.com)

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Meine Cousine hat kürzlich das Wasser für Pasta zuerst im Wasserkocher erhitzt und dann in die Pfanne gegeben. Hilft das tatsächlich beim Stromsparen?

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Beim Kochen lässt sich tatsächlich enorm viel Strom sparen. Insbesondere, wenn Wasser erhitzt werden muss, spielen kleine Details eine extreme Rolle. Hier gilt der Grundsatz: Je schneller es geht, desto weniger elektrische Energie wird benötigt! Je schneller und gezielter die Energie in die Lebensmittel gebracht werden kann, desto kleiner ist die dafür benötigte Energiemenge. Beim Kochen der Pasta geschieht das auf verschiedenen Umwegen: Wenn du deinen Herd einschaltest, wird zuerst die Kochplatte heiss, die Kochplatte erhitzt dann die Pfanne. Die heisse Pfanne bringt das Wasser zum Sieden, mit dem die Teigwaren schliesslich weichgekocht werden. Am Schluss wird das Wasser weggeleert, Pfanne und Platte kühlen aus. All diese Energie ist verloren.

Um den Kochvorgang zu optimieren, hast du nun ganz viele Möglichkeiten: Reduziere die Wassermenge auf das Minimum. Die Teigwaren sollten vom Wasser knapp überdeckt werden. Es ist nämlich schade, zu viel Wasser zu erhitzen. Idealerweise gibst du das Salz noch in das kalte Wasser. Gesalzenes Wasser siedet bereits bei einer etwas niedrigeren Temperatur, was den ganzen Prozess ein wenig beschleunigt.

Je länger der Kochprozess, desto mehr Energieverluste

Während das Wasser auf der Platte zum Kochen gebracht wird und auch während des eigentlichen Kochvorganges fliesst ein Teil der Energie nicht in das Kochgut, sondern in die Umgebung. Je länger der Kochprozess dauert, umso mehr Verluste entstehen. Mit einem Wasserkocher wird diese Zeit signifikant abgekürzt, wodurch die Einsparung sehr gross ist. Solltest du aber glückliche Besitzerin eines Induktionsherdes sein, geht dies auf dem Herd gleich schnell, und du kannst dir den Umweg über den Wasserkocher sparen.

Idealerweise nimmst du eine Pfanne mit einem möglichst grossen Durchmesser und schaltest die Platte auf die höchste Stufe. Auf diese Weise kommt die Energie am schnellsten in die Pfanne, wodurch der Kochvorgang effizienter wird. Aber Achtung: Wenn das Wasser einmal siedet, musst du die Energiezufuhr umgehend reduzieren. Es ist nämlich nicht möglich, das Wasser über den Siedepunkt hinaus zu erhitzen. Die überschüssige Energie lässt das Wasser lediglich verdampfen. Das ist auch verlorene Energie. Deshalb gilt auch der Grundsatz, beim Kochen immer einen Deckel auf die Pfannen zu setzen. So bleiben der Dampf und die entsprechende Energie in der Pfanne und werden nicht in der Wohnung verteilt.

Wenn du fertig bist mit Kochen, unbedingt die Küche schnell querlüften. Kurz alle Fenster auf und dann umgehend alle Fenster wieder schliessen. Querlüften dauert weniger als eine Minute. Kochgerüche gehen weg und es entstehen weniger Feuchteschäden.

(sts)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dunning& Kruger am 05.10.2017 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    Ja genau lass uns alle den Deckel drauf tun und di

    Enorm viel Strom sparen?...ich hau mich weg,man sollte erst mal beim Stromtarif für industrielle Grossabnehmer beginnen und nicht Leute beim Spaghetti kochen,beschneiden.

    einklappen einklappen
  • verwirrt am 05.10.2017 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    häää

    Ich dachte immer, das Wasser erst salzen wenn es kocht, da es sonst länger ginge....

  • Besserwisser am 07.10.2017 09:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ente

    Salz im Wasser erhöht die Siedetemperatur. Darum Salz immer erst ins kochende Wasser geben, nebebei werden dir das die Pfannen noch Danken.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Besserwisser am 07.10.2017 09:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ente

    Salz im Wasser erhöht die Siedetemperatur. Darum Salz immer erst ins kochende Wasser geben, nebebei werden dir das die Pfannen noch Danken.

  • Dunning& Kruger am 05.10.2017 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    Ja genau lass uns alle den Deckel drauf tun und di

    Enorm viel Strom sparen?...ich hau mich weg,man sollte erst mal beim Stromtarif für industrielle Grossabnehmer beginnen und nicht Leute beim Spaghetti kochen,beschneiden.

    • Prof. Dr. Abdul Nachtigaller am 05.10.2017 16:48 Report Diesen Beitrag melden

      @Dunning& Kruger

      Grossabnehmer sind Arbeitgeber und wollen gerne Konkurrenzfähig bleiben. Gerade weil in der Schweiz auf die Umwelt geschaut wird, sollten wir diese begünstigen. Kurz: Kein Job keine Spaghetti.

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  • verwirrt am 05.10.2017 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    häää

    Ich dachte immer, das Wasser erst salzen wenn es kocht, da es sonst länger ginge....

  • Dr. Watt am 05.10.2017 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    Benütze doppelwandige Pfannen

    Diese kosten zwar 200 - 300 Fr. Wenn du noch jung bist, rechnet sich das. Besonders mit einem Induktionsherd. Beachte aber, dass es schon zu Explosionen damit gekommen ist. Auch hier gilt, no risk no fun.