Bersets Neujahrsansprache

01. Januar 2018 13:26; Akt: 02.01.2018 12:41 Print

«Kein Grund, die Faust im Sack zu machen»

Seit wenigen Stunden ist Alain Berset Bundespräsident. In seiner Neujahrsansprache zeigte er sich optimistisch.

In seiner Neujahrsansprache betont der neue Bundespräsident Alain Berset die Vorzüge der direkten Demokratie. Video: Tamedia
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Er sei dankbar in der Schweiz leben zu dürfen, sagte Bundespräsident Alain Berset in seiner Neujahrsansprache. Durch die direkte Demokratie könnten alle mitbestimmen, wie sie leben wollten. Das sei ein grosses Privileg.

Die Bevölkerung könne mit Zuversicht in das neue Jahr starten, sagte der neue Bundespräsident in seiner über das Radio und Fernsehen verbreiteten Ansprache. Die Schweiz sei stabil und sicher. Die Wirtschaft brumme – das Land sei «hoch innovativ». Es gebe tausende Freiwillige, die sich für die Gesellschaft engagierten.

Lob der direkten Demokratie

Die Menschen hätten nichtsdestotrotz drängende Fragen zur Zukunft: Wie verändert der technologische Wandel ihre Arbeit? Stellensicherheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Altersarmut und eine bezahlbare medizinische Versorgung beschäftigten die Bevölkerung ebenfalls, sagte Berset.

In der direkten Demokratie sei es möglich, diese Fragen nicht nur zu stellen, sondern auch zu beantworten. «Wir alle können mitbestimmen, wie wir leben wollen.»

Diskussionen und Kompromisse suchen

Es gebe «keinen Grund die Faust im Sack zu machen», sagte der Vorsteher des Innendepartements (EDI). Die Schweiz lebe von ehrlichen Debatten.

2018 werde die Regierung wichtige Diskussionen führen, kündigte Berset an: Es gehe um die Sicherung der Altersrenten, die Beziehungen zu Europa, um Steuergerechtigkeit, um die Gleichstellung von Frau und Mann und um das Klima.

Minderheiten stärken

Berset appellierte zugleich an die Bevölkerung und die Politik, sich kompromissbereit zu zeigen. Es sei wichtig, aufeinander zuzugehen. «Wer die Minderheiten stärkt, stärkt auch die Schweiz», sagte der Bundespräsident.

Zum Jahreswechsel übernahm Alain Berset von Verkehrsministerin Doris Leuthard das Bundespräsidium formell. Das Amt sei mit einem Telefongespräch übergeben worden, twitterte Bundesratssprecher André Simonazzi.

(chi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sonja am 01.01.2018 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Die Regierung ist gegen das eigene Volk

    Lieber keine Regierung als eine falsche.Unsere Regierung nimmt die Bevölkerung schon lange nicht mehr ernst.Es wird alles teurer und niemand sorgt sich um uns.Sie verscherbeln all unser Geld.Die eine will mit unserem Geld die ganze Welt retten, und die andere hat versucht uns zu hintergehen.Wegen der EU werden die initiativen nicht mehr umgesetzt.Unsere Regierung ist leider schon lange kein Vorbild mehr.Die Stimmung sinkt in unserem Land.Da nützen auch schöne Worte nichts.

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  • Heini. am 01.01.2018 13:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Er ist optimistisch

    Mit einem solchen Lohn wäre ich auch optimistisch.

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  • Claudia am 01.01.2018 14:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll!

    Wenn es doch so toll läuft weshalb müssen wir alle jedes Jahr derart höhere KK-Prämien bezahlen, während den Reichen immer mehr Bequemlichkeiten offeriert werden. KK-Prämien sind für die Reichen ein vernachlässigster Faktor.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bauer vom Lande am 03.01.2018 20:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unfaehige Regierung

    Sind alles unkompetente,kompliziert Geldvernichter!

    • Xeno72 am 04.01.2018 11:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      und ewig plodert es

      Dann hopp hopp 2019 für die eidgenössischen Räte kandidieren.

    • Thorens am 04.01.2018 14:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bauer vom Lande

      Und wir ottos sparen für diese vernichter arbeiter otto ist der sparer der gstudierte staatus weis nicht was arbeiten bedeutet und ist leicht für sich den dicken lohn an zusammeln sowie zu verschwenden

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  • Nick P. Wild am 03.01.2018 09:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soso

    Also für die EU haben wir einfach so schnell mal alle paar Jahre Kohäsionsmilliarden parat, aber für das eigene Volk nichts. Nein, das soll lieber länger Arbeiten, oder der ALV auf der Tasche liegen, einen tieferen Umwandlungssatz akzeptieren, damit die privaten Versicherungen noch mehr Gewinn abschöpfen können und noch mehr Lohnprozente abgeben umangeblich die AHV zu sanieren. Warum verwenden wir diese Milliarden nicht für unsere Vorsorge. Ist das so verkehrt? Haben ja auch wir bereits scho einbezahlt mit den Steuern. Es sollte wieder vermehrt für uns geschaut werden. Sonst gehen wir verloren.

  • eric am 03.01.2018 08:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das glaub ich echt nicht

    erschreckend, die differenz zwischen dieser ansprache und der realität. was kann man also von volksvertretern erwarten?

  • Roman Schneider am 03.01.2018 07:38 Report Diesen Beitrag melden

    Sack mit X

    Warum sieht die CH-Fahne aus wie ein Abfallsack mit einem X drauf ? Könnte man diese nicht korrekt aufhängen ? Kann mir nicht vorstellen, das sich Minderheiten davon beleidigt fühlen würden, diese schauen sich wohl eher selten Ansprachen des Bundesrates an. Und wenn doch....nun ja, es sind Minderheiten.

    • Papierlischweizer am 03.01.2018 13:56 Report Diesen Beitrag melden

      Das Auge des Betrachters

      Seit jeher hängen die Schweizerfahnen im Nationalratssaal auf diese Art hinter den Pulten der Bundesräte, was wohl zum einen mit den Gesetzen der Schwerkraft, zum anderen mit den Windverhältnissen in geschlossenen Räumen zusammenhängen dürfte. Warum das dem geneigten Betrachter erst im Hintergrund des neuen SP-Bundespräsidenten auffällt mag einerseits einer etwas rechtsfokussierten Sichtweise, andererseits aber auch der Akribie des Betrachters, einen Grund für einen weiteren Frustkommentar zu finden, geschuldet sein.

    • Xeno72 am 04.01.2018 11:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Papierlischweizer

      Volltreffer.

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  • Richi B. am 03.01.2018 07:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vermisse den EU Style

    Ein Wunder, dass er die Rede nicht anolog der Tagesschau Moderatoren in den üblichen EU Klamotten gehalten hat.