Staatsanwalt fordert

30. November 2012 12:09; Akt: 30.11.2012 15:01 Print

Grenchener Disco-Mörder soll verwahrt werden

Der Mann, der vor dem Grenchener Club «Luxory» einen Türsteher getötet hat, muss möglicherweise für immer hinter Gitter. Die Staatsanwaltschaft fordert, dass der mehrfach vorbestrafte Angeklagte verwahrt wird.

storybild

Vor diesem Club soll der Angeklagte sein Opfer mit sieben Messerstichen getötet haben.

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Im Prozess um die Tötung eines Türstehers in Grenchen SO hat der Staatsanwalt am Freitag eine Freiheitsstrafe von 16 Jahren für den 23-jährigen Angeklagten gefordert. Vor dem Amtsgericht Solothurn-Lebern verlangte er zudem die Anordnung einer Verwahrung.

Der Angeklagte lege eine enorme kriminelle Energie an den Tag, sagte Staatsanwalt Toni Blaser in seinem Plädoyer. Die Verwerflichkeit des Deliktes der vorsätzlichen Tötung sei erheblich. Zudem fielen die diversen Vorstrafen negativ auf.

Mutter des Opfers fordert «angemessene» Freiheitsstrafe

Neben der Freiheitsstrafe beantragte Blaser eine haftbegleitende ambulante Massnahme. Der Angeklagte soll auch die Verfahrenskosten übernehmen. Die Privatklägerin, welche die Mutter des Opfers vertritt, forderte eine «angemessene» Freiheitsstrafe, eventuell kombiniert mit einer Verwahrung.

Sie verlangte für ihre Mandantin zudem eine Genugtuung von mindestens 30'000 Franken. Zudem soll der 23-jährige Kosovare auch für künftige Therapiekosten der Mutter des Opfers aufkommen.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, in der Nacht auf den 3. April 2011 um drei Uhr bei der «Luxory«-Disco in Grenchen siebenmal auf einen Türsteher eingestochen zu haben. Der 22-Jährige starb durch inneres Verbluten.

Zahlreiche weitere Delikte

Der Angeklagte gab zum Prozessauftakt zwar zu, dass der Türsteher wohl durch von ihm ausgeführte Stiche starb, bestritt jedoch eine Tötungsabsicht. Neben der vorsätzlichen Tötung muss sich der Kosovare wegen zahlreicher weiterer Delikte verantworten.

Ihm werden unter anderem bandenmässiger Diebstahl, mehrfacher Hausfriedensbruch, Hehlerei und mehrfache Körperverletzung vorgeworfen. Das Gericht eröffnet das Urteil voraussichtlich am 7. Dezember.

(sda)

Immobilien

powered by

Immobilien finden

PLZ
Preis bis
Zimmer bis

Nachmieter finden? Jetzt bei homegate.ch inserieren