Wetter

06. Januar 2018 05:53; Akt: 06.01.2018 05:53 Print

«Am Weekend sollte man auf der Piste bleiben»

Nach dem Sturm entspannen sich die Wetterverhältnisse allmählich. Einzig die Lawinengefahr bleibt hoch.

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In Kestenholz SO hat Burglind eine Schneise der Verwüstung in den Wald geschlagen. Ein Waldstück bei Kestenholz SO mit umgestürzten Bäumen zeigt die Zerstörung des Wintersturms Burglind. (5. Januar 2018) In Leukerbad überrascht eine Lawine beim Morgenessen, schreibt ein Leserreporter. (5. Januar 2018) Das Dorfzentrum von La Brévine steht am Freitag unter Wasser. (5. Januar 2018) Die Areuse bei Couvet tritt über die Ufer. (5. Januar 2018) Der Doubs sorgte am Freitag in Saint-Ursanne für überflutete Keller. (5. Januar 2018) In Ringgenberg BE überflutete am Donnerstag ein Bach das Dorfzentrum. (4. Januar 2018) In Grindelwald hat eine Schlammlawine am Donnerstag für überflutete Strassen gesorgt. (4. Januar 2018) Bei Frauenfeld ist die Thur über die Ufer gelaufen. (5. Januar 2018) Hochwasser bei Frauenfeld. (5. Januar 2018) In St. Niklaus VS löste sich am Mittwoch eine Lawine. (3. Januar 2018) Kommen erneut zum Einsatz: Sogenannte «Beaver-Elemente» gegen das Hochwasser am Rhein in Wallbach im Juni 2013. Im Berner Tierpark Dählhölzli hat der Sturm mehrere Bäume gefällt. Ein vermisster Wolf wurde inzwischen wieder gefunden. Der 15-jährige Kranich wurde im Tierpark Goldau von einem Baum erschlagen. Im Tierpark Goldau sind rund 50 Bäume umgestürzt, dadurch wurde der Aussenzaun beschädigt. Die Aufräumarbeiten dauerten vielerorts auch in der Nacht an... ...wie etwa in Fully im Kanton Wallis. Weil ein Haus gefährdet ist, müssen beschädigte Bäume weg. In Saxon VS musste ein umgekippter Anhänger geborgen werden. (3. Januar 2018) Schweres Gerät war dazu erforderlich. In Oensingen SO hat Burglind ein Trampolin neben einer Hauptstrasse herangeblasen. In Luzern liegen Roller auf dem Boden. Bei La Chaux de Fonds hat ein umgestürzter Baum Schäden verursacht. In der Fussgängerzone in Chur ist ein Baum umgestürzt, der Bereich wurde abgesperrt. In Hinwil ZH schaute ein Lichtsignal wegen des Sturms auf die falsche Seite. In Ollon VD ist eine Barriere geknickt. In Meilen ZH fiel ein Baum mitten auf eine Parkbank. In Basel Land hat es auch die Feuerwehr getroffen. Wegen Sturmschäden kommt es in der ganzen Schweiz am ersten Feierabend des Jahrs zu Störungen im Bahnverkehr. Ein Ast hängt in einer SBB-Fahrleitung am Thunersee. Am Pizol mussten mehrere Personen mit der Seilwinde geborgen werden. Die Leitungen der Pizolbahnen wurden wegen des Sturmtiefs von umgestürzten Bäumen getroffen. Mehrere Personen steckten in den Gondeln fest. Per Helikopter mussten die Menschen aus den Gondeln der Pizolbahnen evakuiert werden. Burglind tobte auf den Schweizer Strassen: Auf der Autobahn bei Niederbipp /Oensingen ist ein Lastwagen umgestürzt. Der Wintersturm «Burglind» hat auch dem Berner Tierpark Dählhölzli zugesetzt. Wegen umgekippter Lastwagen war die A1 in Richtung Bern ab Oensingen SO komplett gesperrt. Auch drohte eine Hochspannungsleitung umzukippen. Hier hat der Sturm bei der Autobahnausfahrt Oensingen SO einen weiteren Lastwagen zum Kippen gebracht. Auch dieser Anhänger auf der A1 wurde umgeblasen. Auf dem Flughafen Buochs NW hat der Wintersturm ein Kleinflugzeug weggeblasen. In Vevey VD kämpft sich ein Polizeiauto durch die Wassermassen am Ufer des Genfersees. Dieses Auto in Aarburg SO wurde unter Ästen begraben. Die Feuerwehr sichert einen Weihnachtsbaum auf dem Aeschenplatz in Basel. Umgestürzter Baum verpasst Villa knapp an Röschenzstrasse in Laufen BL. Auf dem Berner Bahnhofsplatz liegt der grosse Weihnachtsbaum auf der Strasse. Am Wettsteinplatz in Basel wurde ebenfalls eine Tanne umgeknickt. Im Kanton Zürich flog ein Riesentrampolin durch die Luft Bei einem Einkaufzentrum in Basel liegt ein Weihnachtstand auf der Strasse. Umgewehter Kaninchenstall im Emmental BE Ein umgekippter Lieferwagen. Sturmtief Burglind wütet auch am Zugersee. Die Sturmböen sorgen für hohe Wellen. Orkanartige Winde wüten in der Schweiz: In Grolley FR blockiert eine umgeknickte Tanne eine Strasse. Auch im Dorfkern von Willisau LU liegt eine Tanne auf der Strasse. In Luzern blockiert ein Container die Route eines Linienbusses. Da braut sich was zusammen: Der Himmel über der Börse in Zürich. (3. Januar 2017) Der blaue Himmel muss zunehmend dunklen Wolken weichen. Umgewehte Container in Zürich. Eine Strasse in Embrach ZH wird von einem umgewehten Container blockiert. In Rafz ZH haben Winde einen Strandkorb zu Boden gerissen. In Schwarzhäuern im Kanton Bern ist eine Birke umgeknickt. Der Baum habe den starken Böen leider nicht standhalten können, schreibt der Leser. In Wasterkingen ZH haben die Böen Ziegel vom Dach gefegt. In Brugg wurden Teile einer Festhütte umgewindet.

