Stier tötet Bäuerin

19. November 2012 21:22; Akt: 19.11.2012 22:57 Print

«Bei Stieren weiss man nie, woran man ist»

Ein 1000 Kilo schwerer Stier hat im Baselbiet eine Bäuerin angegriffen. Die 29-jährige Mutter zweier Kinder überlebte nicht. Der Stier wird eingeschläfert.

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Auf dieser Kuhweide ereignete sich der tödliche Unfall. (Bild: 20 Minuten)

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Anna B.* trieb gestern Morgen gegen acht Uhr die Kühe zusammen und wollte sie in den Stall bringen. Plötzlich ging der Stier auf die Frau los. «Möglich, dass sie etwa von hinten angerannt wurde», sagt Meinrad Stöcklin, Sprecher der Polizei Basel-Landschaft.

Eine ­Joggerin fand die 29-Jährige am Boden liegend auf der Wiese. Zusammen mit einem Autofahrer, den sie angehalten hatte, versuchte sie die Bäuerin zu reanimieren – vergebens.

Entweder friedlich oder angriffig

Weshalb das dreijährige, etwa 1000 Kilo schwere Tier die Frau attackierte, ist unklar. Laut einer befreundeten Bäuerin weiss man bei Munis nie, woran man ist. Es gebe friedliche und angriffige Tiere.
Auch eine Kuh könne durchdrehen.

Nach dem Unfall wurde der Stier, derzum Hof gehört, von der Spurensicherung eindeutig identifiziert und dann betäubt. «Auf Wunsch des Besitzers wird er in den nächsten Tagen eingeschläfert», sagt Stöcklin.

Ehemann pflügte zur Ablenkung

In Liestal ist die Betroffenheit gross: «Ich kenne die Familie. Es tut unglaublich weh», sagt die befreundete Bäuerin. Der Schwiegervater der Verstorbenen war wenige Stunden nach dem tragischen ­Unfall schon wieder am Holz verarbeiten: «Gut, dass auch mein Sohn schon wieder am Pflügen ist, so ist er abgelenkt.»

Die junge Frau hinterlässt neben ihrem Mann zwei kleine Töchter im Alter von zwei und sechs Jahren. Mehrere Personen wurden nach dem Unfall vom kantonalen Care-Team betreut.
*Name geändert

(ahp/aj/lua)

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