Anschaffen im Dunkeln

14. März 2013 15:39; Akt: 14.03.2013 17:57 Print

Oltner Strassen-Strich macht am Tag dicht

Die Sexarbeiterinnen des Oltner Strassenstrichs dürfen in Zukunft nur noch von 20 Uhr bis 5 Uhr anschaffen gehen. Der Stadtrat hat ein Verbot des Treibens bei Tag erlassen.

storybild

Bei Tag soll in Olten nicht mehr angeschafft werden. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Stadt Olten schränkt den Strassenstrich im Industriegebiet in der Nähe des Bahnhofes ein. Der Stadtrat hat ein Verbot der Strassenprostitution von morgens 5 Uhr bis abends 20 Uhr beschlossen. Die Sexarbeiterinnen bieten sich teilweise bereits am frühen Nachmittag an.

Zurzeit sind an Nachmittagen bis zu 15 Prostituierte unterwegs; nach dem Zahltag sind es noch einige mehr, wie der Stadtrat am Donnerstag mitteilte.

Das vorläufig für die Dauer eines Jahres geltende Verbot betrifft die Haslistrasse im Industriegebiet. Diese Strasse wird am Tag von Familien und Schülern sowie von Kunden und Lieferanten der dort ansässigen Gewerbetreibenden genutzt.

Frauen weichen nach Olten aus

Die Strassenprostitution ist gemäss Stadtrat nicht nur saisonal starken Schwankungen unterworfen. Wenn die Behörden in anderen Städten Verbote erlassen, so weichen die dortigen Sexarbeiterinnen oft nach Olten aus.

Bereits 2011 hatte der Stadtrat versucht, den Strassenstrich einzudämmen. An den Wendekreiseln der Strasse im Industriegebiet liess er stationäre Schranken installieren.

Diese Schranken sind während der Zeit von 20 bis 5 Uhr geschlossen. Sie unterbrechen die «Endlosschlaufe» des motorisierten Individualverkehrs der Freier und Gaffer.

Diese Massnahmen wirkten laut Stadtrat aber nur für kurze Zeit. Die Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit des Milieus sei unterschätzt worden. Seit dem vergangenen Sommer kompensierten die Frauen diese Restriktionen durch längere Präsenzzeiten.

Stadtrat will Sicherheit garantieren

Prostitution ist grundsätzlich legal und steht unter dem verfassungsmässigen Schutz der Wirtschaftsfreiheit, wie der Stadtrat festhält. Ein generelles Verbot der Strassenprostitution wäre deshalb mit dem übergeordneten Recht nicht vereinbar.

Die Strassenprostitution kann aber wie jede andere wirtschaftliche Tätigkeit gewissen Einschränkungen unterworfen werden, etwa zum Schutz der öffentlichen Ordnung. Im Fall des Strassenstrichs begründet der Stadtrat die Einschränkungen mit der Sicherheit im öffentlichen Raum.

(sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans Lustig am 14.03.2013 17:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einschränkung ist o.k.

    Einschränkungen finde ich o.k. Es reicht wenn die leicht bekleideten Damen nachts ihre Dienste anbieten. Was ich schräg finde ist das neu installierte Halteverbot in der Haslistrasse. Die Damen dürfen zwar am Straßenrand stehen, hält aber ein Freier um zu verhandeln wird er, sofern die Rennleitung auch gerade unterwegs ist, gebüßt. Wo bitte gibt's denn sowas? Straßenstrich im Halteverbot, zum totlachen!! Passt zu Olten.

    einklappen einklappen
  • Langenthal am 14.03.2013 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Bleibt zu hoffen, dass...

    ... der Strassenstrich am Tag schläft und nicht z.B. nach Langenthal kommt. Das Verbot wundert mich gar nicht und es war schon lange Zeit dafür. Der grösste Strassenstrich der CH in einem Provinz-Kaff wie Olten? Der Grund dafür ist einfach: Verschärfte Bestimmungen an anderen Orten und die zentrale Lage und Verkehrsanbindung von Olten.

  • manu am 14.03.2013 16:28 Report Diesen Beitrag melden

    die einen dürfen nicht nachts

    arbeiten (24h shop) und die andern nicht tagsüber...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bünzlischweizer am 15.03.2013 00:43 Report Diesen Beitrag melden

    Die besten Kunden sind jene

    die immer meckern, lasst die arbeiten wie und wann sie wollen.

  • Langenthal am 14.03.2013 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Bleibt zu hoffen, dass...

    ... der Strassenstrich am Tag schläft und nicht z.B. nach Langenthal kommt. Das Verbot wundert mich gar nicht und es war schon lange Zeit dafür. Der grösste Strassenstrich der CH in einem Provinz-Kaff wie Olten? Der Grund dafür ist einfach: Verschärfte Bestimmungen an anderen Orten und die zentrale Lage und Verkehrsanbindung von Olten.

  • Hans Lustig am 14.03.2013 17:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einschränkung ist o.k.

    Einschränkungen finde ich o.k. Es reicht wenn die leicht bekleideten Damen nachts ihre Dienste anbieten. Was ich schräg finde ist das neu installierte Halteverbot in der Haslistrasse. Die Damen dürfen zwar am Straßenrand stehen, hält aber ein Freier um zu verhandeln wird er, sofern die Rennleitung auch gerade unterwegs ist, gebüßt. Wo bitte gibt's denn sowas? Straßenstrich im Halteverbot, zum totlachen!! Passt zu Olten.

    • Remo M. am 16.03.2013 20:24 Report Diesen Beitrag melden

      Halteverbot Strassenstrich

      Gibts auch in Zürich, am Sihlquai ist auch Halteverbot

    einklappen einklappen
  • Streetworker am 14.03.2013 17:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles paletti 

    Prostituierte gehören zu unserer Gesellschaft! Was soll das Theater?

    • Roberto am 14.03.2013 17:26 Report Diesen Beitrag melden

      Unsere Gesellschaft???

      Keine Ahnung, in welcher Gesellschaft Du Dich bewegst, aber zu meiner Gesellschaft gehören sicher keine Prostituierte!

    • Mr.Boombastic am 14.03.2013 20:07 Report Diesen Beitrag melden

      Menschen wie Du & ich

      @Roberto, bist Du dir da sicher? Vieleicht weist Du das nur nicht. Und sind diese Mädels etwa nicht auch ganz normale Menschen oder was? Der Beruf sagt nichts über den Charakter aus und Sozialkompetenz îst auch nicht Berufsgebunden

    einklappen einklappen
  • Huber am 14.03.2013 16:31 Report Diesen Beitrag melden

    Steuerzahler

    Aber macht doch nicht immer noch Reklame! Die Autokolonne wird wieder zunehmen. Schilder aufstellen und fertig. Information durch unterbeschäftigte Sozialarbeiter.

Immobilien

powered by

Immobilien finden

PLZ
Preis bis
Zimmer bis

Nachmieter finden? Jetzt bei homegate.ch inserieren