200 Pendler gestrandet

11. Dezember 2017 07:57; Akt: 03.01.2018 11:18 Print

«In der Unterführung herrschte Chaos»

400 SBB-Passagiere strandeten am Sonntag auf offener Strecke nahe Bex VD. Rund die Hälfte musste vorübergehend in einer Schule untergebracht werden.

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Schneefall, tiefe Temperaturen und starker Wind liessen mancherorts in der Schweiz die Bahnanlagen vereisen. Ein Zug von Sion VS nach Lausanne VD blieb gegen 16.40 Uhr nahe Bex VD auf offener Strecke stecken. 400 Passagiere mussten über fünf Stunden vor Ort ausharren, bis sie befreit werden konnten, wie die SBB am Abend mitteilte.

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Die Passagiere seien von der Polizei und vom Katastrophenschutz betreut worden, sagte ein SBB-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Sie hätten Verpflegung erhalten. Zudem seien die Wagen beheizt worden und mit Strom versorgt gewesen.

Es gab einen regelrechten Stau bei der Unterführung»

Weil auch die Strassen in der Region blockiert waren, musste ein Teil der gestrandeten Pendler über eine Unterführung in ein Schulhaus in Bex VD gebracht werden. Gemäss einem RTS-Reporter handelt es sich um 200 Passagiere. Laut einer SBB-Sprecherin habe niemand dort schlafen müssen. Pendler seien mit Taxis chauffiert oder in Hotels untergebracht worden. Für die Evakuierung der Reisenden waren laut der SBB zwei Lösch- und Rettungszüge im Einsatz.

Ein Leser-Reporter schickte Bilder einer zugeschneiten Unterführung in Bex. Er arbeite gleich neben dem Bahnhof, erzählt der Mann, und so etwas habe er selten erlebt. «Es gab einen regelrechten Stau bei der Unterführung. Es herrschte Chaos», sagt er zu 20 Minuten. Das Bild hatte er gestern am späten Nachmittag aufgenommen. «Das Chaos blieb jedoch bis spätestens 21.30 bestehen», so der Leser-Reporter. Viele Pendler hätten am Bahnhof warten müssen. «Die Bäckereien machten gute Geschäfte, weil die Leute teils stundenlang hatten warten müssen.»


Wie die SBB mitteilt, fahren seit 6.30 Uhr auf dem Abschnitt zwischen Bex VD und Aigle VD zwei Züge pro Stunde. Zwischen St. Maurice VS und Brig VS verkehrt ein Regionalzug pro Stunde und Richtung. Andere Züge verkehren, aber insbesondere bei den Zügen aus dem Wallis und Genf werde mit Verzögerungen gerechnet.

(jen/pam/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • RobertM am 11.12.2017 08:16 Report Diesen Beitrag melden

    Besten Dank...

    ...an Zivilschutz und Armee, über deren tolle Hilfeleistung nicht berichtet wurde!

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  • Maya am 11.12.2017 08:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke!

    Ein geosses Dankeschön an alle die mitgeholfen haben und an die Koordinatoren!

  • roll2go am 11.12.2017 09:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unzufriedenheit mit sich selbst

    Vor lauter Verwöhntsein haben offenbar viele den Bezug zur Realität - zur Tatsache, dass nun mal einfach nicht alles machbar ist - verloren. Dieses dauernde Gestänkere gegen die SBB zeugt davon.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Felix Bühler am 11.12.2017 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Ein bischen Schnee?

    Ah, da hat es mal Schnee in der Schweiz und die SBB kommt schon ans limit! Was passiert wohl, wenn der Winter ganz herinbricht?

    • Jürg am 11.12.2017 14:41 Report Diesen Beitrag melden

      Viel Schnee

      Es hat gestern 60 cm Neuschnee gegeben. Mehr Winter gibt's wohl nicht

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  • Nervensäge am 11.12.2017 13:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die SBB

    Kann es ja wie die BLS machen. Im Winter Züge streichen, so dass man nur noch 1x pro h fahren kann. Danke besch... BLS. Jetzt darf ich auch im Winter mit meinem 300kg Roller brettern. Die Unfälle kann ja dan die KK bezahlen.

  • Diet3r am 11.12.2017 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    Sagt doch mal danke

    Weltmeisterschaft im motzen. Platz 1 die Schweiz. Unglaublich das geheule. Es wurde in kürzester zeit hilfe aufgeboten und die weiterreise organisiert. Das ist der zeitpunkt um der SBB und der Armee mal danke zu sagen statt nur zu nörgeln und motzen. Unglaublich wie verwöhnt viele fängs sind und aus was man gleich ein riesen drama macht. Es war EIN Zug und es wurde schnell reagiert. Was wollt ihr mehr? Geht doch nur schon mal in unseren nachbarländern und schaut was dort abgeht im öV. Klar unser öV kostet was, jedoch ist der standard sehr hoch. Noch einmal es war EIN Zug...

  • Mastergiggs am 11.12.2017 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Geizhälse

    9 Millarden Umsatz pro Jahr, teuersten Bahntickets der Welt und Teppichetage, das mehr verdient als der Bundespräsident aber ja kein Geld ausgeben für die unschuldigen Pendler! Bravo SBB, top organisiert für Notfälle!

  • Lucia Villiger am 11.12.2017 13:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sonntagspendler

    Wes sind denn das für Pendler, am Sonntagnachmittag? Walliser, die wieder in die Ausserschweiz müssen?