Energy Challenge

24. Juli 2017 13:16; Akt: 25.07.2017 16:12 Print

Wann lohnt es sich, den Stecker zu ziehen?

Dr. Energy zeigt das Sparpotenzial auf, wenn während den Ferien alle elektronischen Geräte richtig ausgeschaltet werden.

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Fernseher, DVD-Spieler, Stereoanlage, Telefon, Mikrowelle, Kaffeemaschine, PC, Modem oder Router und so weiter sollte während der Ferien auch eine Auszeit gegönnt werden. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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«Ist es sinnvoll, den Elektroboiler auszuschalten, wenn wir für ein bis zwei Wochen in die Ferien fahren?»

Umfrage
Schalten Sie während Ferienabwesenheiten Ihre Küchen- sowie Heimelektronikgeräte und Boiler aus?
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Insgesamt 2767 Teilnehmer

Monika (56) aus Zizers (GR)

Wer in die Ferien fährt, sollte auch seinen Geräten eine Auszeit gönnen und konsequent alles ausschalten, was nicht laufen muss, sowie alle Stecker ziehen: Fernseher, DVD-Spieler, Stereoanlage, Telefon, Mikrowelle, Kaffeemaschine, PC, Modem oder Router und so weiter. Das spart Strom und die Brandgefahr wird reduziert. Die Stromkosten für das Standby der Geräte können bei zwei Wochen Ferienbetrieb bei 30 bis 40 Franken liegen.

Der Boiler ist nämlich in deinem Haushalt der grösste Stromverbraucher. Etwa die Hälfte des Stromverbrauchs geht auf das Konto Wassererwärmung und auch der Elektroboiler hat einen Standby-Verbrauch: Im Boiler befindet sich warmes Wasser, das sich – auch in den Ferien, wenn kein Wasser entnommen wird – langsam abkühlt. Wird nachts über die Steuerung der Elektroboiler eingeschaltet, wird der Boiler wieder aufgeheizt. Wenn du den Boiler ganz ausschaltest, kannst du so Strom sparen. Am einfachsten kann der Boiler am Sicherungskasten ausgeschaltet werden. Bei der Gelegenheit kannst du auch den Thermostat am Boiler überprüfen: Richtig ist eine Einstellung von 60 Grad Celsius. Mit einer niedrigeren Temperatur besteht die Gefahr, dass sich Legionellen bilden können. Mit Temperaturen über 60 Grad Celsius steigen die Wärmeverluste und damit auch der Stromverbrauch.

Hier gibt es eine kleine Checkliste vor Ferienbeginn aus Energiesicht:
• Alle elektronischen Geräte ausstecken (auch Ladegeräte und Ladekabel), das Gleiche gilt für die Kaffeemaschine.
• Prüfen, ob Herd, Backofen und Warmhalteschublade ausgeschaltet und alle Wasserhähne geschlossen sind.
• Vor dem Verlassen des Hauses kontrollieren, ob überall das Licht gelöscht ist.
• Bei längeren Ferien (vier oder mehr Wochen): Kühl- und Gefrierschrank abtauen sowie ausstecken.

Wenn man in die Ferien fährt, sollte auch die Heizung ausgeschaltet beziehungsweise reduziert werden. In den Sommerferien ist das natürlich kein Thema, aber die Herbstferien kommen auch schon bald. Sobald die Aussentemperaturen sinken, sorgt nämlich die Heizungssteuerung dafür, dass warmes Wasser durch die Heizkörper («Radiatoren») oder die Fussbodenheizung zirkuliert. Die Wohnung wird beheizt – ohne dass jemand einen Nutzen daraus hat. Wer in einer Mietwohnung wohnt, sollte darum in den Ferien die Heizkörper in die Stellung mit dem Sternchen «*» (Frostschutz) bringen, so wird nur dann Wärme abgegeben, wenn es wirklich kalt wird. Das Gleiche gilt auch für nicht benutzte Räume, für die während der ganzen Heizperiode die Temperatur reduziert werden kann. Mit diesen kleinen Massnahmen können die Nebenkosten vermindert werden.

