«Nordportal» in Baden AG

27. Oktober 2012 18:28; Akt: 27.10.2012 20:08 Print

3,5 Jahre Knast für Vergewaltiger gefordert

Vor dem Club «Nordportal» in Baden hat Ende letzten Jahres ein Mann eine 28-Jährige vergewaltigt. Das Verfahren gegen den 19-Jährigen wurde im März eingestellt - doch die Staatsanwaltschaft muss nun doch Anklage erheben.

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Mit diesem Phantombild hatte die Polizei nach dem Täter gesucht. Er wird verdächtigt Ende 2011 eine Frau vor der Eventhalle «Nordportal» in Baden AG vergewaltigt zu haben.

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Die Aargauer Staatsanwaltschaft will einen mutmasslichen Vergewaltiger für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis stecken, nachdem sie zuvor das Verfahren gegen ihn einstellen wollte. Der Mann wird verdächtigt, Ende 2011 eine Frau vor der Eventhalle «Nordportal» in Baden AG vergewaltigt zu haben.

Der Mann werde wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt, sagte Elisabeth Strebel, Sprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft in der Sendung «Aktuell» vom Samstag des Regionalfersehsenders TeleM1. Der Strafantrag laute dreieinhalb Jahre Freiheitsentzug unbedingt.

Der Mann war drei Tage nach der Tat am 18. Dezember verhaftet worden und gestand den sexuellen Kontakt mit der 28-jährigen Frau von Beginn weg. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren dann im März ein, weil rechtsgenügliche Beweise fehlten, wonach der Mann die Frau zum Geschlechtsakt genötigt oder unter Druck gesetzt hatte.

Beschwerde des Opfers gutgeheissen

Aufgrund der Untersuchungsergebnisse ging die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Frau und der Mann bereits im «Nordportal» intim geworden waren und einvernehmlich zum vermeintlichen Tatort schritten.

Das mutmassliche Opfer, eine 28-jährige Frau, hatte Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung eingereicht. In der Folge entschied Ende Juni die Beschwerdekammer des Obergerichts, dass die Staatsanwaltschaft nun doch Anklage wegen Vergewaltigung gegen den 19-Jährigen erheben muss.

Das Obergericht begründete seinen Entscheid damit, dass nicht zweifelsfrei davon ausgegangen werden könne, dass kein für eine Anklage hinreichender Tatverdacht erhärtet beziehungsweise kein Straftatbestand erfüllt sei. Nach dem Grundsatz, wonach im Zweifel Anklage zu erheben sei, habe die Beschwerdekammer die Eingabe der Privatklägerin gutgeheissen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nicht Gut am 28.10.2012 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dass geht nicht

    ..Jeder Vergewaltiger müsste 8 Jahre Haft verdienen! Ausser er hat das Opfer ermordet danach musste er lebenslänglich Haft verdienen!!! 3,5 Jahre sind nichts!

    einklappen einklappen
  • Pascal am 28.10.2012 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    witz

    3,5 jahre?! ja genau und ein DVD downloader bekommt das 2-3 fache. kann dass alles nicht mehr ernst nehmen.

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  • maria am 28.10.2012 02:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unfair

    3,5 jahre knast..was soll dass!! Kein Wunder werden so viele Frauen vergewaltigt,weil die Strafen hier in der Schweiz harmlos sind.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Anja Frey am 29.10.2012 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    Dankeschön

    Ein halbes Jahr nach dem Geschehen erfahren wir Bürger erst davon. Bravo, sehr gute Arbeit.

  • Pascal am 28.10.2012 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    witz

    3,5 jahre?! ja genau und ein DVD downloader bekommt das 2-3 fache. kann dass alles nicht mehr ernst nehmen.

    • roger am 30.10.2012 13:22 Report Diesen Beitrag melden

      Die Verletzung des Urheberrechts

      und das ist was jeamdn der sich eine DVD runterlädt tut - wird mit Gefängis von bis zu einem Jahr und Busse bis 100 K bestraft.

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  • Nicht Gut am 28.10.2012 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dass geht nicht

    ..Jeder Vergewaltiger müsste 8 Jahre Haft verdienen! Ausser er hat das Opfer ermordet danach musste er lebenslänglich Haft verdienen!!! 3,5 Jahre sind nichts!

    • Rita am 28.10.2012 15:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Erst mal Schuld beweisen...

      Offensichtlich gingen sie einvernehmlich wohin um sex zu haben...

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  • Urs.us am 28.10.2012 09:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr bedenklich, liebe Männer! 

    Tragisch, dass hier die meisten männlichen Schreiber den Mann vorneweg als Opfer hinstellen und die Frauen als Lügnerinnen. Ja, es gibt es leider, dass einige wenige Frauen einen Mann einem solch schrecklichen Verbrechen beschuldigen. Dass ist unbestritten unfair. Jedoch sollte man auch die Dimensionen nicht vergessen. Es ist nun mal so, dass in den meisten Fällen meine Geschlechtsgenossen die Täter sind. Eine Vergewaltigung von Beginn weg als Lüge hinzustellen ist völlig daneben. Anscheinend ist euch nicht klar, wie grausam dieses Verbrechen ist. Echt bedenklich! Ihr alle habt eine Mutter, Schwestern, Töchter, Frau, Tanten etc. -würdet ihr sie auch vorschnell als Lügnerinnen bezeichnen? Liest mal nach, wie viele Frauen Opfer sex.Gewalt werden. Es ist erschreckend und das in der Schweiz! Allein dies sollte zu mehr Nachdenken& Empathie führen. Das billige Argument "Kachelmann" zählt ja wohl nicht, denn wir alle wissen nicht, ob er wirklich unschuldig war. Seid mal etwas vorsichtiger mit der Verherrlichung der Männer!

    • A.C. am 28.10.2012 11:42 Report Diesen Beitrag melden

      Danke

      Unbekannterweise vielen Dank, Urs!

    • Lexika am 28.10.2012 13:55 Report Diesen Beitrag melden

      Die richtigen Worte

      Sehr gut geschrieben..........Danke Ihnen.

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  • Annika am 28.10.2012 09:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arme Männer

    Unschuldsvermutung ist ja schön und gut, aber wie zum teufel kommt ihr darauf dass dieser mann komplett unschuldig war? Wenn eine frau einen sexuellen übergriff meldet heisst das nicht, dass sie auf einem rachefeldzug ist! Manche männer verstehen das wort nein wohl nicht richtig, auch wenn sie im club rumgeknutscht haben, wenn sie nicht mehr will und er trotzdem sex mit ihr hat ist es ein übergriff. Aber ja klar der arme junge, jetzt wird er angeklagt!

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