Türsteher erstochen

04. April 2011 11:39; Akt: 04.04.2011 16:12 Print

Täter immer noch auf der Flucht

Im Club «Luxory» in Grenchen eskalierte eine Massenschlägerei völlig. Ein Sicherheitsmann wurde tödlich verletzt. Trotz zahlreicher Zeugen jagt die Polizei den Täter noch immer.

storybild

Tödliche Schlägerei in im Club «Luxory» in Grenchen. (Bild: newspictures/Herbert Lehmann)

Zum Thema
Fehler gesehen?

In der Disco «Luxory» in Grenchen ist es in der Nacht auf Sonntag zu einer Massenschlägerei gekommen. Während der Auseinandersetzung ist ein Türsteher tödlich verletzt worden. Die Polizei fand den 25-Jährigen schwerverletzt vor dem Club, trotz sofort alarmierter Ambulanz konnten die Rettungskräfte den Sicherheitsmann nicht mehr retten.

Zur Tatzeit sind gemäss Polizei einige Hundert Personen im Lokal gewesen. «Wir haben zahlreiche Personen befragt», sagt Sprecher Urs Eggenschwiler. Die Polizei sucht dennoch Augenzeugen, welche Tat oder Täter gesehen haben. Im Moment scheint unklar, ob es sich um einen Täter oder mehrere Täter handelt. Die Polizei möchte aus ermittlungstaktischen Gründen auch nicht verraten, ob es sich bei der Waffe tatsächlich um ein Messer handelt, wie der Clubbetreiber gegenüber 20 Minuten Online sagte.

Opfer wollte heiraten

Der Clubbetreiber bedauert den Zwischenfall, wollte sich aber nicht weiter dazu äussern. Es bleibt deshalb vorerst unklar, wieso es zur verhängnisvollen Massenschlägerei kam. Wie der Clubbetreiber sagt, hätten sich mehrere Personen bereits vor dem Club mit der Security eine Auseinandersetzung geliefert und seien in der Folge in den Club gestürmt.

Der Türsteher war privat beim Club «Luxory» angestellt und hat zum ersten Mal gearbeitet, wie ein Freund gegenüber 20 Minuten Online sagt. Gemäss dem Freund war der Sicherheitsmann «äusserst erfahren». «Er war ruhig und löste Konflikte in der Regel mit einem Gespräch», so der Freund weiter. Wieso es zur verhängnisvollen Auseinandersetzug kam, ist ihm unerklärlich. Der Türsteher ist ukrainischer Abstammung und hatte einen deutschen Pass. Er wollte demnächst seine Freundin heiraten. «Wir sind alle sehr betroffen», so der Freund zu 20 Minuten Online.

Angreifer sind teilweise bekannt

Die Personen aus der Angreifergruppe sind dem «Luxory»-Geschäftsführer «zum Teil bekannt». Ob der Täter unter diesen Personen ist, wollte er aufgrund der polizeilichen Ermittlungen nicht sagen. Ausgewertet hat er bereits die Videoaufnahmen. «Auf dem Video ist nichts vom Vorfall zu sehen», so der «Luxory»-Chef. Wie Polizeisprecher Eggenschwiler sagt, sind bisher keine Personen festgenommen worden. Auch eine Tatwaffe hat die Polizei bisher nicht entdeckt.

(amc/meg)

Immobilien

powered by

Immobilien finden

PLZ
Preis bis
Zimmer bis

Nachmieter finden? Jetzt bei homegate.ch inserieren