Heizkörper-Thermostaten im Sommer ganz öffnen

Weil ich weiss, dass die Artikel von Dr. Energy von einer breiten Leserschaft – auch von vielen Fachleuten – gelesen werden, möchte ich zu den Heizkörperventilen noch ein paar Erläuterungen abgeben: Die Regulierung der Heizkörperventile erfolgt mit einer kleinen Feder, die im Thermostatkopf eingebaut ist und über einen kleinen Stift die Wasserzufuhr am Radiator regelt. Wenn über den ganzen Sommer – aufgrund der Einstellung «Frostschutz» – dieser Stift nicht bewegt wird, kann er festsitzen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, im Sommer die Heizkörper-Thermostaten ganz zu öffnen. Das ist aber nur dann zielführend, wenn der Hauswart die Heizung richtig (!) ausschaltet beziehungsweise auf Sommerbetrieb umstellt.

(sts)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maria am 24.07.2017 15:07 Report Diesen Beitrag melden

    Kann das stimmen?

    Es heisst: Die Stromkosten für das Standby der Geräte können bei zwei Wochen Ferienbetrieb bei 30 bis 40 Franken liegen. Dann müssten wir sehr hohe Stromkosten haben, wenn zwei Wochen nur Standby soviel kostet.

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  • Patrick am 24.07.2017 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    Das letzte mal wurde noch 55°C empfolen

    Vor ca. einem Jahr hattet Ihr schon mal einen Artikel über Boiler und dass man diesen auf 55°C einstellen soll. Auf meinen Hinweis wurde der Artikel nicht geändert aber immerhin scheint Ihr etwas dazugelernt zu haben. Ja mit Legionellen und anderen Bakterien ist nicht zu spassen!

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  • Walter Schurter am 24.07.2017 13:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Heizung auf Sommerbetrieb?

    Leider beobachte ich immer wieder, dass bei kurzen Kälteeinbrüchen oder kalten Morgentemperaturen im Hochsommer (über 25°C tagsüber) vielerorts geheizt wird, weil Heizungswarte die Heizung nicht auf Sommerbetrieb umstellen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Muesi Guschi am 25.07.2017 22:45 Report Diesen Beitrag melden

    Strom sparen!

    Es ist 5 vor 12! Die spaltbaren Atome reichen bekanntlich nur noch für 40 Jahre. Machen wir so weiter, hinterlassen wir den kommenden Generationen eine Welt ohne Atomkraftwerke. Das gilt es zu verhindern!

  • James Stunt am 25.07.2017 22:42 Report Diesen Beitrag melden

    Billag / Steuerämter

    Ich empfehle bei der Billig und definitiv auch bei den Steuerämter die Stecker zu ziehen.

  • RonnyL am 25.07.2017 20:24 Report Diesen Beitrag melden

    Vorsicht

    Das mit der Heizung auf Frost setzen stimmt nicht.Bei den meisten Heizungsregler ist es nur ein Anlagenfrostschutz und kein Gebäudefrostschutz.Daher Achtung!

  • Werner wenger am 25.07.2017 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaubwürdig

    Total falsche Aussage, dass Standby-Kosten von 30. bis 40 Franken sparen liessen.

    • Peter(TOO) am 25.07.2017 15:26 Report Diesen Beitrag melden

      @Werner wenger

      Tja, das habe ich aus zuerst gestutzt, das entspricht etwa einer Dauerlast von 200W. MIT Boiler kann das hin kommen. Im Mehrfamilienhaus mit zentraler Warmwasserversorgung, kommt man vielleicht auf CHF 3-4 !

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  • Frank am 25.07.2017 09:42 Report Diesen Beitrag melden

    Gerätepark - DVD?

    Wer hat den heute noch einen DVD Player? Da sollte mal der Gerätepark erneuert werden....das sparst Du auch.