Voll mit Salz

14. Mai 2012 14:39; Akt: 14.05.2012 16:29 Print

Europas grösste Holzkuppel ist fertig

Der «Saldome 2» in Rheinfelden AG ist eingeweiht. Die riesige Holzkuppel fasst über 100 000 Tonnen Salz, hat eine Spannweite von 120 Metern und ist über 30 Meter hoch.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Schweizer Rheinsalinen haben am Montag in Riburg bei Rheinfelden AG den grössten Holzkuppelbau Europas als neues Lager für Streusalz eingeweiht. Der «Saldome 2» verfügt über eine Kapazität von mehr als 100 000 Tonnen Salz.

Die Lagerkapazität erhöht sich mit dem imposanten «Saldome 2» auf insgesamt 230 000 Tonnen Salz. Damit soll gemäss Schweizer Rheinsalinen ein Engpass von Streusalz auch in aussergewöhnlich strengen Wintern der Vergangenheit angehören.

Europas grösster Holzkuppelbau ist 31,6 Meter hoch und hat eine Spannweite von 120 Metern. Die Grundfläche beträgt 11 300 Quadratmeter. Das entspricht der anderthalben Fläche eines Fussballfeldes.

Die Kosten für die Kuppel mit den zwei zusätzlichen Verladestationen für Lastwagen belaufen sich auf 26 Millionen Franken. Für die Holzkonstruktion waren im nahegelegenen Rheinfelder Forst rund 500 Fichten geschlagen worden.

Die Bauarbeiten dauerten rund ein Jahr. Der «Saldome 1» mit einer Lagerkapazität von 80 000 Tonnen war bereits 2005 in Betrieb genommen worden.

Im Landesinteresse

Die Investition in den «Saldome 2» sei ein «wirtschaftspolitischer Entscheid im Interesse des Landes», sagte Urs Gasche, Verwaltungsratspräsident der Schweizer Rheinsalinen und Nationalrat (BDP/BE), an der Eröffnungsfeier vor 400 Gästen.

Eine funktionierende Wirtschaft sei auch im Winter auf ein möglichst störungsfreies Strassennetz angewiesen, wird Gasche in einer Medienmitteilung weiter zitiert.

Die Rheinsalien mit Werken in Schweizerhalle BL und Riburg gehören den Schweizer Kantonen, dem Fürstentum Liechtenstein sowie der Südsalz GmbH, Bad Reichenhall. Nicht dabei ist der Kanton Waadt, der in Bex selbst Salz abbaut.

Fusion auf Prüfstand

Die Schweizer Rheinsalinen AG und die Saline de Bex SA prüfen derzeit jedoch eine Fusion. Die beiden Unternehmen haben eine Arbeitsgruppe eingesetzt, welche die Möglichkeiten einer «Konzentration der Kräfte» prüft. Es geht darum, dass die Schweizer Salzproduktion eigenständig bleibt.

Die Rheinsalinen beschäftigen in der Nordwestschweiz rund 150 Angestellte und produzieren jährlich 500 000 Salz für diverse Verwendungen.

Hier noch mehr Bilder von der Holzkuppel:

Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal

Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen
(Video: Keystone)

(sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zimmermann am 14.05.2012 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Macht mich stolz

    Mich als Holzbauer machen solche Objekte stolz. Der schweizer Ingenieurholzbau gehört zu den führenden der Welt.

  • Chrigel am 14.05.2012 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    ... jährlichen 500 0000 Salz ... ?

    Ja, wieviel produzieren sie den jetzt jährlich für diverse Verwendungen? 500'000 Kilo? Gramm? Oder gar Liter? ;-) Natürlich Tonnen, aber trotzdem sollten Mengenangaben doch das nächste Mal bitte wieder angegeben werden.

    einklappen einklappen
  • lukas am 14.05.2012 19:19 Report Diesen Beitrag melden

    sehr imposant

    Für mich sind solche Holzbauten etwas sehr interessantes. Was man alles aus diesem natürlichen Werkstoff bauen kann ist doch sehr erstaunlich. Über ein paar Fotos von aussen hätte ich mich gefreut

Die neusten Leser-Kommentare

  • Walter Oberer am 14.05.2012 23:06 Report Diesen Beitrag melden

    Wunderschön

    Wunderschöne Konstruktion! Ich gratuliere!

  • Kritiker am 14.05.2012 19:57 Report Diesen Beitrag melden

    Alles wieder den Rhein hinunter

    Gute Sache meint man aber man muss bedenken dass dieses Salz zum grossen Teil nicht weit weg wieder den Rhein hinunterfliesst. Arme Fische und Pflanzen! Streusalz sollte so wenig wie möglich verwendet werden denn es schadet nicht nur der Natur sondern wegen seiner extremen Korrosionsförderung auch unseren Bauten. Dass man nun noch mehr Salz in die Umwelt kippen kann macht nicht wirklich Freude und gibt zu denken. Wir sind zudem an einem Punkt angekommen an dem wir keine funktionierende Wirtschaft mehr sondern eine funktionierende Natur brauchen.

  • Büezer am 14.05.2012 19:38 Report Diesen Beitrag melden

    Zuviel Salz

    die heutzutage verbrauchte Salzmenge ist einfach zu hoch - früher ging es auch anders. Nur heute muss ja jeder mit den Stögelis, Halbschuhen und Sommerreifen pünktlich zur Arbeit kommen können. Ist ja Wahnsinn...

  • lukas am 14.05.2012 19:19 Report Diesen Beitrag melden

    sehr imposant

    Für mich sind solche Holzbauten etwas sehr interessantes. Was man alles aus diesem natürlichen Werkstoff bauen kann ist doch sehr erstaunlich. Über ein paar Fotos von aussen hätte ich mich gefreut

  • Zimmermann am 14.05.2012 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Macht mich stolz

    Mich als Holzbauer machen solche Objekte stolz. Der schweizer Ingenieurholzbau gehört zu den führenden der Welt.

Immobilien

powered by

Immobilien finden

PLZ
Preis bis
Zimmer bis

Nachmieter finden? Jetzt bei homegate.ch inserieren