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Sonnenhungrige wurden in den letzten Tagen nicht gerade verwöhnt: Am Mittwoch fegte das Sturmtief Burglind über die Schweiz. Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde wurden gemessen. Mit dem Sturm fielen in den letzten zwei Tagen in vielen Regionen der Schweiz zwischen 40 und 120 Liter pro Quadratmeter Niederschlag. Regen und Schnee führten zu Überschwemmungen, Erdrutschen und Lawinen. Nach Angaben von Versicherungen wird mit Schäden von über 50 Millionen Franken gerechnet.

Ab Samstag wird sich die Lage nach Ansicht von Alexander Giordano, Meteorologe bei MeteoSchweiz aber endlich beruhigen. «In den nächsten Tagen bleibt es weitgehend trocken», sagt Giordano. Einzig auf der Alpensüdseite und im Simplongebiet werde bis am Montagabend oberhalb von etwa 1400 Metern mit Neuschnee von bis zu 140 Zentimetern gerechnet. Für das Oberwallis, Goms und das nördliche Tessin bedeutet dies, dass sie jetzt nicht nur aus Norden, sondern auch aus dem Süden viel Schnee erhalten. «Dort wird die Situation jetzt kritisch», meint Giordano. Die Lawinensituation bleibe besonders im Gotthardeinzugsgebiet extrem angespannt.

