Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Übergriff in Schulheim
14. November 2012 18:15; Akt: 14.11.2012 19:16 Print
«Er fotografierte die Mädchen in der Dusche»
von L. Hanselmann - Panik im Konvikt Chur: Ein junger Mann schlich sich in das Gebäude und belästigte mehrere Kantischülerinnen. Die Polizei ermittelt.

Das Konvikt Chur am Abend nach dem Vorfall
«Die Mädchen schrien, alle waren in heller Aufregung», sagt der Churer Kantischüler Michael V*. Am Dienstagabend war ein junger Mann in das Konvikt eingedrungen. Dort wohnen 80 Gymnasiasten und 25 HTW-Studenten aus ganz Graubünden, getrennt nach Geschlechtern.
Der Unbekannte schlich sich in die Frauendusche. «Er beobachtete die nackten Mädchen und fotografierte sie mit einem Handy», sagt Michael. «Dann ging er in einen Schlafraum, zog seine Kleider aus und wollte die Frauen betatschen.» Die Minderjährigen kreischten, der junge Mann flüchtete ins nächste Zimmer und versuchte es dort erneut. Dann rannte er davon
.
Das Heim erstattete Anzeige
Die Heimleitung bestätigt, dass ein junger Mann unberechtigterweise das Schulheim betreten hat. «Bewohnerinnen haben sich durch ihn belästigt gefühlt», sagt Martin Michel, Leitung Wohn- und Verpflegungsbetriebe des Bündner Amtes für Höhere Bildung. «Wir wissen zwar noch nicht, wie gravierend der Vorfall war. Einen solchen Tabubruch können wir aber auf keinen Fall tolerieren.» Michel informierte sofort die Polizei und erstattete Anzeige.
Sex-Täter noch auf freiem Fuss
Eine Patrouille der Churer Polizei rückte aus und suchte im und ums Haus nach dem Sex-Täter. Laut Kapo-Sprecher Thomas Hobi ist der junge Mann aber noch auf freiem Fuss.
Der Zeitpunkt der Tat ist möglicherweise kein Zufall: Diese Woche wurde im Heim aus grundsätzlichen Sicherheits-Überlegungen ein neues Zutrittssystem mit Badges installiert. Dieses war am Dienstag aber noch nicht scharf gestellt. «Als Sofortmassnahme haben wir es nun eingeführt», so Michel.
Update 14.11.2012, 19:12 Uhr: In einer früheren Fassung des Textes stand, die Mädchen seien begrapscht worden. Der Informant hat seine Aussage inzwischen zurückgenommen.
* Name geändert

Die Printausgabe von 20 Minuten gibts jetzt auch als ePaper.
Die 20 Minuten App Familie
Thank god it's Friday!
DIE Nightlife-Website für Partyverrückte aus aller Welt
















