2,8 Milliarden Überschuss

14. Februar 2018 17:15; Akt: 14.02.2018 18:07 Print

«Eine Steuersenkung wäre am fairsten»

von B. Zanni - Der Bund hat einen Überschuss von 2,8 Milliarden Franken erzielt. Dieses Geld soll den Bürgern zugutekommen, finden Politiker.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Schweiz schwimmt zurzeit im Geld. Finanzminister Ueli Maurer (SVP) verkündete am Mittwoch einen Überschuss von satten 2,8 Milliarden Franken im Bundeshaushalt 2017. Dies, obwohl ein Defizit von 250 Millionen Franken budgetiert war. Das übergeschwappte Geld wollen Finanzpolitiker nicht länger horten.

Umfrage
Wie soll der Staat auf den Überschuss von 2,8 Milliarden Franken reagieren?

«Es ist Zeit, dass das überschüssige Geld dem Bürger zugutekommt», sagt SP-Nationalrätin Ursula Schneider Schüttel. Sie prüfe einen Vorstoss, der eine bessere Verwendung ermögliche, als dass Überschüsse nur in den Schuldenabbau fliessen. Schliesslich habe der Bund auch in den letzten Jahren grosse Überschüsse verbucht – diese aber immer in den Schuldenabbau investiert. «Das Geld könnte die dringenden Probleme der Schweizer entschärfen.»


(Video: Tamedia)

«Prämien und Mieten machen am meisten zu schaffen»

Schneider Schüttel macht sich dafür stark, die Überschüsse in die Krankenkassenverbilligung und den gemeinnützigen Wohnungsbau zu investieren. «Die steigenden Prämien und die hohen Mietzinse machen den Bürgern am meisten zu schaffen.» Zudem könnte das Geld in die Altersvorsorge fliessen. «Es würde den AHV-Fonds zwar nicht sichern, aber dafür sorgen, dass der AHV das Geld weniger schnell ausgeht.» Andere zu diskutierende Möglichkeiten sähe sie im Vaterschaftsurlaub, der Kinderbetreuung und in der Entwicklungszusammenarbeit. «Heute gibt es vielerorts Konfliktherde wie Syrien. Es ist deshalb dringend nötig, dass wir das Geld in Krisengebiete investieren.»

Auch bürgerliche Finanzpolitiker haben konkrete Pläne. Für SVP-Nationalrat Franz Grüter ist klar: «Der Staat hat zu viel eingenommen, also muss er dem Bürger Geld zurückgeben.» Die Steuern seien ein regelmässiges Ärgernis. «Am fairsten wäre deshalb, den Überschuss mit einer Steuersenkung auszugleichen.» Einen Teil des Überschusses würde er angesichts der terroristischen Bedrohung in die Cybersicherheit und in den Nachrichtendienst investieren. Davon abgesehen sehe er keinen Finanzierungsbedarf. «Unser Staat funktioniert. Wir haben hier keine Zustände wie im Kongo.»

Jedem Bürger Geld verteilen?

Auch bei 20-Minuten-Lesern stehen Steuersenkungen hoch im Kurs. Einigen geht das zu wenig weit. «Dieser Überschuss sollte unter allen Schweizern aufgeteilt und wieder zurückbezahlt werden!», findet etwa Marcel. Heidi Heidnisch fordert derweil dazu auf, das Geld armen Menschen zu verteilen. «Dieses Geld wurde vorwiegend aus den Ärmsten der Armen herausgepresst», argumentiert sie.

Zahlreiche Leser würden die Beträge in die AHV, Familienpolitik und Bildung fliessen lassen. Rob Rader will «aber bitte sofort mit den 960 Millionen zurück, die in der Bildung gespart wurden». Iabello würde das Geld in einen bezahlbaren ÖV oder den Strassenausbau stecken.

(Video: Tamedia/SDA)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max König am 14.02.2018 17:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hmm...

    Kann man getrost vergessen. Das Geld fliesst dahin, wo bereits Geld im Überfluss vorhanden ist. Alles andere wäre nicht die Schweiz...

    einklappen einklappen
  • chrigi am 14.02.2018 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die Schweiz hat schulde.....