Weiterhin Lawinen-Niedergänge möglich

Wer in den nächsten Tagen auf die Bretter steigen will, soll das nach Ansicht Giordanos ruhig tun. Tourengängern empfehle er aber, besonders vorsichtig zu sein. «Ganz klar: Am Weekend sollte man lieber auf der Piste bleiben.» Man sei jetzt schon auf der Lawinenstufe 4, was eine grosse Lawinengefahr bedeute. Auf dem nördlichen Alpenkamm, im Wallis und in Graubünden muss laut dem Naturgefahrenbulletin des Bundes mit zahlreichen mittleren und grossen Lawinen gerechnet werden.

Die allgemeine Lage wird sich aufs Wochenende in den meisten Regionen allerdings beruhigen. So hat der Wind stark nachgelassen und auch regnen sollte es gemäss Wettervorhersagen nicht mehr so ausgedehnt wie in den letzten Tagen. «Die Situation wird sich also nicht weiter verschlimmern», meint Giordano.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • BB am 06.01.2018 06:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stumpfsinn

    was heisst das, am Wochenende sollte am auf der Piste bleiben! Immer auf der markierten Piste bleiben, fuer dies werden die Pisten gemacht. Ansonsten erlischt Versicherungsschutz ( auf eigene Gefahr,ansonsten Grobfahrlässig)

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  • Gusti am 06.01.2018 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weekend

    Wieso nur am wochenende auf den pisten bleiben? Sollte doch immer so sein!

  • John Hunki am 06.01.2018 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Pay yourself

    Man sollte allgemein abgesperrte Gebiete nicht betreten. Bei jeder Zuwiederhandlung sollte der Fehlbare für die Rettungs - wie Behandlungs Kosten selber aufkommen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Th1990 am 06.01.2018 16:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und ...

    ... was nützt der Aufruf auf der Piste zu bleiben - nix -

  • Lisaby am 06.01.2018 14:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mitarbeiter im Detailhandel

    Besonders die im Detailhandel arbeiten! Wenn die schon am Sonntag auf die Piste gehen dann nicht noch mehr zusätzliche Arbeit auslösen das Sondereinsätze ausrücken müssen!

  • Lu Cie am 06.01.2018 14:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lawinenkurs

    Jeder der gerne Tiefschnee fährt, sollte einen Lawinenkurs besuchen und ein Suchgerät bei sich tragen. Grundsätzlich sollten alle, die keine Ahnung von Schnee und Berge haben, auf der Piste bleiben. Bin mal gespannt, wie oft die Rega diese Tage Leute ausgraben muss...

  • FcSion am 06.01.2018 11:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meine Güte

    Ja heute auf der Piste bleiben ist völlig i.O. aber ann alle die hier schon wieder motzen von wegen "miimimim immer auf der Piste bleiben" ihr habt wohl noch nie ne richtig fätzige Teifschneeabfahrt gemacht. Ich sage euch, es gibt nichts schöneres. Wenn man nicht dann geht, wenn die Lawinenleuchte blinkt und die Hänge kennt die nicht derart Lawinenhänge sind geht das. Eine kleine Gefahr besteht natürlich immer aber ich bin noch nie in eine Lawine gefahren, bzw. von einer überfahren worden. Freue mich schon auf die "du bist verantwortungslos" Kommentare.

    • Solidar am 06.01.2018 15:29 Report Diesen Beitrag melden

      Solange die Gefahr nur Sie betrifft....

      Machen Sie mit Ihrem Leben, was Sie wollen. Stört mich nicht, solange sonst niemand gefährdet wird oder sich für Ihre Rettung der Gefahr aussetzen muss. In diesem Fall würde ich den Rettern einfach empfehlen, zu Hause zu bleiben, bis es für sie sicher ist. Dann haben Sie den Lawinenhang ganz alleine für sich - und sogar stundenlang....

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  • Frau Marti am 06.01.2018 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich!

    Auf meinem Balkon ist es auch wieder ruhig geworden, alle Pflanzen sind gerettet, und die potentielle gfürchige Dachlawine ist längst geschmolzen. Allen erlösten Wettergepeinigten ein schönes Wochenende!