    ... Also solte das Geld in den schuldenabbau fließen. den irgendwann müssen die Schulden beglichen werden! maximal die Hälfte solte für die ahv aufgewendet werden. mit der Entwicklungshilfe kann ich mich garnicht anfreunden solange wir intern noch Löcher zu stopfen haben.

    einklappen einklappen
  • Women's Feet lover am 14.02.2018 17:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke lieber Staat:-)

    jetzt wäre doch der Ideale Zeitpunkt um dem EIGENEN Volk etwas gutes zu tun

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Melk am 15.02.2018 22:04 Report Diesen Beitrag melden

    zurück zu den MWST und Bundessteuerzahle

    Bezahlt habens die MWST und Bundessteuerzahler. Also etwas für den Schuldenabbau tun (da sind alle daran interessiert) und tiefere Bundessteuer (oder die gleich abschaffen).

    • Cartman1993 am 15.02.2018 22:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Melk

      Tiefere direkte Bunfesteuern bringen nicht viel, da die Haupttragenden eigentlich nicht umbedingt eine Steuersenkung benötigen. Schau dir mal an, wer das Gros der direkten Bundessteuer erwirtschaftet.

    einklappen einklappen
  • qwertzuiopasdfghjklyxcvbnm am 15.02.2018 14:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Logikfrei

    "Dieses Geld wurde vorwiegend aus den Ärmsten der Armen herausgepresst" Also wenn die Ärmsten der Armen so viel Geld haben, dass sie 2.8 Mia zahlen können, gehts denen doch sehr gut, oder?

    • Xaver am 15.02.2018 21:01 Report Diesen Beitrag melden

      Dumpfbacken hüben und drüben

      Aha, Einfalt hat einen Namen. Könnt es sein, dass das meiste Geld auch wieder vom Staat bevorschusst werden musste? Ist doch schon seit Jahrtausenden so, dass die wirklich Reichen ihre Untertanen melken.

    einklappen einklappen
  • Ingelbach am 15.02.2018 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Staat ist mein Problem

    Mich nervts wenn die SP andauernd erzählt dass der "Schweizer" irgendwelche "Probleme" hätte die der "Staat", also hochbezahlte drittpersonen für ihn zu lösen hätte.... Ich habe keine Probleme, ausser dass der Staat alles bevormundet und eine Junta Hyperintellektueller jedes Alltagsthema zur Politagenda macht. Anstelle dass jeder selbst entscheidet. Die Bürger wissen können selbst entscheiden was für sie das beste ist wenn sie einen Batzen in der Tasche haben. Evtl. Schöne Ferien, Spielzeug für ihre Kinder, Party... Steuersenkung und Schuldenabbau, das ist das Richtige und Nachhaltigste...

  • Petra am 15.02.2018 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    Steuersenkung am sinnvollsten

    Es soll eine Steuersenkung geben, so haben alle etwas davon!

    • roger am 15.02.2018 15:34 Report Diesen Beitrag melden

      Also, wenn der Bund

      die Steuern senkt, dann ist dies wohl in erster Linie die direkte Bundessteuer und die bezahlt wer? Das ist in erster Linie eine "Gutverdiener-Steuer".

    einklappen einklappen
  • Mary J am 15.02.2018 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Ab in die AHV

    In die AHV wäre am fairsten, wir werden alle mal zu Rentnern! Ein Teuerungsausgleich wäre übrigens auch angezeigt! Viele Rentner müssen heute schon jeden Rappen 2x umdrehen!

    • Ingelbach am 15.02.2018 13:11 Report Diesen Beitrag melden

      Warum nicht in die AHV...

      Nein, definitiv nicht in die AHV. Die AHV ist ein Umlageverfahren. Die Grundlage, dass so etwas funktioniert ist Demografische Stabilität. Die destruktiven Linken SP/Grünen Alt 68er zerstörten dahingehend alles. ...Den "Jungen" welche eigentlich JETZT Zeit und Stabilität für Familien bräuchten, damit ihre Finanziers für die AHV vorhanden sein werden, werden mit Projekten wie Massenmigration (teure Wohnungen, Verdrängungsmarkt, soziale Stabilität), Energiewende (Alles abreissen und neu bauen), Bahnausbau, Staatsausbau, Gendermainstream... Vollkommen verheizt... Wirtschaftlich wie Sozial.. Nein.

    einklappen einklappen